25 Jahre Kindertagesstätte in Wettmar

Bürgermeister Axel Düker (rechts) bei seiner Ansprache und Ellen Flis, die Kita-Leiterin, Mitarbeiterinnen und Gäste. (Foto: Renate Tiffe)
 
Eine enge Zusammenarbeit gibt es zwischen der Kita und der Grundschule. Unter den Gästen war auch die Schulleiterin Sandra Müller-Herzberg. (Foto: Renate Tiffe)

Vier Regel- und zwei Krippengruppen - Integrationsgruppe als Herzstück

WETTMAR (ti). Es ist ein ereignisreiches Jahr für die Kindertagesstätte in Wettmar. Vier Umzüge hat es seit Juni innerhalb des Hauses gegeben bis alle vier Regel- und die Integrationsgruppe an Ort und Stelle waren und die beiden Krippengruppen im Nebengebäude ihren Platz fanden.
Der Hort ist in der Grundschule untergebracht. 148 Mädchen und Jungen im Alter von eins bis fünf Jahren besuchen zur Zeit die Kindertagesstätte. Gekrönt wurden alle Aktivitäten durch die Feiern anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Einrichtung. Sie fanden zuerst zusammen mit den Kita- und Krippenkindern statt und wurden jetzt mit einer offiziellen Einladung und einem Tag der offenen Tür begangen.
Im Jahr 1992 wurde die Tagesstätte an der Westerfeldstraße eingeweiht, nachdem vorher viele Jahre lang die Wettmarer Kinder nach Engensen gebracht werden mussten. Schon 1997 wurde die Anzahl der Gruppen erweitert und die Hortkinder mussten das erste Mal in die Grundschule umziehen.
Die Anforderungen an die Räumlichkeiten wuchsen kontinuierlich. Im Mai 2010 wurde die Krippe eröffnet und seit August 2011 gibt es die Integrationsgruppe im Haupthaus für 14 Regelkinder und vier Kinder mit besonderen Förderbedarf. Momentan gibt es zwei Krippengruppen mit zehn und zwölf Kindern bei ganzjähriger Aufnahmemöglichkeit. Die Warteliste reicht allerdings bis Juli 2018.
Als Herzstück der Regelgruppen schildert Ellen Flis, die Kita-Leiterin, selbst als Heilpädagogin ausgebildet, die Integrationsgruppe. Integration ist dabei nicht im heute üblichen Sinn im Zusammenhang mit der Zuwanderung aufzufassen. Vielmehr handelt es sich um Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Sprach- und Wahrnehmungsauffälligkeiten. Um sie kümmern sich zwei Erzieherinnen und eine Heilpädagogin, die bei Bedarf von externen Fachkräften wie Logopäden oder Ergotherapeuten unterstützt werden.
„Ich bin besonders“ - das gilt für jedes Kind und ist eins der Leitmotive, nach denen die Kita Wettmar ihre pädagogische Arbeit ausrichtet. Die individuelle Förderung verlangt, dass die Kinder sich wohlfühlen, sich beim Spiel und Freispiel entwickeln können - „Spiel ist die Arbeit der Kinder“ - und sich an einen strukturierten Tagesablauf gewöhnen. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern ist eine wesentliche Voraussetzung dafür.
Auch die räumlichen Gegebenheiten und deren kindgerechte Ausstattung spielen eine große Rolle. Wie sich die Besucherinnen und Besucher, mit und ohne Kinder, am Tag der offenen Tür überzeugen konnten, bietet die Stadt Burgwedel da optimale Bedingungen. Das betrifft das Angebot im Inneren der Gebäude u.a. mit Werk- und Bewegungsraum, mit altersgerechter Küche und kleiner Bücherei. Großer Wert wird auf die musikalische Bildung gelegt. Auch das großzügig angelegte Außengelände fordert zu Spiel und Bewegung an der frischen Luft heraus.
Nicht ohne Stolz hob der Bürgermeister in seinem Grußwort die Vorzüge dieser wie auch der anderen Burgwedeler Kindertagesstätten hervor. Bei der bedarfsgerechten Kinderbetreuung gehe die Stadt in ihren familienergänzenden Bildungseinrichtungen über den gesetzlichen Auftrag hinaus und habe Vorbildcharakter in der Region, sagte Axel Düker.
Daran werde weiter gearbeitet - eine nicht einfache Aufgabe, da es einen Mangel an qualifiziertem Personal gebe. Die momentanen Ausbildungsbedingungen reichten nicht aus. Er strebe eine eigene Ausbildung für die Stadt an, kündigte er unter dem Beifall der Zuhörenden an.