TSV will gegen Wetzlar den Klassenerhalt perfekt machen

Lars Lehnhoff kann mit seinem Team am Sonntag eine verletzungsreiche Saison zu einem vorläufig guten Ende bringen. (Foto: st)

Nach vierwöchiger Pause haben die Recken ein wichtiges Heimspiel

BURGDORF (st). Was kann die TSV Hannover-Burgdorf nach der vierwöchigen Pause am Sonntag, 17. Mai, ab 17.15 Uhr in der Swiss Life Hall in Hannover noch erreichen? Gegen die HSG Wetzlar erwartet Lars Lehnhoff und seine Mitspieler ein schweres Spiel, das aber durchaus erfolgreich verlaufen kann. Nach dem starken Auftritt gegen den amtierenden Champions-League-Gewinner SG Flensburg-Handewitt (25:25) könnte die Mannschaft den Klassenerhalt mit einem doppelten Punktgewinn perfekt machen. Das wäre ein großer Schritt kurz vor dem Ende der von Verletzungen und fehlenden Spielern geprägten Spielzeit.
Aber der Gegner Wetzlar wird etwas dagegen haben und hat vor der Pause mit dem starken 31:27-Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen einen bemerkenswerten Erfolg erzielt. Wer hat die Pause also am besten überwunden und kann sich am Sonntag behaupten? Vieles spricht für die TSV, denn in eigener Halle und mit dem tollen hannoverschen Publikum haben Keeper Martin Ziemer und seine Vorderleute schon einige wichtige Punkte erzielen können. Die Wetzlarer machen sich zwar keine Hoffnungen mehr auf einen Europapokalplatz, denn der Rückstand auf Frisch Auf Göppingen beträgt sechs Punkte, aber sie wollen sich in der Tabelle auch nicht verschlechtern und das Mittelfeld ist eng zusammen. Eine Niederlage könnte ein Abrutschen bedeuten.
Im der Hinrunde konnte die HSG einen knappen 29:27-Erfolg feiern und das sollte die Recken zu einer Revanche motivieren. In den letzten sechs Minuten konnten sie in Wetzlar keinen Treffer erzielen, obwohl sie mehrfach die Chance auf den Ausgleich hatten. Erst 30 Sekunden vor dem Ende gelang der gastgebenden HSG dann der entscheidende Treffer zum Sieg durch Sebastian Weber. Kreisläufer Weber war mit sieben Toren erfolgreichster Torschütze und ein ständiger Unruheherd.
Die TSV wird in der Abwehr ansetzen müssen. Auch gegen Flensburg lag hier der Schlüssel zum Punktgewinn. Csaba Szücs und Co kämpften in der Defensive grandios und hatten mit Ziemer einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten. Dadurch konnte auch eine nicht immer erfolgreiche Offensive ausgeglichen werden.
Insgesamt haben die Gäste einen recht ausgeglichenen Kader und außer vielleicht Ivano Balic keinen echten Star in der Mannschaft. Die besten Torschützen wechseln sich ab und sowohl von den Außenpositionen, den Kreisläufern und den Rückraumspielern droht ständig Gefahr für das TSV-Tor. Spieler wie Kent Robin Tönnesen, Adnan Harmandic oder Florian Laudt können ebenso in den Vordergrund treten, wie die besten Torschützen aus dem Hinspiel. Balic sorgt in seiner Spielmacherrolle zudem immer für Gefahr und hat auch viel Zug zum Tor. Daneben haben die Wetzlarer mit Jose Javier Hombrados und Andreas Wolff zwei gute Keeper, die schwer zu überwinden sein werden.
Die TSV ist deshalb gewarnt, sollte von Beginn an für klare Verhältnisse sorgen und darf sich keine Auszeiten, wie in einige Spielen zuvor, leisten. Voraussichtlich wird mit Kai Häfner nach sechswöchiger Verletzung wieder ein wichtiger Akteur ins Spiel eingreifen können. Er kann als Linkshänder auf der rechten Rückraumposition Runar Karason unterstützen und war in Wetzlar auch schon mit sechs Treffern einer der besten Torschützen.
Die Recken haben gute Chancen, sich einen entscheidenden Vorteil gegenüber den hinter ihnen platzierten Teams zu verschaffen. Ein doppelter Punktgewinn gegen die HSG würde die Situation nach dem Pluspunkt gegen Flensburg erheblich verbessern und die Rechnungen um Siege oder Niederlagen, Plus- oder Minuspunkte könnte voraussichtlich abgestellt und für die neue Saison final geplant werden. Dann wird die Mannschaft in den restlichen Begegnungen beim TBV Lemgo, gegen den THW Kiel und bei MT Melsungen frei aufspielen und die letzten Partien wären erheblich entspannter, als die Tatsache ständig auf die Ergebnisse der anderen Teams im Abstiegskampf schauen zu müssen.