Weiteres Heimspiel gegen eine Topmannschaft

Wie gegen die Akteure Andy Schmid und Alexander Petersen von den Rhein-Neckar Löwen hofft Mait Patrail auch gegen HSV Hamburg auf freie Bahn. (Foto: st)

Für die TSV Hannover-Burgdorf reihen sich die Höhepunkte aneinander

BURGDORF (st). Nach dem Abenteuer Europapokal steht im Dezember wieder der Ligaalltag auf dem Programm der TSV Hannover-Burgdorf. Heute versucht die Mannschaft um Trainer Christopher Nordmeyer noch in die Gruppenphase des EHF-Cups im kommenden Jahr vorzudringen, am Mittwoch steht gegen den HSV Hamburg schon wieder ein hammerhartes Heimspiel auf dem Programm der DKB Handball-Bundesliga, Hoffentlich kostet die heutige Partie gegen die Kadetten Schaffhausen nicht zuviel Kraft, damit noch Reserven für das Spitzenteam des HSV vorhanden sind.
Vier Heimspiele hintereinander und das in kürzester Zeit. Die Recken der TSV Hannover-Burgdorf sind in den kommenden Wochen extrem gefordert und wollen sich mit viel Herz und Kampfkraft in der Bundesligatabelle auf dem guten Mittelfeldplatz halten. Nach dem Heimspiel gegen Schaffhausen und dem Heimspiel gegen Hamburg werden in der Swiss Life Hall noch die Begegnungen gegen MT Melsungen am 8. Dezember und das erste Rückrundenspiel gegen ThSV Eisenach am 14. Dezember ausgetragen. Innerhalb von gut zwei Wochen vier Partien vor eigenem Publikum, die den Weg der Recken sowohl in der Liga wie auch im Europapokal aufzeigen.
Die beiden Spiele gegen Melsungen und Eisenach sind für Trainer Christopher Nordemeyer aber noch weit weg. Zunächst wird die Aufgabe gegen Hamburg in den nächsten Tagen den Trainingsalltag bestimmen. Der HSV ist nach zwei Niederlagen zum Saisonstart mit neun Siegen in Folge durch die Tabelle gestürmt und hat sich wieder einen Spitzenplatz erarbeitet. Erst bei der SG Flensburg/Handewitt gab es am 12. Spieltag einen erneuten doppelten Punktverlust.
Trainer Martin Schwalb hat ein Team von Weltklassespielern zusammen und die HSVer sind in Hannover am Mittwoch, 4. Dezember, ab 20:15 Uhr, klarer Favorit. Sowohl die Torwarte Johannes Bitter und Marcus Cleverly, wie auch die massive Deckung der Hansestädter, sind schwer zu überwinden. Aus dem Rückraum stehen mit Joan Canellas, Petar Djordjic, Pascal Hens, Blazenko Lackovic, Adrian Pfahl und Domagoj Duvnjak gleich eine ganze Reihe an Fernwurfspezialisten zur Verfügung. Auch auf den Außenpositionen hat Schwalb mit Matthias Flohr, Torsten Jansen, Kentin Mahé, Hans Lindberg und Stefan Schröder die Qual der Wahl und ein Luxusproblem. Dazu kommen mit Henrik Toft Hansen und Andreas Nilsson noch zwei exzellente Kreisläufer. Da kann der HSV-Coach auch schon einen oder zwei verletzte Spieler entbehren und die TSV weiß dennoch, was für eine massive Qualität in der hannoverschen Halle auflaufen wird.
Bei den Recken ist das anders, sie werden auf ihre verletzten Spieler Torge Johannsen und Tamas Mocsai verzichten müssen und die sind schwer zu ersetzen. Dennoch will die Mannschaft um Borut Mackovsek alles versuchen, um die Hamburger in Gefahr zu bringen. Bisher kassierten sie in den Heimspielen gegen die Spitzenteams Rhein-Neckar Löwen (26:38), Füchse Berlin (33:35) und THW Kiel (24:30) durchweg Niederlage. Vielleicht gelingt eine Überraschung und ein Sieg trotz der starken Belastung, die die Mannschaft augenblicklich durchmacht. Dann müsste allerdings in der Offensive, wie auch in der Defensive alles passen und zudem der HSV eine Schwächephase durchmachen. Möglicherweise hilft aber auch das hannoversche Publikum, die Halle wird gut gefüllt sein, mit ihre Unterstützung, ein knappes Ergebnis oder sogar eine kleine Sensation zu verwirklichen.