19 Jungen und Mädchen beim Lehrgang für Sportassistenten

Am Ende gab es Teilnahmebescheinigungen für die neuen Sportassistenten. Es bleibt der Wunsch der Ausbilder und Vereine, dass diese jungen Leute sich später zu Übungsleitern qualifizieren. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Erster Schritt für die Ausbildung zum Übungsleiter

FUHRBERG (hhs). Von Montag bis Donnerstag war jeden Tag emsige Betriebsamkeit auf dem Gelände des Sportvereins Fuhrberg. Hier fand ein Lehrgang statt, bei dem 19 Jungen und Mädchen zu sogenannten Sportassistenten ausgebildet wurden.
Diese Ausbildung ist eine Maßnahme, die die Sportjugend Niedersachsen in Kooperation mit dem Regionssportbund seit 2004 anbietet. „Wir hoffen, dass wir mit diesem Lehrgang bei den jungen Teilnehmern das Interesse für ein Ehrenamt wecken können“, formulierte der Vorsitzende des SV Fuhrberg Ralf Pesliak die Erwartungen der Vereine an dieser Maßnahme.
Allein „sein Verein“, der SV Fuhrberg hatte sechs Teilnehmer gestellt, andere kamen von der Turnerschaft Großburgwedel, aus Thönse, Laatzen, Bissendorf und dem Landkreis Celle. Drei Jungen und 16 Mädchen waren es diesmal, die sich morgens ab 9.00 Uhr mit ihren Ausbildern auf dem Sportgelände tummelten. Alle waren im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren.
„Eine sehr gute Gruppe“, freuten sich Nicole Endorf und Jörg Beismann von Sportjugend und Regionssportbund, die den umfangreichen Ausbildungsplan mit den Jugendlichen umsetzten. „Es gab keine Zickigkeiten, die haben alle konzentriert gearbeitet und die Stimmung sei bestens gewesen. Dieser Lehrgang verfügte über ein so hohes Maß an sozialer Kompetenz, wie wir es selten erleben“.
Ermüdungserscheinungen habe es trotz eines engen Ausbildungsplans auch nicht gegeben. Auf dem Stundenplan standen Gruppenleiterausbildung, Erste Hilfe, Stundenplanung und Gestaltung, Planung von Veranstaltungen in der Bandbreite von Kinderfasching bis Weihnachtsfeier, wie es Jörg Beismann ausdrückte, Reflektionen über die eigene Erwartungshaltung der Teilnehmer und Schulungen der Methodik. „Das ist eine ganz wichtige Grundlage für den späteren Erfolg der Jungen und Mädchen als Sportassistent“, brachte es Felix Decker vom Regionssportbund auf den Punkt. „Dabei geht es im Wesentlichen um die Frage, wie man Freude an der Bewegung in Spielen erreicht“. Und schließlich wurde der Aufsichtspflicht ein breiter Raum gewidmet.
Für die Sportvereine liege der Nutzen dieser Ausbildung darin, dass die Absolventen später als Sportassistenten den Übungsleitern an die Seite gestellt werden können. „Den Übungsleiterschein können Interessierte ab dem 16. Lebensjahr machen“, erläuterte Ralf Pesliak. „Viele von den heutigen Sportassistenten werden in ein paar Jahren dann auch Übungsleiter werden. Wir hoffen, dass diese neuen Sportassistenten jetzt ihren Weg machen vom aktiven Sportler zum Anleiter. Das kann eine sehr sinnvolle Hinführung zum Ehrenamt sein“.
Es sei häufig so, dass genau die Altersgruppe der Zwölf- bis Sechzehnjährigen in den Sportvereinen dünn sei. „Nur im Fußball gelingt es uns in aller Regel, einen durchgehenden Altersaufbau hin zu bekommen“, so Pesliak. In den anderen Sparten sei das ganz schwierig. In der Endphase der Schulausbildung würden die Jugendlichen aus den Vereinen verschwinden. Sie würden meistens erst nach Studium oder Lehre wieder erscheinen.
Am Ende der Ausbildung am Donnerstag gab es dann Teilnahmebescheinigungen für alle 19 Jungen und Mädchen. Und ein Merkblatt zu den Anforderungen, die die Ausbildung zum Übungsleiter beinhaltet. „Viele von unseren Sportassistenten sehen wir später bei der Übungsleiterausbildung wieder“, so die Erfahrung von Sportjugend und Regionssportbund.