TSV Hannover-Burgdorf plant einen Heimsieg ein

Auch gegen die HSG Wetzlar will Recken-Keeper Nicolai Weber versuchen, die Würfe des Gegners zu entschärfen. (Foto: st)

HSG Wetzlars Ivano Balic fehlt voraussichtlich verletzungsbedingt

BURGDORF (st). Im vorletzten Heimspiel lautet die Aufgabe der TSV Hannover-Burgdorf, die HSG Wetzlar zu bezwingen. Am Sonnabend, 3. Mai, ab 19 Uhr gastiert mit der HSG in der Swiss Life Hall eine ebenbürtige Mannschaft, die ähnlich wie die Recken in den letzten Spielzeiten eine erstaunliche Entwicklung vollzogen hat und sich in Hannover nicht verstecken wird. Auch wenn es für das Endklassement der Liga eher ein Spiel um die „Goldene Ananas“ ist, wird doch ein spannendes und interessantes Match erwartet.
Beide Mannschaften werden sich in den letzten vier Spielen der Saison 2013/2014 nicht zurücklegen und die Serie locker ausklingen lassen. Sowohl HSG-Coach Kai Wandschneider wie auch Recken-Trainer Christopher Nordmeyer wollen einen einstelligen Tabellenplatz. Der ist nur durch weitere Punktgewinne zu erreichen. Aufgrund des Heimvorteiles der TSV und der Tatsache, dass mit dem Weltklassespieler Ivano Balic den Wetzlarern der Spielmacher verletzungsbedingt voraussichtlich fehlen wird, hat Hannover-Burgdorf die besseren Karten. Aber ohne eine gute Vorstellung werden die Punkte nicht so einfach in Hannover bleiben.
Der Gast aus Wetzlar zeigte sich bereits im Hinspiel als unbequemer Gegner und feierte Mitte November 2013 einen 30:27-Heimsieg. Das wird Jan Fiete Buschmann und seine Mitspieler auch jetzt noch ärgern – sie wollen sich revanchieren. Mit Runar Karason und Frederic Repke sind zwar noch zwei Akteure verletzt, aber auch der Rest des Teams kann mit einer konzentrierten Leistung vor eigenen Fans überzeugen.
Im Hinspiel machte besonders ein Spieler der TSV-Gäste auf sich aufmerksam. Steffen Fäth erzielte elf blitzsaubere Feldtore und steuerte zudem ein Siebenmetertreffer dazu. Auf ihn muss sich die Abwehrreihe der TSV also besonders einstellen. Der deutsche Nationalspieler ist aus dem linken Rückraum kaum zu stoppen und kommt er frei zum Wurf, dann sind auch die Burgdorfer Keeper Nikolai Weber und Martin Ziemer oft machtlos.
Mit Kent Robin Tönnesen steht von rechts ein weiterer Rückraumakteur bereit, der für leichte Tore gut ist. Der Landsmann von Joakim Hykkerud erzielte im Hinspiel drei Treffer. Zudem ist Tobias Reichmann von der rechten Außenposition gefährlich. Er erzielt mit schnellen Gegenstößen und aus spitzem Winkel seine Tore. Dagegen ist der Einsatz von Jens Tiedtke eher kraftvoller Natur. Wenn er als Kreisläufer ein Zuspiel bekommt, dann bringt er 102 Kilogramm in Bewegung und setzt sich geschickt durch.
Insgesamt hat die HSG ein ausgeglichenes Team, dass in Hannover sicherlich forsch auftreten wird und durch den 28:24-Sieg am vergangenen Wochenende gegen den SC Magdeburg auch Selbstvertrauen getankt hat. Die Recken wollen aber durch viel Einsatz und Kampfbereitschaft dafür sorgen, dass sie sich in den Vordergrund spielen. Gelingt es, die eigenen Fans, die das Team bisher immer toll unterstützten, als „achten Mann“ anzuspornen und selbst aus einer stabilen Abwehr fehlerfreie Angriffe zu initiieren, dann sollten die beiden Punkte in Hannover bleiben.
Mit viel Rückenwind könnte dann die nächste Auswärtsaufgabe beim HSV Hamburg in einer Woche in Angriff genommen werden.