TuS Altwarmbüchen muss nach 17 Jahren aus dem Bezirk in die Kreisliga absteigen

Ferhat Arslan (Mitte; SV Gehrden) sorgte in der Altwarmbüchener Abwehr immer wieder für viel Unruhe. (Foto: Kamm)
 
Rund 450 Zuschauer verfolgten die Entwicklung im Relegationsspiel zwischen dem TuS Altwarmbüchen und dem SV Gehrden. (Foto: Kamm)

2. Mannschaft des TuS Altwarmbüchen darf nicht aufsteigen / Yurdumspor Lehrte rückt nach

ALTWARMBÜCHEN (de). Hans-Joachim Kock versuchte zwei Tage nach der 1:2 (0:0)-Heimpleite im Relegationsspiel gegen den SV Gehrden von der Schwere der Tragweite des Abstiegs seiner Mannschaft in die Kreisliga abzulenken, als er ironisch anmerkte: „Ich habe mich beim Staffelleiter noch einmal vergewissert. Auch ihm liegt, wie mir, kein Schriftstück des Verbandes vor, die dem TuS Altwarmbüchen eine dauerhafte Zugehörigkeit zum Bezirk garantiert...“
Am Sonnabend trat im Relegationsspiel gegen den SV Gehrden das ein, was selbst die größten Pessimisten nicht erwartet hatten. Nach nunmehr 17-jähriger Zugehörigkeit zum Bezirk Hannover, darunter sogar eine Saison in der Landesliga, muss der TuS Altwarmbüchen nach der 1:2-Niederlage den Weg in die Kreisliga antreten.
Yurdumspor rückt nach
Doppelt bitter für die Altwarmbüchener, dass nun auch die 2. Mannschaft trotz des Meistertitels in der 1. Kreisklasse mit ihrem Trainer Darian Vlaski nicht in die Kreisliga aufsteigen kann, wodurch nun der SV Yurdumspor Lehrte profitiert, der für die TuS-Reserve nachrückt.
Die gestrige Partie (Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor) im zweiten Relegationsspiel beim SV Obernkirchen ist damit für die Mannschaft von Trainer Hans-Joachim Kock bedeutungslos geworden, obwohl für den spielfreien SV Gehrden und den SV Obernkirchen noch viel auf dem Spiel stand. So setzte der spielfreie SV Gehrden seine ganzen Hoffnungen darauf, dass die TuSler in Obernkirchen sich so ins Zeug legen werden, dass sie wenigstens mit einem Teilerfolg nach Hause fahren. Das würde dann den Aufstieg des SV Gehrden bedeuten. Bei einem Sieg des SV Obernkichen mit zwei Toren Unterschied müsste der SV Gehrden den frei gewordenen Platz in der Bezirksliga trotz Punktgleichheit dem SV Obernkirchen aufgrund des besseren Torverhältnisses überlassen.
TuS war zu nervös
Im Relegationsspiel gegen den SV Gehrden hätte der TuS Altwarmbüchen auch wenigstens einen Punkt gebraucht, um mit einem Sieg in Obernkirchen für eine weitere Saison den Klassenerhalt in der Bezirksliga zu sichern. Doch merkte die Mehrzahl der 450 erschienenen Besucher schon bald, dass es der TuS-Mannschaft an diesem Tage an der nötigen Leidenschaft fehlte, um als Sieger vom Platz zu gehen. Insbesondere die 1. Halbzeit ließ bei den Hausherren viele Wünsche offen.
„Meine Mannschaft konnte ihre Nervosität zu keinem Zeitpunkt ablegen", fand auch Altwarmbüchens Trainer. Erst in der 2. Halbzeit trat bei den Hausherren eine Änderung ein. Die größte Möglichkeit des TuS Altwarmbüchen in Führung zu gehen, verhinderte Gehrdens Michael Rabe in der 65. Minute, als er einen von Kevin Rufaioglu abgegebenen Schuss aus spitzem Winkel für seinen bereits geschlagenen Torhüter Eike Schröder von der Linie kratzte. Nur drei Minuten später leitete dann aber Altwarmbüchens Torhüter Christian Brehe die Niederlage des TuS Altwarmbüchen ein, als er bei einem Kopfball von Gehrdens Steffen Viet nach einem Freistoß auf die Linie kleben blieb und so die 1:0-Führung für die Gäste begünstigte. Dennis Albrecht erhöhte dann in der 90. Minute nach einem Konter auf 2:0. Der Anschlusstreffer von Kevin Rufaioglu zum 1:2 in der zweiten Minute der Nachspielzeit kam zu spät, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Zumal Thomas De Freitas kurz zuvor nach einer Tätlichkeit noch die rote Karte sah.