127 Sportler beim 27. Lauf um den Springhorstsee

Schon beim Start setzten sich die Favoriten an die Spitze. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
Der 18-jährige Fabian Kuklinski gewann den Silvesterlauf mit einer Spitzenzeit von 18:07 Minuten. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Erfolgsrezept: „Wer ins Ziel kommt, erhält bei uns einen Preis“

GROSSBURGWEDEL (hhs). Günter Tiller und seine Mitstreiter von der Leichtathletikgemeinschaft Großburgwedel gingen es am Silvester Mittag gelassen an. Die mehrheitlich älteren Herren draußen vor dem Eingang des Restaurants am Springhorstsee haben schließlich viele Jahre Routine, die nächsten beiden Stunden durchzustehen.
Der 27. Silvesterlauf stand auf dem Programm, diese Traditionsveranstaltung, bei der Läuferinnen und Läufer sowie Walker die 5,3 Kilometer lange Strecke rund um den Springhorstsee laufen. Die Organisatoren wissen: Die meisten angemeldeten Athleten kommen auf den letzten Drücker, kurz vor 13.30 Uhr. 97 Sportlerinnen und Sportler hatten sich angemeldet. Tiller weiß, meistens kommen noch eine Menge Nachmelder dazu, so knapp die Hälfte der Meldungen bei Nennschluss, und immer so etwa zehn bis 15 treten dann zum Lauf nicht an.
Auch die veränderten Rahmenbedingungen dieses Laufes ließ die Männer von der Leichtathletikgemeinschaft nicht zweifeln, immerhin sind im Lauf der vergangenen Jahre etliche Konkurrenzveranstaltungen zum Burgwedeler Silvesterlauf aus dem Boden geschossen: Der Maschseelauf in Hannover, ein Silvesterlauf in Lehrte und einige andere mehr.
Das bereitet Tiller keine Sorgen: „Die Sportler wissen: wer bei uns läuft und ins Ziel kommt, der erhält einen Preis und kann den auch gleich mitnehmen. Hier gibt es kein langes Theater, und die Preise sind wirklich gut“, sagt er. Ein Blick über die Parkflächen beweist: Die Sportlerinnen und Sportler kommen!
Die Beteiligung beim Start war gut, und wesentlich höher als im Jahr zuvor, als Eisregen dazu geführt hatte, dass einige der Teilnehmer sicherheitshalber zu Hause geblieben waren. Insgesamt waren es in diesem Jahr 127 Sportler, davon sechs Nordic Walker. Damit lag die Beteiligung um etwa ein Drittel höher als im vergangenen Jahr.
Und auch das Wetter spielte mit, nach drei verschneiten, verregneten und vereisten Jahren: Der prophezeite Nieselregen blieb aus, die Temperatur lag bei etwa 7 Grad Celsius, lediglich der böig wehende Wind machte den Athleten etwas zu schaffen.
Dann wurden alle an den Start gerufen. Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller hielt sich bei seiner Begrüßung kurz, Großburgwedel sei stolz auf dieses Laufevent zum Jahresende. Es sei gut, auch an Silvester etwas für die Gesundheit zu tun an der frischen Luft. Er wünschte den Sportlerinnen und Sportlern alles Gute auf der Strecke und ein frohes neues Jahr.
Dann hallte der Startschuss und im Nu waren die 127 Läufer und Walker an den knapp 200 Zuschauern vorbei und hinter der nächsten Ecke des Weges verschwunden. Günter Tiller sah auf seine Uhr und sagte: „In knapp 20 Minuten werden die ersten ins Ziel kommen“. Er wies mit der Hand in die Gegenrichtung, alle drehten sich um und schauten den Weg entlang. Die Zeit verging wie im Flug, bis plötzlich jemand rief: „Dort hinten kommt der Erste um die Kurve!“
Dann dauerte es noch gut eine Minute und Fabian Kuklinski von der LG Hannover lief mit 18:07 als Sieger ins Ziel. Um die Plätze kämpften mit sehenswertem Finish und für beide gemessenen 18:24 der Vorjahressieger Hans Heyer vom MBC Altwarmbüchen und Thomas Ruminski aus Hiddestorf.
Der Sieg beiden Frauen ging wie im Vorjahr an Sparta Langenhagen. Nicole Wachsmuth siegte in 24: 35. Auf den Plätzen folgten ihre Vereinskameradinnen Johanna Gropp und Roswitha Ebel. Den Einlauf der Walker machten Ingrid Buß und Hanne Friedrich aus Isernhagen FB und Eckhard Ruhbach und Karin Obermann, beide vom Laufclub Burgwedel, untereinander aus.