TTK beendet das „Abenteuer 2. Liga“

Zum Abschluss ein 6:2-Sieg gegen Anröchte

GROSSBURGWEDEL (r/jk). In der 2. Tischtennis-Bundesliga Nord der Damen hat Aufsteiger TTK Großburgwedel die Saison mit einem versöhnlichen 6:2 gegen den TTK Anröchte ausklingen lassen. Mit 11:25 Punkten konnte der achte Tabellenplatz gehalten werden, der prompte Abstieg war aber schon längst vor dem letzten Spieltag besiegelt.
Deshalb tritt Burgwedel in der Saison 2014/15 in der neu ins Leben gerufenen 3. Bundesliga Nord an. Beide Konkurrenten konnten nicht auf die stärkste Formation zurückgreifen, bei den Gastgeberinnen fehlte die 15-jährige Amelie Rocheteau an Position vier, bei Anröchte das komplette obere Paarkreuz. „Amelie war in der Halle, aber sie laborierte kurzfristig an einer Entzündung im linken Arm und hatte Sportverbot“, berichtete Teambetreuer Michael Junker.
Laura Matzke/Jessika Xu gewannen nach einem 1:2-Satzrückstand noch 11:5 und 11:8. Ebenso zum Erfolg kamen im Doppel Natalie Horak/Kadrina Junker mit einem 11:7, 13:11, 13:11-Sieg. Im zweiten Abschnitt holte das Heimduo ein 4:7 auf, im dritten Durchgang vereitelten Horak/Junker drei Satzbälle ihrer Gegnerinnen. Diese gute 2:0-Basis brachte Sicherheit vor den Einzeln.
Die Tschechin Horak, die sich auch nach einem 7:11, 9:11 und 2:7 im fünften Satz kämpferisch präsentierte, riss das Ruder tatsächlich noch zum 12:10 und zur 3:1-Führung herum. Spitzenspielerin Matzke blieb hingegen mit einem 5:11 im fünften Abschnitt auf der Strecke. Im unteren Paarkreuz fuhr Abwehrass Junker den erwarteten Pflichtsieg gegen die Ersatzspielerin ein, im Gegenzug blieb allerdings Xu beim 0:3 gegen die erstligaerfahrene Sabina Mast chancenlos.
Doch diese Niederlage bedeutete kein Beinbruch, denn Matzke und Horak, die beide vorerst das letzte Mal das Burgwedler Trikot trugen, verabschiedeten sich jeweils mit einem überaus erfreulichen 3:1. Die beiden erhielten im Anschluss ein Präsent zum Andenken. „Nach einer 0:18-Bilanz platzte bei Natalie der Knoten. Gegen Münster und gegen Anröchte blieb sie im Doppel und ihren Einzeln ohne Niederlage. Und das 2:0 heute war keinesfalls selbstverständlich. Natalie wollte keine Bundesliga mehr spielen und wechselt zu den Reinickendorfer Füchsen in die Regionalliga. Matzke schloss sich dem Zweitligisten MTV Tostedt an. Wäre nicht die Neustrukturierung gewesen, so hätten wir mit Platz acht unser Ziel Klassenerhalt erreicht. Die Liga lag leistungsmäßig dicht beieinander, viele Partien standen auf des Messers Schneide, und wir mussten uns erst an das höhere Niveau gewöhnen. Wir sind nicht unzufrieden, schauen optimistisch nach vorn“, meinte Junker.