Wird der Heesseler SV für den RSE zum Stolperstein?

Barsinghausens Tim Jüngling (links) rutscht auf dem Ball aus, während er von Heeßels Philip Hellberg (rechts) bedrängt wird. (Foto: Kamm)

RSE darf sich keinen Ausrutscher mehr erlauben

RAMLINGEN (kd). Zu den Gewinnern der Nachholspiele in der Fußball-Landesliga durfte sich über Ostern der SV Ramlingen/Ehlershausen zählen, obwohl die Ramlinger gar nicht im Einsatz waren. „Der Spieltag am Sonnabend lief prima für uns“, gab dann auch Trainer Kurt Becker freimütig zu, als er von der 0:1-Niederlage des SV Bavenstedt gegen den Tabellenführer HSC Hannover und der 0:2-Niederlage des TuS Sulingen bei der SG Hameln 74 erfuhr. Dagegen blieb die Schützenhilfe des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide für den RSE aus, da die „Krähen“ am Montag gegen den SV Bavenstedt mit 2:3 den Kürzeren zogen.
Trotzdem gibt sich Kurt Becker optimistisch. „Jetzt werden die Karten im Aufstiegsrennen wieder neu gemischt.“ Doch weiß Ramlingens Trainer, dass allein im Monat April auf seine Mannschaft schwere Aufgaben warten: am Sonntag, 3. April, zu Hause ab 15 Uhr gegen den Heesseler SV, am Mittwoch, 6. April, ab 18.30 Uhr beim OSV Hannover, am 10. April beim TSV Pattensen, am 16. April zu Hause gegen den Tabellenführer HSC und am 24. April beim STK Eilvese.
„Wir werden es jedoch bis zum Saisonende versuchen", versprach Ramlingens Trainer, der sich darüber bewusst ist, dass bereits der kommende Gegner Heesseler SV alles daran setzen wird, zum Stolperstein für seine Mannschaft zu werden. „Den Heeßelern ist ihre 0:6-Niederlage aus dem Hinspiel noch ein Dorn im Auge", weiß Kurt Becker. „Darauf habe ich meine Mannschaft bereits eingestellt.“ Becker muss im Derby mit Marvin Omelan (Bänderriss), Johannes Lübow (Schlag auf den Knöchel), Dustin Reinhold (beruflich in Polen) und Bülent Durduran (privat verhindert) auf vier Spieler verzichten. „Nicht weiter tragisch, da unser Kader groß genug ist“, gibt sich Ramlingens Coach optimistisch, der für die kommenden Saison bereits mit 18 Spielern die Verträge verlängern konnte.
Entscheidendes tut sich in Ramlingen auch in der Torhüterfrage. Da Christian Schulz aus beruflichen Gründen als Torhüter nicht mehr zur Verfügung steht, ebenso wie Tim Schulze, der künftig in Hamburg arbeiten wird, wurde für die kommende Saison mit Benjamin Brosche ein Torhüter vom Heesseler SV wieder zurückgeholt, der künftig mit Kevin Tews das Tor der Ramlinger Bezirksligamannschaft hüten wird. Für die Landesligamannschaft werden weiterhin Marcel Maluck und Andrè Wessoleck als Torhüter zur Verfügung stehen.
„Ich brauche nicht extra zu betonen, dass wir natürlich vom Hinspiel her durch unsere 0:6-Schlappe eine Rechnung mit den Ramlingern offen haben", gab Heeßels scheidender Trainer Niklas Mohs zu, dessen Elf am Ostermontag zu Hause in einem Nachholspiel gegen den TSV Barsinghausen im Einsatz war, das der kleine HSV erwartungsgemäß durch Tore von Hendrik Großöhmichen (14.), Jannis Iwan (53.) und Niklas Rohden (62. und 82.) mit 4:0 (1:0)-Toren gegen den Tabellenvorletzten für sich entschied. „Das war kein Maßstab für das Spiel am Sonntag in Ramlingen“, ist sich Niklas Mohs bewusst, der mit Steven Kriesten (Bänderdehnung), Patrick Schuder (Urlaub), Jan-Henrik Matthes (Urlaub) und dem Neu-Ramlinger Benjamin Brosche (Verletzung) auf vier Spieler im Derby verzichten muss. „Nun hat sich Yannik Bahls im Spiel gegen den TSV Barsinghausen wahrscheinlich auch noch einen Nasenbeinbruch zugezogen, so dass wir ihn zu Beginn der 2. Halbzeit auswechseln mussten. Es wäre schade, wenn Yannik am Sonntag in Ramlingen auch noch ausfallen würde", gab Heeßels Kotrainer Simon Kirsch zu.