Wieder ein großes Handball-Event in der TUI-Arena

Vor einem Jahr konnten Morten Olsen und Co in der fast vollbesetzten TUI-Arena gegen Eintracht Hildesheim eine überzeugende Leistung abliefern. (Foto: Holger Staab)

TSV Hannover-Burgdorf erwartet gegen TuSEM Essen knapp 8000 Zuschauer

BURGDORF (hs). Es ist schon lange her, dass die damalige TSV Burgdorf als Regionalligist im Viertelfinale des DHB-Pokals den mutigen Schritt wagte und am 2. März 2003 in der Preussag Arena gegen den Bundesligisten TuSEM Essen spielte. Viele Experten belächelten den Schritt in die Event-Arena, aber am Ende hatte der Handball und der ganze Sport in Hannover seine Geschichte und einen eindrucksvollen Beweis, dass Handball in Hannover etwas bewegen kann. Die Erfolgsgeschichte der heutigen TSV Hannover-Burgdorf setzte sich fort. Am Sonnabend, 15. Dezember, ab 19 Uhr ist eben die TuSEM Essen wieder in Hannover zu Gast und es soll wieder ein Fest gefeiert werden.
Die TSV ist mittlerweile nicht mehr Regionalligist und der Favorit ist nicht mehr die Mannschaft aus Essen. Dennoch wollen die Niedersachsen kurz vor dem Weihnachtfest ein Feuerwerk entfachen und ihre Anhänger nicht nur von ihrem Spiel, sondern auch von der großen Event-Halle begeistern. Dazu erwarten die TSV-Verantwortlichen 8000 Zuschauer, obwohl sie nach der Terminverschiebung und dem Ortswechsel von der AWD-Hall in die TUI-Arena viel Kritik einstecken mussten. Der Wechsel scheint sich allerdings zu lohnen, denn die Vorverkaufszahlen sprechen für sich und auch im vergangenen Jahr war der Umzug beim Bundesligaspiel gegen Eintracht Hildesheim mit Rekordzuschauerzahlen gelungen.
„Nach den Erfahrungen aus dem Vorjahr wollten wir dem Umfeld der TSV Hannover-Burgdorf dieses Erlebnis erneut möglich machen. Zudem wird die Multifunktionsarena TUI Arena in ihrer ereignisreichen Chronik um ein weiteres Handball-Highlight erweitert“, meinte TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton zu der Entscheidung: „Wir hoffen, der Handballregion Hannover ein tolles Handballfest kurz vor Weihnachten bieten zu können und wollen zudem Revanche für die Pokalschlappe aus dem Jahr 2003 gegen TUSEM Essen nehmen. Das Erlebnis ist für viele Handballfans der Region, trotz neun Jahren abstand, immer noch präsent.“
Und auch für die beiden Trainer der TSV, Christopher Nordmeyer und seinen Co-Trainer Alexander Grah, die damals als Spieler dabei waren, wird es eine emotionale Begegnung, denn sie haben die Partie vor der damals sensationellen Kulisse von 8443 handballbegeisterten Fans nicht vergessen. Am Sonnabend geht es allerdings auch um wichtige Punkte im Kampf um den bisher tollen 6. Platz in der laufenden Saison. Die Spieler um Spielmacher Morten Olsen sind als Favorit gefordert, denn Essen hat in der bisherigen Spielzeit erst einen Pluspunkt erobern können und ein weiterer Punkt soll ihnen in der TUI-Arena nicht gelingen.
Dazu muss sich die TSV trotz guter Ansätze und bisher 19:11-Punkten voll ins Spiel reinknien. TuSEM hat sich nach dem Trainerwechsel, Maik Handschke machte Platz für Christian Prokop, weiter verbessert und will endlich einen doppelten Punktgewinn. Die Defensive der Niedersachsen muss deshalb sicher stehen und Leistungen, wie bei der vermeidbaren Auswärtsniederlage beim SC Magdeburg, nicht wiederkehren lassen. Die Gäste haben mit Rückraumspieler Fabian Böhm vom Bergischen HC und Kreisläufer Toon Leenders von der HSG Nordhorn-Lingen zwei gute Spieler verpflichtet und wie auch Hannes Lindt oder Jonas Ellwanger können die dem TSV-Tor gefährlich werden.
TuSEM-Coach Prokop kennt die Hannoveraner, denn er war lange Zeit für den HSV Hannover tätig. So wird er versuchen, mit seiner Taktikauswahl zu punkten und die TSV in Schwierigkeiten zu bringen. Der Gastgeber muss dagegenhalten und zu seinem Spiel finden. Wenn die Chancenverwertung am Sonnabend stimmt, die TSVer an die beeindruckenden Leistungen in dieser Saison anknüpfen kann und die Aggressivität, wie beim 31:28-Sieg am vergangenen Sonnabend bei Frisch Auf Göppingen, zeigen kann, dann sollte die Revanche für die vor neun Jahren stattgefundene Pokalpartie glücken. Der damalige Spieler Stephan Krebietke fungiert übrigens jetzt als sportlicher Leiter bei TuSEM. Einige Akteure aus der Essener Mannschaft von 2003 sind aber auch immer noch aktiv, wie zum Beispiel Oliver Roggisch und Michael Haaß, die aber mittlerweile bei anderen Bundesligisten spielen.
Karten für dieses Handball-Event in der Vorweihnachtszeit gibt es noch beim MARKTSPIEGEL und in allen anderen bekannten Vorverkaufsstellen.