TSV-Reserve reist in den hohen Norden nach Flensburg

Simon Bock von der TSV Burgdorf II wird von einem Gegenspieler erfolgreich am Torwurf gehindert. (Foto: Holger Staab)

Lehrter SV muss innerhalb von vier Tagen gleich zweimal auflaufen

ALTKREIS (hs). Es sind die weiten Fahrten, die die 3.Liga zu einer unbequemen Spielklasse machen. Das werden am kommenden Wochenende die beiden Altkreisvertreter TSV Burgdorf II und TS Großburgwedel zu spüren bekommen. Am 5. Spieltag reist die TSV nach Schleswig-Holstein zur SG Flensburg-Handewitt II und die Turnerschaft nach Westfalen zur HSG Handball-Lemgo II. Der Lehrter SV muss in der Oberliga gleich zwei unangenehme Auswärtsspiele bestreiten. Bei HF Helmstedt-Büddenstedt und bei TV Eiche Dingelbe wird es nicht einfach, Punktgewinne verbuchen zu können.
Die weiteste Anreise hat zweifellos die TSV Burgdorf II. Trainer Sven Lakenmacher ist aber dennoch zuversichtlich, am Sonntag, 7. Oktober, ab 16 Uhr zwei Pluspunkte aus dem hohen Norden mitzubringen. Die Zuversicht resultiert aus den bisher gezeigten Leistungen und die waren für einen Aufsteiger durchaus sehenswert. Die Zweite hat sich nach dem 24:23-Erfolg gegen GWD Minden II als Tabellenführer bereits in der höheren Spielklasse etabliert und könnte weiter an der Tabellenspitze mitspielen.
Ein weiterer Auswärtserfolg wäre dazu ein nächster Schritt und in der Wikinghalle in Handewitt sind die Chancen dafür nicht schlecht. Die Flensburger sind wie die TSV eine Ausbildungsmannschaft und haben vor der Serie einige junge Talente aus der eigenen A-Jugend ins Reserveteam integriert. Mit Aleksandar Djordjic, Christopher Rudeck, Tobias Wickert-Grossmann, Michael Williams und Tim Witte sind das fünf Akteure aus der eigenen Jugend. Dazu kamen Ove Jensen von HFF Munkbrarup, Jonas Ottensen aus der Jugend des THW Kiel und Tjark Desler von der HSG Tarp/Wanderup.
Trainer Kai Nielsen hat somit einen echten Talentschuppen und der muss zunächst einmal zusammenfinden. Der Saisonstart war durchwachsen und erst am dritten Spieltag gelang mit dem 25:24-Erfolg gegen den Stralsunder HV der erste Erfolg. Die TSV II könnte mit einer engagierten Vorstellung und einer stabilen Abwehr einen doppelten Punktgewinn schaffen. Bisher zeichnete sich die Abwehr als solide und kampfstark aus und mit Malte Semisch hat die TSV zudem einen der stärksten Keeper der Liga im Kasten. Gelingt ein Sieg, dann können die Lakenmacher-Schützlinge auch in der nächsten Woche im Heimspiel gegen den SV Beckdorf zuversichtlich sein und auf weitere Punkte hoffen.
Für die TS Großburgwedel geht die Reise nach Westfalen. Bei HSG Handball-Lemgo II kann nur eine konzentrierte Leistung etwas Zählbares bringen. Auswärts sind die Spieler um Jürgen Bätjer anfällig, könnten ihre Linie verlieren und so ins Hintertreffen geraten. Vom Kader her ist Burgwedel durchaus konkurrenzfähig, das hat auch das 25:25-Remis gegen die Füchse Berlin II bewiesen, die Mannschaft muss sich aber in den nächsten Partien verbessern, um weiter im gesicherten Mittelfeld mitmischen zu können.
Den Beweis für ihre Qualitäten, die in jedem Fall vorhanden sind, müssen sie in der Volker-Zerbe-Halle in Lemgo antreten. Der Gegner hat als Saisonziel nur den Klassenerhalt ausgegeben. HSG Trainer Niels Pfannenschmidt und sein Team konnten aber gerade in eigener Halle punkten und Lemgo ist hier eine Klasse besser als auswärts. Für die TSG geht es darum, sich auswärts als Einheit zu präsentieren. Kann die Mannschaft ihre Chancen konsequent nutzen und werden aus dem Rückraum leichte Treffer durch Maurice Herbold, oder Stefan Schmidt-Kollberg erzielt, dann ist auch ein doppelter Punktgewinn realisierbar.
Für den Lehrter SV werden die nächsten Oberligaspieltage stressig. Schon am Mittwoch, 3. Oktober, um 19 Uhr trifft die Mannschaft um Coach Maik Bodenburg in der Sporthalle des Julianum I in Helmstedt auf HF Helmstedt-Büddenstedt. Die Gastgeber sind zwar nicht gut in die Serie gestartet, dennoch sollte der LSV seine ganze Kampfkraft einsetzen, damit ein Erfolg verbucht werden kann. Vier Tage später, am Sonnabend reist der LSV zum TV Eiche Dingelbe. Ab 19.30 Uhr wird auch hier eine schwere Aufgabe erwartet. Leonardo Meomartino und seine Mitspieler wollen diese Partie erfolgreich gestalten. Immerhin tritt das Team als Favorit auf und in der vergangenen Saison gab es mit 26:23 und 30:26 zwei Siege gegen den TV. Bodenburg erwartet nach der schwachen Vorstellung bei der 34:36- Niederlage gegen MTV Soltau also vier Punkte aus zwei Auswärtsspielen. Keine leichte, aber eine durchaus machbare Vorgabe.
Auch die Frauen der TSV Burgdorf müssen in der Oberliga in dieser Woche zwei Begegnungen absolvieren. Am Tag der deutschen Einheit trifft die Mannschaft um Trainer Maximilian Busch ab 15 Uhr auf den VfL Wolfsburg und hofft auf eine gute Leistung. Am Sonnabend ab 18 Uhr gastieren die TSV-Frauen beim TuS Jahn Hollenstedt und könnten wichtige Punkte einspielen. TuS Altwarmbüchen ist nur einmal gefordert und hat am Sonntag ab 15 Uhr die SG Zweidorf/Bortfeld in der Halle des Schulzentrums am Helleweg zu Gast.