25 Naturfreunde bei der NABU-Abschlusswanderung

25 Naturfreunde trafen sich zur Jahresabschlusswanderung des NABU Burgwedel/Isernhagen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Gut Rixförde war diesmal Ausgangspunkt der Tour

BURGWEDEL (hhs). Es ist seit vielen Jahren Tradition beim NABU Burgwedel/Isernhagen, die Mitglieder zu einer Jahresabschlusswanderung einzuladen. Diese findet immer am letzten Sonntag vor Silvester statt.
Horst Hagenberg, langjähriger Vorsitzender der Naturschützer, arbeitet immer eine andere Route aus und erkundet sie bevor es dann morgens vom Domfrontplatz aus „in Fahrgemeinschaften“ in die freie Natur geht. In diesem Jahre war das „Grenzgebiet“ zwischen den Gemarkungen Fuhrberg und Hambühren im Bereich Rixförde Ausgangspunkt der Tour.
„Rekordbeteiligung“, strahlte Hagenberg. „25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten wir noch nie“. Die Route führte vom Gut Rixförde über den Rixförder Graben gut sieben Kilometer durch wunderschöne Waldbestände wieder zurück zum Gut.
„Rixförde“ bedeutet „Reichsfurt“, also eine flache Stelle, an der man mit Pferd und Wagen den betreffenden Wasserlauf bei normalem Wasserstand durchqueren konnte. „Reichsfurt", lässt von der Begrifflichkeit her auch vermuten, dass diese Bezeichnungen aus einer Zeit stammen, in der das Gebiet Grenzgebiet war und die Furt ein offizieller Grenzposten.
In jedem Fall bestand hier auf dem Gebiet des jetzigen Guts in früheren Zeiten ein Bauernhof, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zunächst durch starken Ankauf von Waldflächen und Veränderung seiner Schwerpunkte auf den Jagdbetrieb verändert wurde. Die dort noch vorhandenen Gebäude, die ursprünglich inmitten eines großzügigen Parkgeländes lagen, befinden sich heute mehrheitlich in einem desolaten Zustand.
Leider darunter auch ein architektonisches Kleinod, das sogenannte Teehaus, erbaut in den Jahren 1910/11 mit ovalem Grundriss und Haubendach, großen, von Säulen eigefassten Fenstern und einer Terrasse davor.
Dieses Teehaus gilt als das ungewöhnlichste Baudenkmal im Landkreis Celle. Die Formen des Gebäudes erinnern an Vorläufer aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. Der darin befindliche Kamin soll sein Vorbild im Heidelberger Schloss haben.
Als die NABU-Gruppe mit der Wanderung begann, nieselte es leicht, was allerdings niemanden an der Teilnahme hinderte. Wild sei leider nicht in Anblick gekommen, sagte Horst Hagenberg, als die Gruppe wieder zu ihren Fahrzeugen zurückkam. Allerdings habe man einige Kolkraben beobachten können, was vor einigen Jahren auch noch zu den seltenen Begegnungen in Feld, Wald und Flur gehört habe. Und einen Schwarzspecht habe man gesehen, der an dem dort reichlich vorhandenen Totholz im Wald nach Insekten gesucht habe. Zum Schluss wünschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegenseitig einen guten Rutsch ins neue Jahr.