Wetterchaos führte zu einer Verlängerung beim Jubiläumsturnier um den PORTA-Cup

Christa Brennecke von der Sparkasse Hannover (3.v.r.) übergibt die Prämien der Aktion „Seid fair zu Schiris“ an den Havelser Kapitän Patrick Posipal (Mitte) und die Heeßeler Benjamin Brosche und Fabian Hellberg. (Foto: Uwe Jackowski)
 
Havelses Saliou Sané (Mitte) tanzt mit dem Ball, während Marvin Omelan, Patrick Ehlert und Patrick Hiber von der TSV Burgdorf nur andächtig zuschauen. (Foto: Kamm)

Nachwuchsmannschaft von Hannover 96 sorgte für Eklat durch vorzeitige Spielaufgabe

RAMLINGEN (de). Unter keinem guten Stern stand in diesem Jahr das 25. PORTA-Pokalturnier in Ramlingen. Ausgerechnet die Jubiläumsveranstaltung war von Pech und Pannen begleitet. So litt die zweiwöchige Veranstaltung nicht nur unter dem schlechten Wetter, was einige Zuschauer kostete, sondern zu allem Überfluss schied der Veranstalter SV Ramlingen/Ehlershausen bereits nach der Vorrunde als Gruppenletzter aus.
Doch damit noch nicht genug. Auch der Pokalverteidiger Hannover 96 II musste als Gruppendritter der Vorrunde der Gruppe B die Segel streichen. Das lag nun keineswegs in der Leistung der 96er begründet, die bis zum letzten Vorrundenspieltag gegen Arminia Hannover bereits zwei Siege verbuchen konnten, sondern lag daran, dass die 96er trotz einer 1:0-Halbzeitführung durch das Tor von Lars Fuchs (7.) nach der Halbzeit gegen die Arminen nicht mehr antraten. Vorausgegangen war ein Foul durch den Arminen Ole Wegener an dem 96er Giacomo Serone (40.), der verletzt vom Platz musste. Für das Foul sah der Armine die Rote Karte. Genauso übrigens wie der 96er Deniz Kadah, der wegen einer anschließenden Tätlichkeit nach einer Roten Karte vorzeitig die Kabinen aufsuchen musste. Da sich auch noch Lars Fuchs zuvor verletzt hatte, traten die 96er aus Furcht vor einer weiteren Eskalation in der 2. Halbzeit nicht mehr an. So war der Veranstalter nach den Regeln des DFB gezwungen, das Spiel mit drei Punkten und 5:0-Toren für die Arminen zu werten, was den 96ern dann bei Punktgleichheit mit Arminia Hannover und TSV Burgdorf aufgrund des schlechteren Torverhältnisses die Halbfinalteilnahme kostete.

SCL ohne Losglück

Somit zog Arminia Hannover als Sieger der Gruppe B mit sechs Punkten vor der punktgleichen Mannschaft von der TSV Burgdorf, neben dem Sieger der Gruppe A, dem SC Langenhagen, und TSV Havelse in das Halbfinale ein, das am Freitag stattfinden sollte. Auch diese Veranstaltung endete im Chaos, was keineswegs am Veranstalter lag, sondern an den katastrophalen Witterungsbedingungen. So wurde das erste Halbfinale zwischen Arminia Hannover und dem SC Langenhagen in der 76. Minute wegen eines Gewitters abgebrochen. Bis zu diesem Zeitpunkt stand es nach den Toren des Arminen Tugay Tasdelen (7.) und Marcel Ibanez (71.) 1:1- Unentschieden. Beide Vereine einigten sich auf ein Losverfahren, nachdem der Schiedsrichter ein Elfmeterschießen nicht mehr anpfeifen wollte. Beim Losen erwiesen sich die Arminen als das glücklichere Team und zogen dadurch in das Endspiel ein.
Auf den Gegner mussten die Arminen allerdings bis zum Sonntag warten, da das zweite Halbfinalspiel am Freitagabend zwischen der TSV Burgdorf und dem TSV Havelse aufgrund des immer noch andauernden Unwetters erst gar nicht angepfiffen wurde. Auf Vorschlag von TSV-Trainer Volker Herfort wurde die Partie dann auf Sonntag, den ursprünglichen Endspieltag verlegt. Allerdings hatte Burgdorfs Trainer offensichtlich nicht damit gerechnet, dass der Akku der vom MARKTSPIEGEL-Cup strapazierten Burgdorfer Spieler völlig leer war, so dass die TSV-Kicker so nur ein Spielball für den zwei Klassen höher spielenden Regionalligisten aus Havelse waren.

TSV-Akku ist leer

Bereits zur Pause hatten Marco Hansmann (3.), Marc Vucinovic (25.), Patrick Posipal (33.) und Maurice Maletzki (34.) mit dem 4:0 bereits für die Vorentscheidung gesorgt, die Maurice Maletzki (49.) und Christoph Beismann (52.) unmittelbar nach der Pause zum 6:0-Endstand ausbauten.
Durch die Verlegung des zweiten Halbfinalspiels auf Sonntag waren die Veranstalter gezwungen, das Endspiel zwischen Arminia Hannover und dem TSV Havelse auf den gestrigen Dienstag zu verlegen. (Ergebnis lag bei Redaktiosschluss noch nicht vor). Somit kam es in der nunmehr 25-jährigen Geschichte des Porta-Pokals erstmals zu einer Verlängerung des Turniers.
Unabhängig vom Ausgang des Turniers wurden bereits die Halbfinalisten mit Geldprämien sowie die Gewinner des Fairness-Wettbewerbs der Sparkasse Hannover sowie die Gewinner der großen Tombola mit Preisen bedacht. So nahmen die unterlegenen Halbfinalisten vom SC Langenhagen und der TSV Burgdorf jeweils 250 Euro in Empfang.

Havelse Fair Play-Sieger

Unabhängig vom Spielausgang des Endspiels durfte sich der TSV Havelse bereits über eine Betrag von 500 Euro freuen. So wurde der Regionalligist nach den Spielen der Vorrunde von den Schiedsrichtern als das fairste Team ausgezeichnet. Das faire Auftreten der Havelser wurde von der Sparkasse Hannover mit 500 Euro belohnt. Als zweitfairstes Team der Vorrunde durfte sich der Heesseler SV noch über 250 Euro freuen, die Benjamin Brosche und Fabian Hellberg aus den Händen von Vertriebsleiterin Christa Brennecke von der Sparkasse Hannover erhielt, die auch Havelses Kapitän Patrick Posipal den Siegerscheck über 500 Euro überreichte. Bei der Bewertung der Sieger der gemeinsamen Aktion von RSE und der Sparkasse Hannover „Seid fair zu Schiris“ spielten die Schiedsrichter die entscheidende Rolle. So wurden von den Schiris Schulnoten für das Verhalten der Mannschaften in Sachen Faiplay, Respekt vor Schiri und Gegner sowie das Verhalten von Trainer und Betreuer bewertet.

Tombola bleibt in RSE-Hand

„Den gut 2.200 Zuschauern wurde an allen acht Turniertagen etwas geboten“, fanden RSE-Pressesprecher Gerhard Grupp und Werner Schmidt als der zuständige Mann für die Bestückung der reichhaltigen Tombola, die einen Wert von 4.000 Euro besaß. So freuten sich die beiden RSE-Öffentlichkeitsarbeiter zusammen mit Melanie Grube aus Engensen, die einen von der TUI gestifteten Reisegutschein im Wert von 500 Euro gewann. Auch die anderen Hauptgewinnne blieben nahezu in der Hand von RSE-Fans, die bei der Ziehung das nötige Glück besaßen. Über neue Fahrräder, die von der HAZ und vom Großburgwedeler Radhaus Gero Schneider gestiftet wurden, konnten sich sich Olaf Voltmer aus Ehlershausen und Hildegard Lange aus Ramlingen freuen.
Auch Sabine Becker, die Ehefrau des Ramlingers Trainers, gehörte wie im Vorjahr zu den Gewinnern und durfte erneut eine von der Firma Bree gestiftete Damenhandtasche aus Leder in Empfang nehmen. Auch der frühere Ramlinger Reservetrainer und heutige Burgdorfer FC-Coach Michael Hoffmeister kam nicht zur kurz und nahm einen riesigen von der Firma Cramer spendierten Präsentkorb in Empfang.