TSV-Planung für die neue Saison weit fortgeschritten

Nachwuchskreisläufer Dominik Kalafut setzt sich auch in der Bundesligamannschaft voll ein und hofft auf weitere Einsatze im Team um Trainer Jens Bürkle. (Foto: st)

Termine der DKB Handball-Bundesliga stehen bis Juni fest

BURGDORF (st). Die Personalplanungen der TSV Hannover-Burgdorf hinsichtlich der neuen Spielzeit 2017/2018 sind bereits weit fortgeschritten. Und das, obwohl die Saison gerade erst zur Hälfte der Vergangenheit angehört. Die sportliche Führung der Recken unter Geschäftsführer Benjamin Chatton und Trainer Jens Bürkle hat ganze Arbeit geleistet und drei neue Spieler verpflichtet. In der jetzt andauernden Pause schauen die Fans nicht nur auf die Weltmeisterschaft in Frankreich, sondern blicken auf die bevorstehenden Aufgaben der TSV, deren Begegnungen der DKB Handball-Bundesliga bis zum Juni 2016 terminiert sind.
Die Betrachtung der bisherigen Ergebnisse lässt Rückschlüsse auf die mögliche Platzierung der TSV am Ende der Serie zu. Die Fans freuen sich auf die nächsten Partien, die Mitte Februar beginnen. Können Sven-Sören Christophersen und Co gleich mit einem Erfolg bei HC Erlangen am 11. Februar 2017 starten, ist Zuversicht für eine tolle Platzierung erlaubt. Auch die weiteren Partien sind bereits terminiert. Die Recken treffen in eigener Halle gleich am 15. Februar auf die Rhein-Neckar Löwen, ehe am 22.Februar die schwierige Aufgabe bei der SG Flensburg-Handewitt wartet.
Die weiteren Spiele: TSV gegen HBW Balingen/Weilstetten (4.3.17), HSG Wetzlar gegen TSV (11.3.17), TSV gegen THW Kiel (26.3.17), MT Melsungen gegen TSV (29.3.17), TSV gegen SC Magdeburg (16.4.17), VfL Gummersbach gegen TSV (23.4.17), Füchse Berlin gegen TSV (30.4.17), TSV gegen TVB 1898 Stuttgart (13.5.17), GWD Minden gegen TSV (19.5.17), TSV gegen SC DHfK Leipzig (24.5.17), HSC 2000 Coburg gegen TSV (31.5.17), TSV gegen TBV Lemgo (7.6.17) und zum letzten Saisonspiel reisen die Bürkle-Schützlinge am 10. Juni zum Bergischen HC.
Die Weichen für die noch entfernte Saison 2017/2018 wurden schon durch die Verpflichtungen von Evgeni Pevnov, Pavel Atman und Ilija Brozovic gestellt.
Atman ist Rückraumspieler und kann auf den Positionen Rückraumlinks und Rückraummitte eingesetzt werden. Der 29-jährige ist in Wolgograd (Russland) geboren, 190 Zentimeter groß und 94 Kilogramm schwer. Zuletzt spielte Atman bei GK Meshkow Brest und stand fast 100mal im Aufgebot der russischen Nationalmannschaft. Er war bei mehreren Europa- und Weltmeisterschaften dabei und hat viel internationale Erfahrung. Trainer Bürkle schätzt seine Qualitäten in der Abwehr und im Tempogegenstoß. Der Vertrag des Russen läuft bis zum 30. Juni 2020.
Mit dem Kontrakt von Ilija Brozovic schaffte die TSV einen überraschenden Coup. Brozovic spielt derzeit beim THW Kiel und war von einigen Vereinen umworben. Der 25-jährige Kreisläufer verfügt über eine starke Grundausbildung in Angriff und Abwehr und soll den Weggang von Erik Schmidt, der die TSV in Richtung Füchse Berlin verlässt, kompensieren. Brozovic ist in Split (Kroatien) geboren und 195 Zentimeter groß. Vor seinem Engagement in Kiel wirkte er bei HSV Handball, RK Zagreb und RK Metkovic. Der starke Innenblocker spielt in der kroatischen Nationalmannschaft und war bei den Olympischen Spielen in Rio aktiv. Durch die Verpflichtung des Kroaten ist ein weiteres Puzzleteil im Kader der Zukunft der Recken hinzugefügt und die Verantwortlichen können stolz darauf sein.
Mit Evgeni Pevnov konnte ein weiterer Nationalspieler verpflichtet werden, der bereits einige Partien für Deutschland bestritten hat. Der 27-jährige Kreisläufer verfügt über sehr großes Potenzial und wechselt vom Bundesligakonkurrenten VfL Gummersbach an die Leine. Pevnov ist 198 Zentimeter groß und 109 Kilogramm schwer. Der gebürtige Russe hat seit 2012 die deutsche Staatsbürgerschaft und war auch schon bei den Füchsen Berlin und FrischAuf! Göppingen unter Vertrag. Er kennt die Bundesliga genau und das sollte eine schnelle Integration im Bürkle-Team erleichtern. Die Erfahrung, die Pevnov durch seine Spiele in der DHB-Auswahl, der Champions League und dem EHF-Cup, den er 2015 mit den Berlinern gewann, mitbringt, kann für die TSV nur positiv sein.