125 Jahre Sangesfreude in Fuhrberg

Der Vereinsvorsitzende Claus Witte begrüßte die Gäste zum Jubiläumskonzert. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Männergesangverein Liederkranz – Cellensia Celle feiert Jubiläum mit großem Konzert

FUHRBERG (bgp). Viele Fuhrberger waren der Einladung des Männergesangvereins gefolgt, um am vergangenen Sonntag das Jubiläumskonzert zum 125-jährigen Bestehen zu genießen.
Im voll besetzten Saal des Evangelischen Gemeindehauses bekamen die Sänger schon zu Beginn der Feier großes Lob. „Sie haben sich zusammengetan“ hob der Vorsitzende des Kreischorverbandes Jason Johnson die Fusion der beiden Männergesangvereine Liederkranz aus Fuhrberg und Cellensia aus Celle positiv hervor.
Er habe schon viele Chöre erlebt, die dieses versäumt hätten und deshalb nicht mehr existenzfähig seien. Diese Aussage verdeutlichte, dass die Fuhrberger gemeinsam mit den Celler Sangesbrüdern den richtigen Schritt getan und den Nachwuchssorgen etwas entgegenstellt haben, indem sie nun gemeinsam singen.
Die Bedeutung für das kulturelle Zusammenleben im Ort und die Unterstützung anderer Vereine mit Konzerten hob auch Stadtbürgermeister Axel Düker hervor, der ebenso wie Ortsbürgermeister Heinrich Neddermeyer das große ehrenamtliche Engagement lobte. Die Freude über das langjährige Bestehen sprang dann auch sofort auf das Publikum über, als die Sänger die ersten Lieder anstimmten.
Pastor Rainer Henne war sichtlich gerührt, als die letzten Akkorde des Liedes „Arcobaleno“ verklungen waren. „Das erinnert mich an meine Amtseinführung vor zwei Jahren“ erläuterte er in seiner Ansprache. Der Chor habe genau dieses Lied gesungen und da der Titel des Stückes „Regenbogen“ bedeute, habe er italienisches Gebäck in entsprechenden Farben für die Sänger mitgebracht, fuhr Henne schmunzelnd fort und überreichte die Päckchen an den Vereinsvorsitzenden Claus Witte.
Der Konzertnachmittag begeisterte die Zuhörer mit Volksliedern wie „Im schönsten Wiesengrunde“ oder „Ännchen von Tharau“, aber auch ein Ausflug in die weite Welt mit dem „Chianti Lied“ oder dem „Schifferlied“ unter der musikalischen Leitung von Naum Nußbaum verfehlte seine Wirkung nicht.
Ein weiterer Höhepunkt waren die Soloeinlagen von Ricarda Woeste mit „Schlösser, die im Monde liegen“ aus der Operette „Frau Luna“ ebenso wie Lieder aus den Musicals „My fair Lady“, „Cats“ und „Phantom der Oper“. Victoria Sara Svathi begleitete das vielfältige Konzert mit ihrem kunstvollen Klavierspiel. Der kurzweilige Nachmittag war für die Gäste viel zu schnell vorbei, an ihrem begeisterten Applaus ließ sich jedoch ablesen, wie gut es allen gefallen hatte.