Acht Orte mit Kunst und Kultur

Die Metallarbeiten von Stefan Kunze fanden viel Beachtung. (Foto: B. Garms-Polatschek)

Gelungener Sommerspaziergang in Wettmar

WETTMAR (bgp). Bunt und fröhlich trotz zahlreicher Regenschauer ging es beim fünften Sommerspaziergang zu: Acht Wettmarer Familien stellten ihre alten Höfe und Häuser für mehr als sechzig Künstler und Kunsthandwerker zur Verfügung, um ein ansprechendes Ambiente für die Ausstellung ihrer Kunstgegenstände, des gefertigten Schmucks oder der Malerei zu bieten, die für Besucher nach und nach aufzusuchen waren. Die Resonanz des Publikums war sehr gut. Im Wettmarer Schlösschen, dem Atelier einer Künstlergruppe rund um Gründerin Jeanette Karapiperidis, war Künstlerin Elke Junge sehr zufrieden. „Hier war schon gut etwas los“, sagte die Burgwedlerin, die gemeinsam mit den anderen Künstlern Motive zum Thema „Schöpfung“ ausstellte. Die Gruppe des Schlösschens hatte sich dazu noch ein originelles Objekt einfallen lassen. Vor der Tür des Ateliers brachten sie die Besucher dazu, sich als Teil der Schöpfung zu betrachten, da diese sich selbst im eigens dafür aufgestellten Spiegel sehen konnten.
Ganze Fahrradgruppen zogen mit bunter Regenkleidung von Hof zu Hof, um die angebotenen schönen und leckeren Dinge zu bewundern oder gegebenenfalls davon zu kosten. So lockte eine historische Eismaschine mit Handbetrieb die Gäste an. Das produzierte Eis war im Nu in den Bäuchen der Besucher verschwunden, die sich am Honigstand auf dem Hof Bode noch ein Glas Honig oder eine kulinarische Köstlichkeit von „Time2buy“ mitnahmen. Kaffee und Kuchen dufteten auf dem Hof Bierstedt, wo auch Blumen von Stephanie Uhde die Umgebung verschönerten, Helmut Pluschke sorgte am Akkordeon für Stimmung.
Gefilztes und Aktionen zum "Selber filzen“ hatte Ausstellerin Claudia Grete auf dem Hof Olthoff im Gepäck, während Fabian Schwanke Echtholzmöbel präsentierte und die Seifen von Manuela Plate-Jäger einen betörenden Duft verströmten. Eine Kirchenführung am Sonntag rundete das Angebot in Wettmar ab. Wer Lust hatte, konnte auch die Bockwindmühle besichtigen, welche für drei Stunden geöffnet wurde. So bot der Sommerspaziergang für die Besucher ein lohnendes Ziel auf dem Land, um einen anregenden Wochenendausflug zu unternehmen.