Überraschung bei der Zusammensetzung der neuen Fußball-Kreisliga Staffel 1

Die Derbys, wie hier zwischen 06 Lehrte und Yurdumspor Lehrte, sind in der Kreisliga das „Salz in der Suppe“. Daher hat sich die neue Zusammensetzung der Kreisliga Staffel 1 mit der Eingliederung der Krähenwinkeler Reserve noch stärker an regionalen Gesichtspunkten orientiert. (Foto: Kamm)

In der neuen Saison gibt es nach der fünften gelben Karte eine Spielsperre

BURGDORFER LAND (kd). Die Zusammensetzung der Kreisliga 1, die laut Rahmenspielplan am 8./9. August 2015 den Punktspielbetrieb für die Saison 2015/2016 aufnimmt, steht endgültig fest. Zwar war allgemein erwartet worden, dass die Aufsteiger TSV Haimar/Dolgen und TSV Wettmar sowie Bezirksliga-Absteiger MTV Ilten die frei gewordenen Plätze des Aufsteigers SuS Sehnde und der beiden Absteiger SSV Kirchhorst und des TSV Germania Arpke einnehmen würden. Doch weit gefehlt.
Staffelleiter Thorsten Schuschel hatte noch eine Überraschung parat. Die SpVg Laatzen, die in der abgelaufenen Saison erst am letzten Spieltag durch einen 3:0- Heimsieg über Adler Hämelerwald als Tabellendreizehnter dem Abstieg in die 1. Kreisklasse entging, wurde nun in die Kreisliga Staffel 3 eingeordnet. Für die Laatzener wird künftig die Reserve des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide am Spielbetrieb teilnehmen, die bisher in der Staffel 2 spielte und in der abgelaufenen Saison als Tabellensiebter die Saison beendete.
Damit setzt sich die Kreisliga, Staffel 1, aus folgenden 16 Mannschaften zusammen: SV 06 Lehrte, TSV Engensen, SV Uetze 08, Inter Burgdorf, SV Adler Hämelerwald, MTV Rethmar, SV Hertha Otze, FC Lehrte II, SV Yurdunmspor Lehrte, FC Rethen, FC Neuwarmbüchen, TSV Friesen Hänigsen, TSV Krähenwinkel/Kaltenweide II, MTV Ilten, TSV Haimar/Dolgen, TSV Wettmar.
Pause nach der 5. gelben Karte
Eine gravierende Änderung wird es in der nun beginnenden Saison in der Kreisliga auch im Strafenkatalog geben. Was sich im Amateurfußball in der Landesliga und Bezirksliga als erfolgreich erwies, soll mit Beginn der neuen Saison nun auch im Spielbetrieb der Kreisliga bei den Herren Anwendung finden: Eine Sperre von einem Spiel nach der fünften gelben Karte. Diese Entscheidung für alle 44 Kreise in Niedersachsen hat jetzt der Spielausschuss des Niedersächsischen Fußballverbandes auf seiner Tagung in Barsinghausen festgelegt.
„Wir haben im Bezirk gute Erfahrungen gemacht. Daher werde die Regelung jetzt auf die Kreisliga ausgedehnt“, so Thorsten Schuschel, dem kommissarischen Vorsitzenden des Spielausschusses des Kreisverbands Hannover-Land. Die Anzahl der gelben Karten in der Landesliga, in der seit drei Jahren die Regelung angewandt werde, sei um 20 Prozent zurückgegangen.
Eine Sonderregelung gibt es allerdings für die unteren Mannschaften der Kreisligisten. Sollte ein Spieler beispielsweise in der Kreisliga-Mannschaft seines Vereins nach der fünften gelben Karte gesperrt sein, ist er trotzdem in der unterklassigen zweiten Mannschaft spielberechtigt. „Natürlich müssen die bekannten Voraussetzungen vorliegen, dass er grundsätzlich spielberechtigt ist. Eine Gelbsperre gilt nur für den Wettbewerb, in dem sie entstanden ist“, sagte Thorsten Schuschel. „In diesem Fall also nur für die Kreisliga. Anders verhält es sich bei einer roten Karte. Dann gilt die Sperre des Spielers für alle Mannschaften des Vereins, so dass er bis zum Ablauf der Sperre nirgendwo anders spielen kann. Wenn ein Spieler, der während einer Partie bereits verwarnt wurde, später eine gelb-rote oder sogar rote Karte erhält, verfällt die vorherige Verwarnung.“ Der Spielausschuss geht fest davon aus, dass die neue Regelung auf eine positive Resonanz bei den Mannschaften stoßen wird. Viele Spieler, die dafür bekannt sind, dass sie all zu gerne eine Diskussion mit dem Schiedsrichter anzetteln, werden es sich in Zukunft überlegen, ob sie nach fünf gelben Karten künftig eine Zwangspause einlegen wollen.