250 Besucher schauten sich die Spardosenausstellung an

Der Leiter der Heimatstube Jürgen Veth zeigt ein Kuriosum: Eine Spardose ganz aus Pappe.
 
Großßen Raum nahmen die Sparschweine links auf dem Tisch ein. Rechts fanden sich jüngere Modelle aus dem sechziger Jahren.

„Ein Ergebnis, dass sich wirklich sehen lassen kann“

GROSSBURGWEDEL (hhs). Die traditionelle Adventsausstellung in der Heimatstube fällt in diesem Jahr aus. Stattdessen hatte Jürgen Veth eine „Spardosen-Ausstellung“ organisiert.
Er hatte für mehr als 500 Spardosen aus vielen Epochen gesorgt, und da es einen ganz besonderen Ehrentag für das „Sparen“ gibt, den Weltspartag, fand die Ausstellungseröffnung natürlich an diesem Tag statt. Insgesamt lockte die ungewöhnliche Ausstellung rund 250 Besucher auf den Deicken-Wöhler Hof.
Sparen zählte bis vor Kurzem noch zu den positiven Tugenden, aber es kommt gegenwärtig aus der Mode, weil es sich nicht mehr lohnt: Die Zinsen liegen knapp um ein Prozent. Da wird es denn auch schwierig, auch Kindern zu raten, ihr Erspartes zur Bank aufs Sparbuch zu bringen. Der Zinsertrag geht dann häufig gegen Null.
Am Freitag zur Eröffnung seien vieler Bekannte Veths aus den Großburgwedeler Banken in die Ausstellung gekommen. Seit den Fünfziger Jahren sei es bei den Banken üblich gewesen, dass jedes Geldinstitut eigene Spardosen von unverwechselbarem Design zum Weltspartag an die Kinder vergeben worden, um sie mit den positiven Folgen einer Sparsamkeit vertraut zu machen.
Es fanden sich die bekannten Sparschweine verschiedener Größe darunter, die viele Jahre von den Volks- und Raiffeisenbanken ausgegeben wurden, die Elefanten von der Dresdner Bank und die kleinen abschließbaren runden Blechdosen, die schon etwas mehr Ähnlichkeit zu einer Kasse oder einem Tresor hatten. Aber auch ältere Modelle aus dem 18. und 19. Jahrhundert wurden gezeigt.
Da gab es massive Holzschachteln, die mit Eisenbändern geschützt und mit einem massiven Schloss versehen waren, viele Spardosen in Tiergestalt, als Miniaturgebäude mit einem Schlitz, selbst Spardosen in Form eines Sparbuches, dann humorvolle Modelle in Bierdosen- oder Fassform. Hier kamen viele Erinnerungen auf.
Die meisten Spardosen habe der Sammler Dr. Peter Müller aus Thönse beigesteuert. Einige andere Exemplare stammen aus Privathaushalten. Mit fast 250 Besuchern sei auch die Spardosenausstellung in der Heimatstube zu einer erfolgreichen Veranstaltung geraten. „Allerdings haben die jährliche Weihnachtsausstellung oder auch die Puppenausstellung deutlich mehr Besucher angelockt“, resümierte Jürgen Veth, Leiter der Heimatstube.
Als erfolgreich hat sich auch das angebotene Preisrätsel dargestellt, denn mehr als 25 Kinder unter 16 Jahren haben sich beteiligt. So viele junge BesucherInnen konnte die Heimatstube bei einer Wochenendveranstaltung im Winterhalbjahr noch nie verzeichnen. Dabei hat die 10-jährige Marlen Schell aus Isernhagen die beste Schätzung zum Inhalt eines Sparglases abgegeben.
Sie lag mit ihrem Tipp von 72,18 Euro nur geringfügig über dem tatsächlichen Inhalt von 71,53 Euro und hat damit den 1. Preis in Form des 30-Euro-Taschengeld-Sparschweins gewonnen. Weitere Gewinner der Kinderpreise sind: Tiloa Schell, Isernhagen, ein Monopoly-Spiel, Nika Tillmann, Burgwedel, ein Kinderbuch über Geld und Börse., Solveig Dahl, Burgwedel, eine Spardose mit Zählwerk und Charlotte Manz aus Burgwedel erhält ebenfalls eine Spardose mit Zählwerk
Die fünf Bücher von Cornelia Kuhnert „111 Orte rund um Hannover, die man gesehen haben muss“ für die erwachsenen Teilnehmer haben gewonnen: Christine Müller aus Nienhagen, Ursula Stein aus Engensen, Elke Freudenreich aus Burgwedel, Gudrun Döscher aus Burgwedel und Svenja Veth aus Isernhagen. Die Gewinner sind vom Leiter der Heimatstube benachrichtigt worden.