Viele Tore sind für das Burgdorfer Derby angekündigt

Heeßels Nick Poelmeyer (links) kann sich nur mit viel Mühe gegen Mehmet Koc (Sulingen) durchsetzen. (Foto: Kamm)
 
Hans-Martin Schneider (rechts) erzielte gegen seinen alten Verein OSV Hannover gleich zwei Treffer. (Foto: Kamm)

Heesseler SV und RSE treffen zum Saisonabschluss aufeinander

HEESSEL/RAMLINGEN (kd). Einen Spieltag vor Saisonschluss in der Fußball-Landesliga sind bereits alle Entscheidungen im Auf- und Abstiegskampf gefallen. Während sich Arminia Hannover bereits vor Wochen als souveräner Meister den Aufstieg in die Oberliga sicherte, sind nun auch im Abstiegskampf alle Entscheidungen gefallen.
Nach den bereits feststehenden Absteigern Fortuna Sachsenroß Hannover und TSV Mühlenfeld hat es nun auch die Aufsteiger Blau Weiß Neuhof und SC Harsum erwischt, die nach einjähriger Zugehörigkeit zur höchsten Spielklasse des Bezirks Hannover wieder in die Bezirksliga zurückkehren müssen. Auch in puncto Vizemeisterschaft, die allerdings für den Aufstieg keine Rolle spielt, ist trotz der 2:3 (1:1)-Heimniederlage des Heesseler SV im vorletzten Punktspiel gegen TuS Sulingen bereits die Entscheidung zu Gunsten der Mannschaft von Trainer Niklas Mohs gefallen.
Zum Saisonabschluss haben die Heeßeler am Sonntag (15 Uhr) den Lokalrivalen SV Ramlingen//Ehlershausen zu Gast, der sich in einer spannenden Auseinandersetzung vom OSV Hannover 3:3 (2:2) trennte. „Keine der Burgdorfer Mannschaften will in einem Derby als Verlierer hervorgehen. Viel wichtiger war für mich aber, dass wir bereits vor zwei Wochen als Vizemeister der Landesliga feststanden. Damit haben wir alle Erwartungen bereits mehr als erfüllt. Deshalb haben wir es in dieser Woche bereits locker angehen lassen und werden daher auch nur am Freitag trainieren. Das hat sich meine Mannschaft auch verdient", findet Heeßels Trainer Niklas Mohs.
So nahm Heeßels Coach die überraschende 2:3 (1:1)-Heimniederlage gegen den starken Aufsteiger TuS Sulingen im vorletzten Saisonspiel relativ gelassen hin. „Meine Mannschaft hat wiederum ein gutes Spiel gezeigt, obwohl sie zwei Minuten vor dem Abpfiff durch ein Abseitstor mit 2:3 verloren hat. Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf eher entsprochen." Die Heeßeler konnten in der 24. Minute durch Tobias Schmitt mit 1:0 in Führung gehen, die Pierre Neuse (36.) noch vor dem Halbzeitpfiff zum 1:1 ausgleichen konnte. In der 57. Minute ging der kleine HSV durch Jonas Künne erneut mit 2:1 in Führung, die Sulingens Manuel Meyer (60.) aber postwendend mit einem von Fabian Hellberg verursachten Foulelfmeter mit dem 2:2- Ausgleichstreffer beantwortete. Zum Leidwesen des Gastgebers war es dann in der 88. Minute Mehmet Koc, der aus klarer Abseitsposition den 3:2-Siegtreffer für die Gäste erzielte und damit die Heimniederlage des Heesseler SV besiegelte.
Tore in Hülle und Fülle?
Ramlingens Trainer Kurt Becker versprach bereits im Vorfeld des Derbys: „Wer am Sonntag Tore sehen will, der sollte nach Heeßel kommen. Für drei oder gar vier Tore sind wir immer gut.“ Beide Mannschaften gehören hinter Arminia Hannover zu den torgefährlichsten Mannschaften der Landesliga, was die Ramlinger auch beim 3:3 (2:2) gegen den OSV Hannover unter Beweis stellen konnten. In der 1. Halbzeit fielen in einer äußerst spannenden Begegnung bereits vier Tore. Dabei zeichnete sich beim Gastgeber der frühere OSVer Hans-Martin Schneider (8. und 41.) als zweifacher Torschütze aus, während der OSV in Aykultap Beser (15.) und Yilmaz Dag (18.) seine Torschützen besaß. In der 2. Halbzeit ging der OSV durch Kirill Weber (50.) erneut mit 3:2 in Führung, die Jan-Ove Edeling (72.) zwanzig Minuten vor Spielschluss verdientermaßen zum 3:3- Endstand ausgleichen konnte. „Das Unentschieden entspricht auch dem Spielverlauf“, fand Kurt Becker.
Gegen Heeßel werden Torhüter Marcel Maluck (Rippenprellung), Tim Borowsky, Christopher Weindl, Marcel Ibanez und Önder Duyar fehlen. Für ein weiteres Jahr hat Marc-Robin Becker seinen Vertrag in Ramlingen verlängert, während sein jüngerer Bruder Tim Niklas am Sonntag in Heeßel nach seinem beruflich bedingten Aufenthalt in Spanien wieder zum Ramlinger Aufgebot zählt.