TSV Hannover-Burgdorf will mit Volldampf zum Erfolg

Auf die Abwehr kommt es oft an. Hier versucht fast die gesamte TSV-Mannschaft einen direkten Freiwurf abzublocken. (Foto: st)

Recken werden beim Bergischen HC in einem Hexenkessel spielen

BURGDORF (st). Vorsicht vor den Bergischen Löwen: Sie könnten genauso bissig sein wie die Eulen aus Friesenheim oder die Franken aus Erlangen. Die TSV Hannover-Burgdorf ist vor dem Auswärtsspiel am Sonnabend, 14. März, ab 19 Uhr beim Bergischen HC gewarnt, denn die Recken haben in der Hinserie bereits bei zwei vermeintlich schwächeren Teams Federn lassen müssen.
In der SG Klingenhalle in Solingen soll aber ein Erfolg gelingen. Der Bergische HC hat bisher in der Bundesliga überzeugen können, kämpft zwar noch gegen den Abstieg, erfreut sich aber einer guten Spielkultur und ist dabei auch erfolgreich. Gerade in der eigenen Halle wachsen die Spieler um Trainer Sebastian Hinze oft über sich hinaus und können wichtige Punktgewinne einspielen. Der bisher erreichte Platz ist ein Nichtabstiegsplatz und den wollen die Gastgeber der Recken auch verteidigen.
TSV-Außenspieler Lars Lehnhoff und seine Mitspieler werden aber etwas dagegen haben, denn sie wollen nach den drei Niederlagen gegen die Füchse Berlin, beim SC
Magdeburg und gegen die Rhein-Neckar Löwen wieder einen Erfolg verbuchen. Die
Verletztenliste der Recken ist noch nicht wirklich kleiner geworden, aber die Mannschaft fährt mit dem unbedingten Willen zum Sieg nach Solingen und kann auch in der augenblicklichen Besetzung durchaus einen doppelten Punktgewinn schaffen.
Im Hinspiel hatte der BHC in Hannover keine echte Siegchance und die TSV konnte einen 39:31-Erfolg feiern. Aufgrund der veränderten Personalsituation und der Heimatmosphäre dürfte der Gastgeber aber durchaus gleichwertig sein. Für die Spieler um Christopher Nordmeyer gilt es deshalb, wachsam zu sein und in der Defensive kompromisslos zu agieren. Besonders auf Toptorschütze Arnor Gunnarsson, der mit schnellen Gegenstößen und von Rechtsaußen zum Erfolg kommt und auf Spielmacher Viktor Szilagyi müssen die Abwehrspieler der Recken achten. Im Angriff ist Präzision bei den Würfen gefragt, damit die Chancen auch zu Torerfolgen verwertet werden können.
Die Gastgeber haben, bis auf Szilagyi, keine echten Stars in der Mannschaft, sie leben aber von der Geschlossenheit und die kann in wichtigen Spielen bekanntlich Berge versetzen. Für den Bergischen HC ist jedes Spiel ein Endspiel, denn sie wollen den Klassenerhalt. Die TSV ist vermeintlich besser besetzt, aber zurzeit angeschlagen. Sven-Sören Christophersen und Co wollen nicht noch in den Abstiegsstrudel geraten und werden deshalb hellwach sein.
Nach einem hoffentlich erfolgreichen Auswärtsspiel steht das Heimspiel gegen HC Erlangen und dann die Partie bei TSV GWD Minden auf dem Spielplan. Auch in diesen Begegnungen sind Siege realisierbar und könnten die Tabellenlage wieder etwas besser aussehen lassen.