14832 Arbeits- und Einsatzstunden

Stadtbrandmeister Ingo Motl (v. r.) beförderte Daniel Bergmann, Andre Krause und Roman Kaste zu Oberlöschmeistern. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Franziska Saal (l.) und Eddy Dorendorf wurden zur „Feuerwehrfrau des Jahres“ in der Großburgwedeler Feuerwehr gekürt. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Feuerwehr Großburgwedel blickt auf ein regenreiches Jahr mit 119 Einsätzen

GROSSBURGWEDEL (bgp). Eine volle Mehrzweckhalle zur traditionellen Jahreshauptversammlung der freiwilligen Feuerwehr Großburgwedel ist obligatorisch, wenn Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger seinen Bericht vorlegt.
Voller Stolz verkündete er den Mitgliederstand, der zurzeit bei 549 liegt, davon 72 Aktive und 21 engagierte Musiker sowie 27 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr, ergänzt durch Freunde der Wehr und Alterskameraden. Im Feuerwehrmusikzug könne man jedoch noch ordentlich Verstärkung gebrauchen, ließ der Ortsbrandmeister mit Blick auf die Tatsache wissen, dass die Feuerwehrmusikzüge der Stadt sich häufig gegenseitig aushelfen müssen.
Die 119 Einsätze der Feuerwehr umfassten in erster Linie technische Hilfeleistungen, zu denen die Aktiven 79 Mal ausrücken mussten. 40 Brandeinsätze waren erforderlich: "Glücklicherweise hatten wir keinen Großbrand", hielt Rüdiger fest. Unterstützung leistete die Feuerwehr Großburgwedel auch bei den Kameraden in Hildesheim, denen sie bei der Bekämpfung des Hochwassers im Juli 2017 zur Seite standen. Regenfälle und Sturm hatten die Burgwedeler Wehren ohnehin auch vor Ort in Atem gehalten.
Bürgermeister Axel Düker lobte die professionelle Arbeit der Feuerwehr, die auch von Stadtbrandmeister Ingo Motl wegen des hohen Ausbildungsstandes und der guten Ausstattung positiv hervorgehoben wurde.
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden zahlreiche Ehrungen und Beförderungen vorgenommen. Otto Hampe und Jürgen Ocker wurden aus dem aktiven Dienst mit einer Glas-Trophäe verabschiedet, Frederik Jung, Holger Siemer und Finja Brandt haben die Truppmann I und II-Lehrgänge erfolgreich hinter sich gebracht und wurden zum Feuerwehrmann bzw. -frau ernannt.
Die Auswahl für die Ernennung zum "Feuerwehrmann des Jahres" sei dieses Mal besonders schwer gewesen, verkündete Carsten Rüdiger verschmitzt: "Dieses Mal haben wir keinen Feuerwehrmann des Jahres, sondern eine Feuerwehrfrau ... und davon gleich zwei." Franziska Saal hatte am Vortag eine Abiturklausur geschrieben und war am Morgen des Versammlungstages noch bei einem Einsatz gewesen. Nun wurden sie und ihre Kameradin Eddy Dorendorf am Abend als "Feuerwehrfrau des Jahres" geehrt.
Eine Überraschung gab es auch für Ordnungsamtsleiterin Andrea Stroker, die im Rathaus für den Feuerwehrbereich zuständig ist. Sie nahm wie immer an der Jahreshauptversammlung teil, nichts war vorher zu ihr durchgedrungen, bis sie nach vorne gerufen wurde. Sie bekam das "Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande" verliehen und erhielt eine Urkunde, die vom niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius unterzeichnet ist. Die Ehrung erhielt Stroker für ihre „konstruktive, sachliche und engagierte Zusammenarbeit“ von Stadtbrandmeister Ingo Motl und dem stellvertretenden Brandabschnittsleiter Volker Kluth überreicht.
Vanessa Winkelmann erhielt den Rang Oberfeuerwehrfrau verliehen, Bernhard Bsteh wurde zum Oberfeuerwehrmann und Heiko Tillmann zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Michael Busch, Robin Herbst und Peter Jaeckel wurden von Ingo Motl zum Löschmeister ernannt, Oberlöschmeister wurden Daniel Bergmann, Roman Kaste und Andre Krause. Für 25 Jahre "Freund der Wehr" wurden Mathias Gräbner, Ralf Kamieth, Giesela Laue, Detlef Lehner, Dr. Günter Matschullat, Wolfgang Neddermeyer und Michael Parl geehrt, 40 Jahre "Freund der Wehr" sind Marcus Fortmüller und Jürgen Henke.
Hauptfeuerwehrmann Bernd Feyerabend und Brandmeister Christian Jelinski wurden für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt, Feuerwehrmann Willi Seehaus und Löschmeister Heinrich Hothan für 70 Jahre Mitgliedschaft. Hauptlöschmeister Michael Gilles, der sich als Jugendwart und Stadtjugendfeuerwehrwart "über das normale Maß hinaus" für die Belange der Jugendfeuerwehr einsetzt, erhielt für seine großen Verdienste eine Sonderehrung.