48 Jugendliche beim Zukunftstag im Regionsklinikum

Die beiden Schwestern Saskia, links, und Melanie zeigen an Henrietta, wie ein Arm korrekt eingegipst wird. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Gipsen, Blutdruck messen und vieles andere mehr

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am Donnerstag dieser Woche war Zukunftstag im Regionsklinikum in Großburgwedel. Angesprochen werden damit im Wesentlichen Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe.
Semsi Tüzün, die diese Aktion zum Kennenlernen der Berufsfelder in einem Krankenhaus für die Jugendlichen plant, war überrascht von dem Zuspruch, den dieses Angebot am Donnerstag erfuhr: 48 Interessenten nahmen den Zukunftstag wahr. „So viele hatten wir noch nie, es waren sonst immer zwischen 30 und 40 Interessenten“, freute sich die Organisatorin.
Semsi Tüzün hatte die Teilnehmer in fünf Gruppen aufgeteilt, einmal die Zentrale Notaufnahme, dann die Innere Medizin, die Krankenhaustechnik, von der man als Besucher kaum etwas bemerkt, das Deutsche Rote Kreuz, mit dem das Klinikum kooperiert, und schließlich zum richtigen Kennenlernen einen Rundgang durch alle Abteilungen des Regionsklinikums.
Es gab eine Menge zu lernen und zu entdecken für die einzelnen Gruppen, und die Interessenten konnten die meisten Dinge dort auch selbst ausprobieren. In der Zentralen Notaufnahme war Schwester Melanie für den Ablauf verantwortlich. Hier standen Aktivitäten wie Gipsen, Blutdruck messen und Puls zählen an. Dann zeigten die Schwestern, welchen Weg ein Notfallpatient nehmen muss und dabei wurden auch die Räumlichkeiten erläutert.
Oberarzt Dr. Alexander Friedrich Schulte von der Inneren Medizin stellte die Ultraschalluntersuchung vor und erklärte, wann und wofür diese Untersuchungsmethode eingesetzt wird. Nils, einer der ersten Teilnehmer, stellte sich für die Vorführung zur Verfügung. Die anderen schauten zu und waren erstaunt, als sie Nils' Herzklappe arbeiten sahen. „Alles vollkommen in Ordnung“, sagte der Oberarzt und beschrieb die Bewegungsabläufe am Herzen. Beim DRK wurde der Notarzteinsatzwagen vorgestellt und kleine Übungen konnten ausprobiert werden.
Umfassend war auch das Thema „Krankenhaustechnik“.
„Das ist der Bereich, an den kaum jemand denkt, wenn er ein Krankenhaus betritt“, sagt Semsi Tüzün, „aber ohne ihn würde kein Klinikum funktionieren". Natürlich bilde das Regionsklinikum auch in diesen Berufsfeldern Nachwuchs aus und es sei schon sehenswert, wie viel hochwertige Technik sich dort verstecke. „Die Besucher denken beim Wort „Krankenhaus“ immer nur an die Berufsfelder Pflege und medizinische Versorgung“.
Und schließlich der Rundgang durch die Abteilungen: Er reichte vom Kreißsaal über Röntgen, EKG, Endoskopie bis in die Labore.
Als die jugendlichen Gäste dann zum Mittagessen gingen, zeigten sich viele von ihnen beeindruckt von diesem Vormittag. „Vielleicht ist dieser Zukunftstag dann später eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Jugendlichen bei ihrer Berufswahl“, sagt Semsi Tüzün. „Wir haben hier wirklich eine Menge zu bieten“.