Abbau des Krötenfangzaunes

Prof. Siegfried Schäfer rollt den Zaun entlang der Kreisstraße 117 auf. (Foto: NABU Burgwedel & Isernhagen)

843 Amphibien gelangten sicher zu ihren Laichplätzen

ENGENSEN/RAMLINGEN (r/bs). Der Krötenfangzaun ist abgebaut! 37 Tage lang sperrte er auf der Nordseite der K117 zwischen Engensen und Ramlingen den „frühlingstollen“ Amphibien den Weg über die Straße zu den Laichgewässern im Süden.
Bei der Suche nach einem Durchgang fielen sie in die am Zaun vergrabenen Eimer. Neun eifrige Sammler gingen täglich am Zaun entlang, nahmen die Tiere aus den Eimern und trugen sie über die gefährliche Straße. 843 Erdkröten, aber auch einige Teich- und Grasfrösche, Kamm- und Teichmolche sowie eine Zauneidechse kamen so sicher zu ihren Laichplätzen.
Der 600 m lange Zaun wird seit 2001 aufgebaut. Die höchste Fangquote wurde 2006 verzeichnet mit 1254 Tieren, im vergangenen Jahr waren es immerhin 1076 Amphibien verschiedener Arten. Der Zaun musste jetzt abgebaut werden, weil schon die ersten Rückwanderer unterwegs waren und nun nicht in ihre Sommerquartiere gelangen konnten.