TSV II reist zum Spitzenspiel nach Potsdam

Bundesliga-A-Jugend der TSV ist in Leipzig nur Außenseiter

ALTKREIS (hs). Mit dem Spitzenspiel in der 3. Liga Nord endet der Monat November für die Bundesligareserve der TSV Burgdorf. Beim Mitfavoriten auf den Aufstieg in die 2.Bundesliga, dem 1.VfL Potsdam, wird die jungen Mannschaft um Sven Lakenmacher schon über sich hinauswachsen müssen, um einen doppelten Punktegewinn zu realisieren. Der Lehrter SV gastiert beim SV Alfeld und will sich einen Auswärtssieg sichern. Wohl nur wenig zu holen gibt es für die A-Jugend der TSV Burgdorf in der Jugendbundesliga bei der HB Akademie Leipzig/Delitzsch.
Bereits am Freitag, 30.November, ab 19.30 Uhr ist die TSV Burgdorf II in Potsdam gefordert. Das wird alles andere als eine einfache Begegnung, denn der Gastgeber ist vor den jungen Talenten der TSV gewarnt und will seine Tabellenposition verteidigen. Bisher konnte der VfL starke Leistungen abliefern, ist aber auch keine Ausnahmemannschaft, die unbezwingbar erscheint. Trainer Rüdiger Bones konnte seinen Kader neben einigen Spielern aus der eigenen Jugend auch mit Alexander Auerbach von der HSG Düsseldorf und Jürgen Suppanschitz von HC Alpia Harth aus Österrreich gezielt verstärken.
Die Zusammensetzung im Team scheint zu stimmen, denn der Saisonstart mit 14:4-Punkten war gelungen und besonders in Heimspielen ist Potsdam bärenstark und kaum zu bezwingen. Bisher ist der VfL bisher in eigener Halle ohne Punktverlust und das soll auch so bleiben. Die TSV wird aber nicht in die Nähe von Berlin fahren, um sich in der MBS Arena am Luftschiffhafen in Potsdam zwei Minuspunkte abzuholen. Um das zu verhindern ist eine konzentrierte Vorstellung nötig, der 2,02 m große Rückraumspieler Philipp Barsties muss in der Defensive genauso am Wurf gestört werden, wie Kreisläufer Alexander Urban.
Auf die TSV-Abwehr wartet viel Arbeit, aber gerade in Partien, in denen Jugendnationaltorwart Malte Semisch und sein Mitspieler nicht favorisiert sind, konnten sie bisher oft überzeugen. Gelingt ein guter Start und findet die TSV schnell zu ihrem Spiel, dann ist auch ein Sieg in Potsdam zu schaffen.
Mit dem ersten Spiel im Dezember startet der Lehrter SV in einen Monat, der Erfolge bringen soll. Nach dem guten 29:29-Remis gegen MTV Vorsfelde will der LSV im zweiten Spiel unter Interimscoach Lutz Ewert am Sonntag, 2. Dezember, ab 17 Uhr beim SV Alfeld eine gute Partie abliefern. Beide Teams sind bisher unter ihren Möglichkeiten geblieben und liegen im Tabellenmittelfeld. Damit der Anschluss an die Plätze im oberen Drittel der Oberliga Niedersachsen nicht verloren geht, benötigen sowohl der SV wie auch der LSV dringend Punktgewinne. So wird am Sonntag ein munteres Spielchen erwartet und die Lehrter wollen das bessere Ende für sich verbuchen. Ob das gelingt, hängt von vielen Faktoren ab, aber der Einsatz und der Wille zum Sieg müssen bei der Truppe um Fabian Kieslich stimmen.
Der LSV kann jeden Gegner der Liga bezwingen, scheiterte in dieser Saison aber oft an zu vielen technischen Fehlern, an einer schlechten Wurfausbeute und der eigenen Courage. Jetzt ist die richtige Zeit um eine kleine Aufholjagd zu startet und die könnte Auswärts in Alfeld beginnen. Danach stehen wiederum in fremder Halle bei der HG Rosdorf-Grone (8.12.12) und in Lehrte gegen den MTV Großenheidorn (15.12.12) noch zwei Begegnungen in diesem Jahr auf dem Spielplan und so sind durchaus 6:0-Punkte im Dezember realisierbar.
Nur als Außenseiter reist die A-Jugend der TSV Burgdorf am Sonnabend, 1. Dezember, zur Handballakademie Leipzig/Delitzsch. Die Einzelspieler um Trainer Heidmar Felixson sind in dieser Saison nicht so stark, wie in der vergangenen Spielzeit. Dennoch dürfen sie auch von Leipzig nicht unterschätzt werden, denn sie treten als Einheit auf und können an guten Tagen, auch einem Favoriten gefährlich werden, das haben sie beim überraschenden Sieg beim SC Magdeburg gezeigt. Das Ziel der A-Jugend ist der sechste Tabellenplatz, denn der bedeutet die Qualifikation zur Jugendbundesliga für die nächste Spielzeit. Das ist realistisch, ein doppelter Punktgewinn in Leipzig eher nicht. Die Spieler dort trainieren mehrfach am Tag und sind der TSV auch körperlich überlegen. Bisher ist der Tabellendritte neben SC Magdeburg das einzige Team, das den Anschluss zum haushohen Meisterschaftsfavoriten Füchse Berlin halten kann. So fahren die Burgdorfer nach Delitzsch um in der Halle des Kultur- und Sportzentrums ab 17 Uhr möglichst lange mitzuhalten und dem Favorit ein wenig ärgern zu können.
In der Oberliga der Frauen hat die TSV Burgdorf den Anschluss an das Mittelfeld verpasst und ist weiterhin Tabellenletzter. Gelingt am Sonnabend ab 18 Uhr im Heimspiel gegen HSG Plesse-Hardenberg kein Punktgewinn, dürfte es schwer werden, den Abstieg noch zu verhindern. Etwas besser steht die Mannschaft des TuS Altwarmbüchen in der gleichen Spielklasse da, hat aber am Sonntag ab 17 Uhr ebenfalls ein Spiel im Abstiegskampf und hofft auf einen Sieg bei Eintracht Hildesheim.