Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz

Runár Karason wird von zwei Gegnern in die Zange genommen. Casper Mortensen kann nur aus der Ferne zuschauen. (Foto: st)

Recken starten in die Endphase ohne Punktgewinn

BURGDORF (st). Eigentlich müssten die Spieler der TSV Hannover-Burgdorf eine ganze Menge Frust vor sich herschieben. Nach sieben Spielen im Jahr 2017 haben Keeper Martin Ziemer und seine Mitstreiter die bittere Bilanz von 0:14-Punkten erreicht und sind nach einer tollen Hinrunde und dem starken Platz 5 nach 19 Spieltagen mittlerweile durchgereicht worden. Aus 22:14-Punkten stehen jetzt 22:28-Punkte auf dem Konto und das Saisonziel 10.Platz ist gefährdet. In den kommenden Begegnungen wollen Trainer Jens Bürkle und sein Team aber durchstarten und allen Fans zeigen, dass die negative Phase beendet ist und jetzt wieder bessere Zeiten beginnen.
Der Weg zu einer positiven Bilanz lässt den Frust verschwinden. Die Mannschaft hatte immer wieder mit Verletzungen von Akteuren zu kämpfen, konnte selten, auch in der Vorbereitungsphase im Januar, zusammen trainieren und musste deshalb den Traum von der Teilnahme am Europapokal in der kommenden Saison abschreiben. Mit Csaba Szücs und Abwehrchef Erik Schmidt wurden wichtige Defensivspieler vermisst. Zudem konnten Torge Johannsen, Malte Semisch, Mait Patrail und Sven-Sören Christophersen einige Partien nicht mitwirken. Besonders die Abwehr litt unter den Umständen und die lange Zeit hohe Stabilität und Wirksamkeit wurde von schlechter Abstimmung und vielen Baustellen im Abwehrverbund abgelöst. Die Folge waren bittere Niederlagen, wie in eigener Halle gegen HBW Balingen-Weilstetten (26:29), bei HC Erlangen (26:27), bei MT Melsungen (30:33) oder bei der HSG Wetzlar (30:34). Dabei hielten die Recken gegen die Topteams Rhein-Neckar Löwen (26:30), SG Flensburg-Handewitt (25:30) und THW Kiel (26:27) die Niederlagen durchaus im Rahmen und spielten gut mit. Etwas Zählbares sprang allerdings nicht heraus und das zählt, um in der Tabelle in die angestrebten Regionen zu kommen.
Das Programm des Spielplans hatte es zum Start der Rückrunde in 2017 allerdings in sich. In Heimspielen gegen Topteams und in Auswärtsspielen bei heimstarken Gegnern, einige Niederlagen konnten da durchaus erwartet werden. Das soll die Leistungen und letztlich das bisherige Resultat aber keinesfalls beschönigen. Die Mannschaft konnte nicht das umsetzen, was gefordert wurde und muss sich jetzt aus dem negativen Sumpf selbst befreien. Das wissen die Spieler und das weiß der Trainer, der letztlich aber zuversichtlich ist. Bürkle hat auch nach den Erfolgen Ende 2016 immer gesagt, dass es noch eine schwere Saison wird und das angestrebte Ziel nicht ein Europapokalplatz ist. Er hat seine Mannschaft wohl richtig eingeschätzt.
Das Ziel ist ein Platz unter den Top Ten und zumindest Platz 10 können und wollen die Recken in den nächsten Wochen mit aller Macht erreichen. Auch wenn eine Wiederholung von Platz 7 aus der vergangenen Serie nicht mehr realisierbar erscheint, sollen in den kommenden Wochen wieder Erfolge den Weg der TSV bestimmen und keine negativen Schlagzeiten. Die Voraussetzungen sind durchaus verbessert, denn bis auf Csaba Szücs konnten sich alle Verletzten wieder zurückmelden und damit kann ein verstärkter Kader ins Rennen geschickt werden.
Die nächsten drei Partien, wie auch das gesamte Restprogramm, werden aber eine hohe Konzentration von Kai Häfner und Co fordern. Am Ostersonntag, 16. April, trifft die TSV Hannover-Burgdorf in der DKB Handball-Bundesliga auf den SC Magdeburg. Der SCM ist die Mannschaft der Stunde in der Bundesliga und hat sich nach dem Abrutschen auf den 8. Platz und 16:14-Punkten ganz im Gegensatz zu der TSV mit einer Siegesserie von acht Erfolgen bis auf den 5.Platz vorgearbeitet. Nach der deklassierenden 22:37-Niederlage in Magdeburg gegen Burgdorf wollen die Magdeburger in der TUI-Arena einen Sieg. Die TSV will dagegenhalten und vor den eigenen Fans eine tolle Osterüberraschung schaffen. Karten für das Spiel gibt es noch beim MARKTSPIEGEL-Verlag und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Mit den Auswärtsspielen beim VfL Gummersbach (23. April) und bei den Füchsen Berlin (26. April) geht es dann für die Recken weiter. Die letzten Begegnungen der Saison 2016/2017 bestreiten die TSVer dann gegen TVB 1898 Stuttgart, beim TSV GWD Minden, gegen SC DHfK Leipzig, bei HSC 2000 Coburg, gegen TBV Lemgo und beim Bergischen HC.