TSV Hannover-Burgdorf will Flensburg wieder einmal überraschen

Trotz eines etwas angespannten Gesichtsausdruckes ist Lars Lehnhoff beim Torwurf oft erfolgreich. (Foto: st)

Heimsieg gegen SG Flensburg-Handewitt kann Klassenerhalt sichern

BURGDORF (st). Fünf Spieltage vor dem Saisonende erwartet die TSV Hannover-Burgdorf in der Swiss Life Hall einen Topclub der DKB Handball-Bundesliga und will versuchen, eine Überraschung zu schaffen. Aus dem hohen Norden kommt am Sonntag, 19. April, die SG Flensburg-Handewitt nach Hannover und steht unter Druck, denn der 3. Tabellenplatz ist in Gefahr und damit die Qualifikation für die Teilnahme am Champions-League-Wettbewerb. Die Recken dagegen können ab 17.15 Uhr engagiert aufspielen und vielleicht schon Sonntag den Klassenerhalt sicherstellen. Jeder Erfolg verbessert ab jetzt die Tabellensituation.
In den letzten fünf Begegnungen wollen Csaba Szücs und seine Mitspieler nochmal Gas geben. Nach der Partie gegen Flensburg wird eine vierwöchige Pause aufgrund von Lehrgängen der Nationalmannschaft und dem Final4 des DHB-Pokals eintreten, bevor der Endspurt in der Liga beginnt. Die TSV wird dann mit den Heimspielen gegen HSG Wetzlar und THW Kiel, sowie den Auswärtsbegegnungen beim TBV Lemgo und bei der MT Melsungen die Spielzeit beenden. Erst am 5. Juni wird die letzte Partie in Melsungen angepfiffen.
Vor der Pause und den finalen Spielen könnten die Recken aber in eigener Halle für eine kleine Sensation sorgen. Gegen die SG Flensburg-Handewitt ist ihnen das bereits zweimal gelungen und so besteht auch am Sonntag die Chance auf einen Sieg. Dazu wird im Team von Trainer Christopher Nordmeyer aber alles stimmen müssen. Nicht nur in der Defensive ist ein robustes Zupacken und eine stabile Abwehrformation gefragt, auch im Angriff dürfen nur wenig Fehler dafür sorgen, dass die Gäste um Anders Eggert mit schnellen Gegenstößen zu leichten Erfolgen kommen. Auch die Keeper Nicolai Weber und Martin Ziemer müssen einen guten Tag erwischen und mit schnellen Reaktionen die Würfe der SG-Topspieler entschärfen.
Im Hinspiel in der Flens-Arena in Flensburg war die Partie bereits zur Pause beim Zwischenstand von 17:11 fast für den Gastgeber entschieden. So einen Rückstand soll es am Sonntag nicht geben. Der Abstand blieb zwar im zweiten Spielabschnitt gleich, aber die Recken kassierten letztlich eine 26:32-Niederlage. Das war gegen ein Topteam zwar erwartet, aber in eigener Halle haben Runar Karason und Co ja auch noch die eigenen Zuschauer im Rücken und die wollen eine Überraschung ihrer Mannschaft sehen und die TSV dementsprechend lautstark unterstützen.
Für einen Erfolg müssen Vasko Sevaljevic und seine Mitspieler aber nicht nur selbst eine gute Vorstellung abliefern. Sie sollten auch dafür sorgen, dass der Gegner nicht zu seinem Spiel findet. Die Rückraumspieler Lars Kaufmann, Drasko Nenadic, Thomas Mogensen und Johan Jakobsson dürfen ihre gefürchteten Würfe aus der Fernwurfzone nicht ungehindert abfeuern können. Die Kreisläufer Jacob Heinl und Tobias Karlsson dürfen nicht aus den Augen gelassen werden und die Außenspieler Eggert und Lasse Svan dürfen nur aus sehr spitzem Winkel zu Chancen kommen.
Aber es steht eine weitere Hürde für die TSV-Angreifer bei den Flensburgern bereit, denn mit Torwart Mattias Andersson haben die Gäste den wohl besten Keeper der Bundesliga zwischen den Pfosten. Ihn gilt es zu überwinden und mit gezielten Würfen vor unhaltbare Aufgaben zu stellen. Werfen die TSVer den SG-Keeper erst einmal warm, dann wird es schwer sein, ihn zu überwinden.