60 Menschen formen ein einladendes MIT

Rund 60 Menschen aus allen Gemeinden im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen kamen am Sonnabend in Langenhagen zusammen, um sich in Form eines großen MIT auf dem Kirchplatz an der Elisabeth-Kirche aufzustellen. (Foto: Bastian Hähling)

Kandidierende für die Kirchenvorstandswahl kommen zusammen

LANGENHAGEN/ISERNHAGEN/BURGWEDEL (r/bs). Ein bisschen dirigieren muss Fotograf Bastian Hähling vom Dach der Elisabeth-Kirche aus und ganz einfach ist das nicht: Die Luke, aus der er fotografiert, ist hoch oben und die Menschen unten auf dem Kirchplatz müssen sich anstrengen, um ihn zu verstehen.
Nach etwa fünf Minuten in der kühlen, klaren Winterluft aber passt alles: Rund 60 Menschen formen ein großes „MIT“, gucken hinauf zum Fotografen und winken ihm zu. Der bringt anschließend schöne Fotos mit nach unten: Jede und jeder Einzelne ist gut zu erkennen; sie alle repräsentieren insgesamt 18 Kirchengemeinden im Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen.
Die Menschen, die am Sonnabendvormittag auf dem Kirchplatz zusammengekommen sind, haben etwas gemeinsam: Sie alle kandidieren für die Kirchenvorstände ihrer Gemeinden, die am 11. März neu gewählt werden. Herzlich begrüßt werden sie von Superintendent Holger Grünjes, der ihnen für ihre Bereitschaft zum Engagement in der Leitung ihrer Gemeinden dankt. Kirche in einer zunehmend säkularen Welt sei ebenso Herausforderung wie Chance, wenn die Bereitschaft zur Veränderung vorhanden sei, so der Superintendent.
Ute Rodehorst, Kirchenvorsteherin aus der St.-Marien-Kirchengemeinde Isernhagen, ist das gute Miteinander und die Beteiligung vieler Menschen an Entscheidungsprozessen wichtig: „Ich war in den vergangenen sechs Jahren an allen wichtigen Entscheidungen meiner Kirchengemeinde beteiligt und konnte mich persönlich einbringen“, sagt sie. Allen Kandidatinnen und Kandidaten gemeinsam ist die Hoffnung auf eine breite Beteiligung der Gemeindemitglieder an der Kirchenvorstandswahl am 11. März, um daraus Rückhalt für die eigene Arbeit in der Gemeindeleitung zu bekommen.
Einer der Kandidaten auf dem Kirchplatz ist Joachim Kleinwächter aus der Emmaus-Kirchengemeinde, seit 2005 Mitglied des Kirchenvorstandes seiner Gemeinde. „Die Arbeit im Kirchenvorstand lässt mich meinen Glauben und eine ehrenamtliche Tätigkeit gut miteinander verbinden“, sagt er. Einen Schwerpunkt der zukünftigen Arbeit seiner Kirchengemeinde sieht er darin, die Bau- und Renovierungsmaßnahmen von Gemeindehaus und Kirche und die damit verbundenen Beeinträchtigungen zu bewältigen und gleichzeitig die Gemeinde lebendig zu halten.
Hans-Reinhard Verworn kandidiert zum ersten Mal für den Kirchenvorstand der Elisabeth-Gemeinde und nutzt das Treffen der Kandidatinnen und Kandidaten im Anschluss an den Fototermin, um bei Kartoffelsuppe und Kaffee mit Sigrid Neumann ins Gespräch zu kommen. Sie bringt bereits sechs Jahre Erfahrung aus der Kirchenvorstandsarbeit mit und bestätigt das, was Hans-Reinhard Verworn zu seiner Kandidatur bewogen hat: „Die Aufgaben der Kirchenvorstände sind unglaublich vielseitig.“
„Und warum haben Sie sich zu dem Wort MIT aufgestellt und nicht zu einem Kreuz?“, fragt eine Passantin, die am Samstag über den Kirchplatz geht. Die Antwort ist klar: „MITmir“ ist das Motto der Kirchenvorstandswahl 2018; überall in der hannoverschen Landeskirche werben Gemeinden und Kirchenkreise mit diesem einladenden MIT für die Wahl