111 Päckchen für Bulgarien von der Sonnenblumenschule

Die Kinder hatten eine Schlange gebildet, in der sie die Päckchen von der Schule zum Krankenwagen durchreichten. (Foto: Hans Hermann Schröder)

DRK Burgwedel sammelt erste Weihnachtspäckchen ein

THÖNSE (hhs). Am späten Freitagvormittag holten zwei Mitarbeiten des DRK Burgwedel mit einem Krankenwagen die Weihnachtspakete für die Kinder in Bulgarien in der Sonnenblumenschule in Thönse ab.
Ingrid Askamp und Anna Brosdowski hatten ihren Krankenwagen auf dem Schulhof geparkt und die hinteren beiden Türen geöffnet. Nun konnte es Losgehen mit dem Verladen der vielen Pakete. Mit einer Durchsage wurden schnell die Schülerinnen und Schüler in den Klassen informiert: Schuhe und Jacken anziehen und „Stellt Euch bitte in einer Reihe auf, von den Päckchen bis hin zum Krankenwagen. Und niemand rennt in der Schule!“
Die Klassentüren öffneten sich und alle Schüler der Sonnenblumenschule liefen schnellen Schrittes zu den Kleiderständern und sprangen in die Jacken. Sie rannten nicht sie eilten aber, das ist offenbar ein gewaltiger Unterschied: Jeder bemühte sich, an seinem Nächsten ohne Berührungen oder gar Remplern vorbeizukommen. Das gelang prima und schnell hatten die Kinder die Schlange gebildet, in der sie die Päckchen von der Schule zum Krankenwagen durchreichen sollten.
Weil in dem großen Haufen der Päckchen auch einige richtig große und schwere waren, trugen die größeren Schüler und die Lehrerinnen diese als erste zum Krankenwagen. Schließlich fragte jemand in die Runde, wie viele Pakete denn in diesem Jahr in Thönse zusammengekommen sind. Niemand wusste es.
Kurzerhand übernahmen zwei Jungen die Aufgabe des des Zählens. Für jedes Paket, das die Schule durch die Tür verlies, machten sie einen Strich auf einem Zettel. Am Ende waren es stolze 111 Päckchen, die aus den Ortschaften Engensen und Thönse zusammengekommen waren.
Und nun begannen die Kinder, die bunt verpackten Weihnachtspakete an ihre Nachbarn weiter zu reichen. „Macht das bitte langsam, damit kein Paket zu Boden fällt“, ermahnte Christine Boden die Kinder. „Sonst erhalten die Kinder in Bulgarien keinen Schokoladenweihnachtsmann, sondern nur Schokoladenbruch“. Das half, keines der Päckchen landete aus Versehen oder wegen unnötiger Hast auf dem Schulhof.
Auch in diesem Jahr wurde der Krankenwagen fast voll. In Großburgwedel würden die Weihnachtspäckchen nun auf einen großen LKW verladen, mit dem sie dann nach Bulgarien transportiert werden. Es komme immer wieder vor, dass die Mitbürgerinnen und Mitbürger in den Ortschaften erst in den kommenden Tagen ihre Weihnachtspakete packen und in den Schulen abliefern würden, sagte Ingrid Askamp. Sie werde Ende kommender Woche noch einmal die Schulen abfahren, und auch diese Weihnachtspäckchen für den Transport nach Bulgarien einsammeln, versprach die Mitarbeiterin des DRK Burgwedel. In der Woche darauf werde der LKW dann voll beladen mit den Paketen und vielen anderen nützlichen Dingen für die Schulkinder in Bulgarien seine lange Fahrt in den südlichen Balkan antreten.