TSV Hannover-Burgdorf will Pflichtsieg gegen Aufsteiger feiern

Eine schmerzhafte Landung auf dem Hallenboden wollen Aivis Jurdsz und Physiotherapeutin Charlotte Röber am Sonntag gegen TV Hüttenberg vermeiden. (Foto: Holger Staab)

Burgdorfer sind in der AWD-Hall Favorit gegen TV 05/07 Hüttenberg

BURGDORF (hs). Die TSV Hannover-Burgdorf zeigt in der laufenden Saison 2011/20112 in der TOYOTA Handball-Bundesliga eine neue Qualität. Schon in den ersten Begegnungen der neuen Spielzeit machten positive Eindrücke, auch gegen Spitzenmannschaften der Liga, Mut zu mehr. Es herrscht im Lager der TSV eine Zuversicht, die einen Underdog zu einem Platz im Mittelfeld führen könnte. Zwar gibt es immer noch Rückschläge auswärts, wie am vergangenen Sonnabend die bittere 26:41-Pleite beim SC Magdeburg, aber die Mannschaft von Trainer Christopher Nordmeyer wird sich dennoch von Spiel zu Spiel steigern. Die Partie am Sonntag, 27. November, ab 17.30 Uhr gegen den Aufsteiger TV 05/07 Hüttenberg wird aber nicht zu einer Pflichtaufgabe.
Spätestens nach dem tollen 36:31-Auswärtssieg bei MT Melsungen stand für die Handballexperten fest, dass die TSV in dieser Saison ein anderes Format hat und sich nicht in die Abstiegsregionen drängen lassen möchte. Auch das schwere Anfangsprogramm des Spielplanes konnte dies nicht verhindern. Nach Melsungen und dem Heimspiel gegen die HSG Wetzlar (31:26) sowie der Niederlage beim SC Magdeburg steht am kommenden Sonntag das Heimspiel gegen den TV Hüttenberg auf dem Programm. Ein Spiel, das eigentlich zwei Punkte auf das Konto der TSV spülen sollte.
Das es kein einfaches Spiel wird, davon ist aber Coach Nordmeyer überzeugt und warnt seine Spieler eindringlich vor dem Gegner. Gerade eine Partie gegen einen Abstiegskandidaten, der die TSV nicht mehr sein möchte, wird oft zu einem Kampfspiel und da spielen auch die Nerven eine entscheidende Rolle. Hannover-Burgdorf hat bisher in dieser Serie in Heimspielen gute Leistungen geboten und sich prächtig präsentiert. Das soll gegen Hüttenberg auch der Fall sein, aber das funktioniert gegen eine vermeintlich schwächere Mannschaft nur mit engagiertem Auftreten. Selbstverständlich muss auch die Taktik stimmen, aber da hat Nordmeyer zuletzt gute Arbeit geleistet und sein Team ist zudem immer hoch motiviert aus der Kabine gekommen, in Heimbegegnungen sowieso.
Der TV Hüttenberg, als einer der drei Aufsteiger in dieser Saison, hatte von Beginn an schwer zu kämpfen und konnte erst am 8. Spieltag beim 29:23-Heimsieg gegen Mitaufsteiger Eintracht Hildesheim den ersten Saisonsieg einspielen. Dennoch kämpfen die TSV-Gäste zusammen mit Hildesheim und dem Bergischen HC um den Klassenerhalt und werden sich auch bei der TSV Hannover-Burgdorf nicht verstecken und den Weg nach vorn einschlagen, um überraschend einen oder zwei Zähler aus der AWD-Hall zu entführen.
Die TSV-Defensive muss sich also auf einen harten Abwehrkampf einstellen, besonders die Haupttorschützen des TV im Blickfeld und unter besonderer Bewachung haben. Mit Matthias Gerlich ist dabei auf der linken Rückraumposition ein Spieler schnell ausgemacht. Er ist mit Distanzwürfen erfolgreich, aber auch von der Siebenmeter-Linie ein sicherer Schütze. Kreisläufer Timm Schneider kann an erfolgreichen Tagen und nach guten Anspielen seiner Mitspieler zu einem guten Vollstrecker werden. Zudem ist Florian Billek auf der rechten Außenposition zu beachten, der auch durch schnelle Gegenstöße auf sich aufmerksam macht.
Mit Milos Putera steht zudem ein guter Keeper im Kasten der Gäste, der Angreifer schon mal zur Verzweifelung bringen kann. Auch Matthias Ritschel im Tor ist eine wichtige Stütze für Hüttenberg. Er hat bisher mehr als zehn Siebenmeterstrafwürfe entschärft. Den TV Hüttenberg zu unterschätzen, wäre also mit fatalen Folgen verbunden.
Ein konstruktiver Aufbau mit Überlegung, Geduld beim Abschluss und schnörkellose Würfe werden der TSV helfen, die Bälle letztlich ins Ziel, dem Tor der Hüttenberger, zu bringen. Gelingt zudem auch den Burgdorfer Torwarten Nenad Puljezevic und Adam Weiner wieder eine tolle Partie mit vielen Paraden, dann könnten die anschließenden schnellen Gegenstöße für leichte Treffer genutzt werden. Aber auch hier gilt es, die Fehlerquote niedrig und die Chancenverwertung hoch zu halten, um schnell einen vielleicht entscheidenden Vorteil gegenüber dem TV herauszuspielen. Zwei Pluspunkte sind dabei fest eingeplant und würden den Nordmeyer-Schützlingen den Weg ins Mittelfeld ebnen und den Druck vor den nächsten schweren Auswärtspartien bei Frisch Auf Göppingen und bei den Füchsen Berlin nehmen.