200 Kinder tummelten sich beim TSG-Zeltlager im Freibad

Die Kinder hatten viel Spaß bei den Wasseraktionen, die ihnen eine willkommene Abkühlung bei sommerlichen Temperaturen bescherten. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Bunte Zelte überall: Das TSG-Zeltlager im Freibad war ein voller Erfolg. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Die Stimmung blieb bombastisch trotz kurzer Regenschauer

GROSSBURGWEDEL (bgp). Das TSG-Zeltlager hat in der Stadt Burgwedel schon eine lange Tradition. Zum 27. Mal veranstaltete die Turnerschaft Großburgwedel das beliebte Zeltlager, an dem auch Betreuer teilnahmen, die schon als Kinder selbst mit Zelt und Schlafsack dabei waren.
Sichtlich entspannt war die Atmosphäre beim TSG-Zeltlager vor dem ersten Ferienwochenende. So stand zum Sommerauftakt von Donnerstagabend bis Samstagvormittag alles im Zeichen von Spielaktionen, Badespaß und Entspannung zwischendurch.
Im Jahr 2015 fand das TSG-Zeltlager erstmals im Freibad statt und nicht wie in den 25 Jahren davor auf der benachbarten Sportanlage. Das neue Konzept des Zeltlagers hatte sich bewährt und fand auch in diesem Jahr wieder jede Menge Anhänger, die sich mit Sack und Pack zum Freibad aufmachten. Der gewählte Zeitpunkt am Anfang der Ferien schließt die Betreuungslücke bis zum Beginn des Ferienbetreuungsangebotes der Stadt.
Sorgen um die Kinder brauchten sich die Eltern nicht zu machen, selbst Nichtschwimmer durften am Zeltlager teilnehmen. Rund 30 qualifizierte Betreuer sorgten für das Wohl der kleinen Gäste. Ein Team vom Schwimmverein und den Schwimmmeistern der Stadt Burgwedel hatte das Becken rund um die Uhr im Blick, auch in der Nacht wurde der Pool bewacht.
Wenn „Wasser“ auf dem Programm stand, erhielten die Nichtschwimmer zur Kennzeichnung eine rot-weiße Badekappe und blieben im Nichtschwimmerbereich. Spaß und Spiel im Wasser, Sonne und frische Luft machen hungrig und müde. „Wir haben 30 Prozent mehr Essen als im Vorjahr geordert“, erklärte der Vorsitzende der TSG, Uli Appel, lachend.
Aus langer Erfahrung mit dem TSG-Zeltlager sind den Betreuern große Mengen durchaus vertraut. Sie hatten kiloweise Möhren, Äpfel, Gurken oder Tomaten vorbereitet, Hunderte Brötchen ausgeteilt und waren dennoch erstaunt, mit welchem Appetit die Kinder außerdem noch jede Menge Nudeln, gegrillte Hamburger und Bratwürstchen verzehrten. Mit von der Partie waren vier junge Flüchtlinge, die vor längerer Zeit aus den Krisengebieten nach Deutschland kamen und sich trotz des Fastenmonats Ramadan voll im Betreuerteam einsetzten.
Die Zeit verging für alle wie im Flug bei Disco und Nachtschwimmen oder Kino. Zwischendurch blieb ausreichend Gelegenheit zum „Chillen“ mit Kartenspiel oder Freiluftschach, die Sandplätze für Beachvolleyball oder Beachsoccer luden zum Spielen und Toben ein.
Strandgefühl gab es in der großen Sandkiste rund um das Spielgelände des Kinderpools. Dort bauten die Kinder Sandburgen und spielten wie am Meer im Sand. War die erste Nacht für die Kinder noch sehr warm und etwas unruhig, fiel die zweite Nacht ziemlich still aus, da sie nach einem aufregenden Tag wohlig erschöpft in ihre Schlafsäcke gekrabbelt waren, sagte ein Betreuer.
Trotz einiger Wetterkapriolen hatten Zeltlager-Kinder und Betreuer Glück. Insgesamt gab es nur in der ersten Nacht Regen und stürmisches Wetter mit kurzem Donnergrollen, ansonsten blieb es weitgehend trocken. Nur der letzte Tag bescherte früh am Morgen und beim Abbau noch einmal kurzes kräftiges Duschen zum Abschluss, sodass auch der letzte Schlafsack nass wurde. Das wird viele Kinder nicht davon abhalten, wenn es im nächsten Jahr wieder heißt: „Auf ins Freibad zum TSG-Zeltlager“.