Was kann die TSV gegen den Favoriten erreichen?

Das Team der TSV Hannover-Burgdorf. (Foto: st)

Recken treten im ersten Heimspiel gegen SG Flensburg-Handewitt an

BURGDORF (st). Nach der ersten überzeugenden Vorstellung der noch jungen Saison 2016/2017 bei FrischAuf! Göppingen kann die TSV Hannover-Burgdorf am Sonnabend, 10. September, ab 19 Uhr gegen ihren vermeintlichen Lieblingsgegner antreten. Das ist mit der SG Flensburg-Handewitt der Vizemeister der vergangenen Spielzeit. Aber in der Swiss Life Hall haben die Burgdorfer in den letzten vier Begegnungen gegen die Topmannschaft nicht mehr verloren.
Die Recken haben eine gute Vorbereitung absolviert. Trotz der Dezimierung im Kader durch die drei Olympiafahrer Kai Häfner, Morten Olsen und Casper Mortensen absolvierten die Spieler um Trainer Jens Bürkle acht intensive Wochen, die umfänglich genutzt werden konnten und da wurde neben der Fitness die neuen Regeln mit ins Spielsystem integriert und die mannschaftliche Geschlossenheit gefördert.
Im Pokal konnten die Spieler um Keeper Martin Ziemer ihrer Favoritenrolle gerecht werden und erreichten das Achtelfinale, jetzt ist aber Punktspielzeit in der DKB Handball-Bundesliga und die ersten beiden Pluspunkte beim 34:23-Kantersieg beim EHF-Pokalsieger FrischAuf! Göppingen bereits eingefahren. In eigener Halle soll es jetzt auch klappen.
Mit viel Elan und Engagement wollen die TSVer gegen die Weltklassemannschaft antreten und freuen sich auf ihr Publikum, die Unterstützung von den Rängen und die energiegeladene Heimatmosphäre in Hannover, die Mait Patrail und Co immer wieder zu tollen Leistungen pushen kann.
Die beiden 25:25-Remis gegen die Flensburger in den letzten Serien waren hochdramatische Partien und das könnte heute wieder so sein. Dabei darf die Qualität der Gäste natürlich nicht außer Acht gelassen werden. Nach der Vizemeisterschaft in der Serie 2015/2016 will die SG um ihren Coach Ljubomir Vranjes auch in der noch neuen Saison ganz vorne mitmischen. In der Vorbereitung zur vergangenen Saison musste er viele Neuzugänge in das Team integrieren. Das fällt in diesem Jahr weg und könnte ein Vorteil für die SG sein. Mit Ivan Horvat vom kroatischen Verein GRK Varazdin steht nur ein Neuzugang bereit. Als Abgang haben die Flensburger nur Kresimir Kozina zu den Füchsen Berlin ziehen lassen.
Den Vorteil einer eingespielten Mannschaft hat aber auch die TSV, die mit Fabian Böhm ebenfalls nur einen neuen Spieler ins Team integrierte. Leider wird mit Csaba Szücs, der sich im Testspiel gegen HC Motor Saporoshje verletzte, ein Spielmacher fehlen und Linksaußen Lars Lehnhoff ist am Knie verletzt. Auch der Einsatz von Kreisläufer Joakim Hykkerud ist noch gefährdet.
Die Gäste sind klar in der Favoritenrolle. Die SG ist auf jeder Position doppelt stark besetzt und hat mit Mattias Andersson, Petar Djordjic, Lasse Svan, Anders Eggert, Thomas Mogensen, Henrik Toft Hansen und Kentin Mahé absolute Tophandballer im Team und mit Rasmus Lauge nur einen Akteur, der nicht einsatzbereit ist. Kann die TSV lange mithalten und bis in die Endphase ein gleichwertiges Spiel bieten, dann ist alles möglich und ein Sieg durchaus erreichbar.