TSV Hannover-Burgdorf will an den Erfolg der Vorsaison anknüpfen

Die Mannschaft der TSV Hannover-Burgdorf. (Foto: st)
 
Der Spielplan der TSV Hannover-Burgdorf in der Hinrunde der DKB Handball-Bundesliga. (Foto: TSV Hannover-Burgdorf)

Heimerfolg gegen GWD Minden würde Platz in der Spitzengruppe sichern

BURGDORF (st). Jetzt wird die DKB Handball-Bundesliga auch wieder in die Region Hannover kommen. Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt der TSV Hannover-Burgdorf im Auswärtsspiel beim ThSV Eisenach steht jetzt das mit Spannung erwartete erste Heimspiel in der Swiss Life Hall auf dem Spielplan. Gegner ist GWD Minden und damit wird die erste Partie schon ein wenig Derbycharakter haben. In jedem Fall freuen sich die Spieler der Recken auf ihre erste Heimpartie nach knapp drei Monaten und wollen ihren Fans gleich zeigen, dass sie in der Liga wieder angreifen wollen.
Geschäftsführer Benjamin Chatton meinte auf die Frage, ob eine Wiederholung der erfolgreichen Saison aus dem Vorjahr möglich ist: „Wir haben eine neue Saison mit neuen Voraussetzungen. Die Mannschaften, die im letzten Jahr hinter uns platziert waren, haben viel getan und sich nachhaltig verstärkt. Die MT Melsungen wird für mich in diesem Jahr eine sehr starke Rolle spielen, der SC Magdeburg kann eine konstantere Saison spielen und auch die HSG Wetzlar hat spätestens nach dem Transfer von Ivano Balic bewiesen, dass sie erneut eine schlagkräftige Mannschaft beisammen hat. Es wird für uns unglaublich schwer, sich in diesem Umfeld zu behaupten. Zudem gibt es mit Frisch Auf! Göppingen eine weitere Mannschaft, die deutlich besser einzuschätzen ist als im letzten Jahr. Es werden viele interessante Spiele und ein spannender Saisonverlauf auf uns zukommen. Bei der Leistungsdichte in der DKB Handball-Bundesliga ist ein Platz in den „Top Ten“ keine Selbstverständlichkeit. Wir werden uns auch in diesem Jahr nicht auf einen konkreten Tabellenplatz festlegen.“
Der Spielplan zeigt, dass die Recken nach dem Start in Eisenach und der Partie gegen GWD Minden gleich zwei schwere Auswärtsspiele bei der SG Flensburg-Handewitt und bei Frisch Auf Göppingen bestreiten müssen. In der Hinrunde kommen vier Teams der Top 5 der Liga, also THW Kiel, Rhein-Neckar Löwen, Füchse Berlin und HSV Hamburg, nach Hannover und werden versuchen, die Recken-Festung zu stürmen.
Es wird demnach keine leichte Saison. Das haben die TSVer aber auch nicht erwartet und das zeigte gleich das erste Spiel in Eisenach. Die Spieler um Coach Christopher Nordmeyer taten sich schwer und konnten letztlich nur knapp gewinnen. Der 29:28-Sieg zeigte die Stärken des Aufsteigers, aber offenbarte auch noch einige Schwächen der Niedersachsen.
Die gilt es bis zum Spiel gegen Minden abzustellen, damit ein Erfolg in eigener Halle erzielt werden kann. GWD Minden ist zu beachten, denn die Gäste wollen mit aller Macht auch in diesem Jahr den Klassenerhalt sicherstellen. Mit dem neuen Trainer Goran Perkovac soll der 14. Platz aus dem vergangenen Jahr verbessert werden - das Ziel sind 22 bis 24 Punkte. Die Mindener haben sich mit dem jungen Außenspieler Yves Kunkel von der HSG Völklingen und Rückraumspieler Moritz Schäpsmeier vom SC Magdeburg punktuell verstärkt. Evars Klesnik und Jannik Oevermann verließen den Verein. Damit musste kein großer Umbruch durchgeführt werden, die Mannschaft kennt sich und sollte eingespielt sein. Ein großer Vorteil, der nicht zu unterschätzen ist. Mit Nenad Bilbija, Aljoscha Schmidt, Dalibor Doder, Jens Vortmann und den ehemaligen TSVer Vignir Svavarsson stehen zudem
einige erfahrene Akteure im Team, die weitere junge Talente in den Mindener Reihen führen können. Auf Bilbija, dem 2,08 Meter großen Rechtshänder wird die Recken-Abwehr besonders achten müssen. Er erzielte in der vergangenen Saison 144 Treffer für GWD und hat einen harten und präzisen Wurf. Die Mindener gehören nicht zu den stärksten Teams der Liga, sind aber gefährlich. „Unsere Ansprüche sind realistisch“, sagt Manager Horst Bredemeier, „wir kämpfen wieder um den Klassenerhalt.“ Das macht die Situation nicht besser, denn Coach Perkovac ist ein akribisch arbeitender Trainer, der sein Team im Gegenzugspiel verbessern will und besonders eine bessere Abwehrarbeit zum Schwerpunktthema für die Vorbereitungsphase gemacht hat.
Die TSV-Spieler um Neuzugang und Rückhalt im Tor, Nikolai Weber, wollen sich von GWD am Sonnabend nicht überraschen lassen. Vor allem das Zusammenspiel im Angriff und in der Abwehr muss klappen, damit die Mindener nicht zum Zug kommen. Können die TSVer aber ihre Stärken in der Defensive, mit den exzellenten Keepern Martin Ziemer und Weber im Hintergrund, ausspielen und mit konzentrierten Angriffen und einer guten Chancenverwertung glänzen, dann sollte der erste Sieg vor heimischem Publikum gelingen.