TSV testet in Helmstedt gegen Ligakonkurrenten

Besonders in der Defensive will Trainer Christopher Nordmeyer noch Akzente setzen, damit die Gegenspieler an Piotr Przybecki und Gustav Rydergard nicht vorbeikommen. (Foto: Holger Staab)

Generalprobe für Bundesliga-Auftakt gegen den SC Magdeburg

BURGDORF (hs). Es wird die Generalprobe für die weiteren schweren Partien in der Rückrunde der TOYOTA Handball-Bundesliga und es wird ein Spiel mit Derbycharakter, aber dennoch nur ein Testspiel sein. Gemeint ist die Begegnung zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und dem SC Magdeburg am Freitag, 3. Februar, ab 19.30 Uhr in der Sporthalle des Schulzentrums Julianum in Helmstedt. Zwei vielleicht gleich starke Mannschaften testen auf dem Weg zu einer spannenden Restsaison 2011/2012.
Gleich stark ist vielleicht etwas zu hoch gegriffen, denn beide Teams trennen eigentlich Welten. Der SCM hat einen erheblich höheren Etat als die TSV, steht in der Tabelle acht Plätze vor der TSV und hat das Hinspiel in der Liga mit 41:26-Toren für sich entschieden. Aber Hannover-Burgdorf ist in der Leistung nicht so weit vom Traditionsclub Magdeburg entfernt, wie es die Faktoren belegen. „Wir wissen, dass das heutige Ergebnis nicht die eigentliche Leistungsstärke der TSV widerspiegelt“, meinte SCM-Trainer Frank Carstens kurz nach dem Spiel Mitte November 2011 in Magdeburg.
Und so sieht es wohl auch TSV-Coach Christopher Nordmeyer, der trotz der personellen Situation mit einigen Verletzten zufrieden mit der bisherigen Vorbereitung auf das wichtige Heimspiel am 11. Februar gegen den Bergischen HC ist. Der SC Magdeburg ist vielleicht der ideale Gegner für die Generalprobe. Die Magdeburger verfügen über eine kompakte Abwehr und haben schnelle Flügelspieler, die in Gegenstößen zu Toren kommen können. Die TSV muss also ihre Angriffe konzentriert vortragen, damit Fehler nicht zu diesen schnellen Vorstößen führen können.
Wenig Fehler wird auch das Stichwort für die nächsten Partien in der Bundesliga sein. Aber auch in der Abwehr wollen die Spieler um Gustav Rydergard ihre Qualitäten ausspielen. Dabei müssen sie gegen den SCM nicht auf den starken Rückraumspieler Fabian van Olphen achten, der steht Carstens mit einem Kreuzbandriss nicht zur Verfügung. Aber es stehen noch weitere erstklassige Akteure in den Reihen des SCM. Dabei nehmen Ales Pajovic und Damir Doborac die Position von van Olphen ein. Auf der rechten Rückraumseiten ist der Slowake Jure Natak erste Wahl und dann haben die Magdeburger mit Bartosz Jurecki als Kreisläufer und Robert Weber auf der Rechtsaußenposition einige Topspieler im Kader. Im Hinspiel vernagelte zudem Torwart Daniel Gerrit Eijlers das Magdeburger Tor, sodass die TSV-Angreifer nicht zum Zug kamen.
Die TSV hat es mit einem starken Konkurrenten zu tun und wird alles versuchen, um sich gegen die Magdeburger durchzusetzen. Nicht um auf jedem Fall einen Erfolg verbuchen zu können, aber das Zusammenspiel soll stimmen. Solche Gegner wie der SCM sind in Reichweite der TSV-Leistungen und das soll das Nordmeyer-Team erkennen und sich Selbstvertrauen für die kommenden Punktspiele erarbeiten. Auch für alle TSV-Fans soll ein gutes Spiel gegen den Europapokalteilnehmer Magdeburg mit dem ehemaligen TSV-Coach Frank Carstens eine Werbung sein, um sich für die Rückrunde mit Tickets für die Spiele in der AWD-Hall einzudecken. Auch für die Begegnung gegen den THW Kiel im DHB-Pokal-Viertelfinale am 28. Februar und am 4. März in der Punktrunde sind bereits Karten in der Geschäftsstelle des MARKTSPIEGELS und in allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.