Acht Parteien stellen sich am 11. September zur Wahl

Wahlleiter Axel Düker gab die Zahl der Kandidaten für den Rat der Stadt und die Ortsräte bekannt. v. l.: Astrid Welzer und Tina Nuves und der Leiter des Hauptamtes Gero Möller, Axel Düker und Christiane Concilio. (Foto: Renate Tiffe)

AFD nur im Wahlbereich I zugelassen

GROSSBURGWEDEL (ti). Zur Kommunalwahl am 11. September treten in Burgwedel acht Parteien bzw. Gruppierungen an.
Es sind dies neben den Etablierten SPD und CDU, Bündnis 90/“Die Grünen“ und FDP die Alternative für Deutschland (AFD) und die Gruppierungen Wählergemeinschaft Engenser Bürger (WEB), die Wählergemeinschaft Wettmarer Bürger (WWB) sowie „Die Partei“. Nach der öffentlichen Sitzung des Wahlausschusses sind jetzt die Listen für den Rat der Stadt und die Ortsräte amtlich. Die Wahlzettel können gedruckt werden.
In Anwesenheit der Vertrauensleute von Parteien und Wählergruppen und der Beisitzer des Wahlausschusses gab Bürgermeister Axel Düker in seiner Funktion als Wahlleiter die Verteilung der Kandidaten für den Rat der Stadt und die Ortsräte in den beiden Wahlbereichen bekannt. Als Wahlbereich I gelten Großburgwedel und Oldhorst, im Wahlbereich II sind die übrigen Ortschaften zusammengefasst. Neu hinzukommen bei dieser Kommunalwahl die AFD und „Die Partei“. Für den Rat der Stadt stellen sich 102 Kandidaten zur Wahl, um ein Mandat in den Ortsräten bewerben sich 110 Kandidaten.
In beiden Wahlbereichen ist die CDU für den Rat der Stadt mit je 20 Bewerbern vertreten, die SPD stellt 14 Kandidaten in Großburgwedel und 11 in den Dörfern. Die „Grünen“ treten mit jeweils 4 Kandidaten an. Relativ stark präsentiert sich die FDP mit 8 Bewerbern in Großburgwedel und 4 in den Ortsteilen. Wegen mangelnder Unterstützer-Unterschriften im Wahlbereich II wurde die AFD nur in Großburgwedel zugelassen. 30 Unterschriften waren für eine Kandidatur nötig.
Ein stark unterschiedliches Bild zeigt sich für die Ortsräte. In Großburgwedel ziehen CDU und SPD mit jeweils 13 Kandidaten gleich. Insgesamt sind die Christdemokraten mit zusammen 54 Bewerbern - gegenüber 29 bei der SPD - auf den Wahllisten auch hier zahlreicher vertreten. In Thönse und Oldhorst gibt es neben den fünf CDU-Bewerbern nur jeweils 1 für die „Grünen“ bzw. 1 für die FDP. Bis auf Kleinburgwedel und Thönse treten die Liberalen auf allen Ortsratslisten hervor.
In Fuhrberg wurde der AFD-Bewerber aus o.a. Gründen von der Liste gestrichen.
Sonst gab es keine Beanstandungen bei den Vorschlägen der Parteien. Sie waren vom Hauptamt in der Stadtverwaltung nach den Vorschriften des Niedersächsischen Kommunalwahlgesetzes geprüft worden und wurden jetzt per Unterschrift von den Mitgliedern des Wahlausschusses abgesegnet.
Dem Wahlausschuss gehören neben dem Wahlleiter Axel Düker und seiner Stellvertreterin Christiane Concilio sechs Beisitzer an, von denen nur drei in der Sitzung anwesend waren. Sie hatten die Unterlagen der Verwaltung gesichtet und traten jetzt zum ersten Mal öffentlich auf.
Die Beisitzer dürfen selbst nicht zur Wahl stehen. Ihre Zahl setzt sich nach der Stärke der zur Zeit im Rat vertretenen Parteien zusammen. - Erst nach der Wahl tritt der Wahlausschuss wieder in Aktion, um eventuellen Unregelmäßigkeiten nachzugehen. Bei Einsprüchen entscheidet er über das weitere Vorgehen.