350.000 Euro Schaden bei Brand in Fuhrberger Zimmerei

Eine Stunde nach dem Eintreffen der Feuerwehren hatte sich der Brand über weite Teile des Hallendachs ausgebreitet.
 
Die Lagerhalle für Werkzeug und Material hatten die Feuerwehrkameraden mit Schaum abgelöscht. Von Dach und Wänden kamen große Wassermengen herunter.

Ermttler sind sich sicher: Das war Brandstiftung

FUHRBERG (hhs). In der Nacht von Sonntag auf Montag dieser Woche brannte ein Gebäudeteil der Fuhrberger Zimmerei aus. Gegen 3.12 Uhr hatte ein Anwohner bemerkt, dass Flammen lichterloh aus dem Dach neben der Abbundhalle der Zimmerei loderten. Er hat darauf die Feuerwehr alarmiert. Als die Kameraden der Ortswehr Fuhrberg am Brandort eintrafen, war schnell klar, dass sie hier Hilfe benötigten. Die beiden Ortswehren aus Großburgwedel und Kleinburgwedel sowie das Drehleiterfahrzeug der Gemeinde Wedemark und ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Mellendorf kamen hinzu. Insgesamt, so Burgwedels Stadtbrandmeister Ingo Motl auf Anfrage der Burgwedeler Nachrichten, waren 80 Feuerwehrkameraden im Einsatz.
Bis zum Eintreffen des Drehleiterfahrzeugs gestaltete es such schwierig, das Löschwasser einigermaßen gezielt dorthin zu spritzen, wo die Flammen zwischen den Dachplatten zu sehen waren. Die Drehleiter sorgte für Abhilfe und für gewaltige Wassermengen von oben. Allerdings hatte sich das Feuer nun schon bis ins das Dach des Hauptgebäudes mit Abbundhalle und Büros der Fuhrberger Zimmerei ausgebreitet.
Als schwierig erwies es sich, „von unten“ Löschwasser an die Brandherde zu bekommen. Wegen des starken Gefälle des Dachs lief dieses Wasser ebenso schnell ab, wie es von oben darauf gestrahlt wurde. Deswegen breitete sich der Brand unter dem Dach weiter aus. Der Wind, der zwar nur leicht aber böig wehte, sorgte immer wieder dafür, dass sich Bereiche, die eigentlich als gelöscht galten, aufs Neue angefacht wurden.
Diese Nebenhalle der Fuhrberger Zimmerei diente als Lager für Werkzeuge. Ein Mitarbeiter des Betriebs erklärte, es befänden sich auch einige Gasflaschen darin und es sei obendrein möglich, dass ein Mitarbeiter in einem benachbarten Raum nächtige. Atemschutzgeräteträger schauten nach und gaben in Bezug auf den Mitarbeiter schnell Entwarnung. Es befand sich niemand in den Gebäuden der Zimmerei. Allerdings explodierten wegen der großen Hitzeentwicklung in dem brennenden Gebäude nun einige Gasflaschen.
Schließlich öffneten die Feuerwehrkameraden das Tor der brennenden Halle. Es entwickelte sich starker Rauch. Zunächst gingen die Wehren dem Feuer im Innern mit Schaum zu Leibe. Mit einem Gebläse drückten sie den Qualm aus der Halle hinaus. Nun bot sich ein gespenstisches Bild: Verkohlte Dachsparren hingen herunter, die Männer standen bis an die Waden im Schaum, Löschwasser kam in Massen durch das Dach, an den Wänden kokelte es noch an einigen Stellen. Nun wurden noch einige Gasflaschen vorgefunden und Kanister, in deren Öffnung unbekannte Täter Stofflappen gedrückt hatten. Sie wurden zunächst mit Wasser gekühlt und zum Hallentor gebracht. Nach einer guten halben Stunde gegen 4.30 Uhr schien das Feuer in diesem Bereich weitgehend erloschen zu sein, während es sich unter dem Dach weiter ausbreitete.
Inzwischen waren die Brandermittler das Gebäude untersucht und gehen von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus. Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511-109 55 55 entgegen.