TSV Hannover-Burgdorf könnte eine Vorentscheidung schaffen

Die TSV Hannover-Burgdorf hofft auswärts auf einen Erfolg. Der TSVer Jacek Bedzikowski will, wie hier beim TuS N-Lübbecke, den Gegenspielern davonlaufen. (Foto: Holger Staab)

Mit Erfolg im Auswärtsspiel bei TSV Dormagen wäre der Klassenerhalt nah

BURGDORF (hs). Wieder ein Vier-Punkte-Spiel für die TSV Hannover-Burgdorf! Bevor auch die TOYOTA-Handball-Bundesliga in eine dreiwöchige Osterpause geht, muss die TSV Hannover-Burgdorf am morgigen Donnerstag, 1. April, ab 20.15 Uhr noch einmal eine schwere Auswärtsaufgabe bewältigen. Die Spieler um ihren Trainer Frank Carstens reisen zum TSV Dormagen und könnten bei einem Erfolg einen Schritt mit Siebenmeilenstiefeln in Richtung Klassenerhalt schaffen.
Grund genug für die TSV, sich intensiv auf diese Begegnung vorzubereiten und alle Konzentration auf Dormagen zu richten. Nach dem wichtigen 28:26-Erfolg gegen HSG Düsseldorf könnte am morgigen Donnerstag bereits eine Vorentscheidung im Hinblick auf die nächste Saison in der höchsten deutschen Spielklasse der Handballer fallen. Der TSV Dormagen steckt tief im Abstiegsstrudel und kann sich nur noch durch eine Energieleistung aus der Misere befreien. Deshalb wird der Gastgeber alles versuchen, um gegen Hannover-Burgdorf erfolgreich zu sein.
Die TSV dagegen könnte die Abstiegszone hinter sich lassen. Die vergangenen Wochen und besonders die Heimspiele haben ein Polster von drei Punkten zum Relegationsplatz 16 gerissen. Dabei soll es, wenn es nach Trainer Carstens und allen TSV-Anhängern gehen würde, auch bleiben. Die Mannschaft ist sich der großen Chance bewusst und will endlich die Auswärtsschwäche besiegen. Die Abwehr muss stabil agieren und darf dem Gastgeber keine Möglichkeiten zur Entfaltung geben. „In fremder Halle müssen einfach alle Mannschaftsteile das Optimale leisten, dann haben wir eine Chance, ein Auswärtsspiel für uns zu entscheiden“, meint Trainer Carstens.
Für ihn wäre es auch eine Genugtuung, wenn der Klassenerhalt früh gesichert werden könnte. Zwar sind nach der Partie noch acht Spiele zu absolvieren, aber ein doppelter Punktgewinn vorausgesetzt, könnte die TSV ihre Planungen für die 1. Liga intensivieren. Bis dahin ist aber noch ein weiter Weg.
Im Hinspiel und das sollte der TSV als Warnung dienen, gab es nur einen knappen 28:26-Erfolg. Es war ein Spiel, das von Kampf und Einsatz geprägt war, indem die Deckungsreihen dominierten. Das könnte am Donnerstag genauso werden. Carstens wird sein Team auf die Angriffe der Dormagener einstellen und hofft auf eine engagierte Leistung seiner Torwarte Jendrik Meyer und Nenad Puljezevic.
Die Defensive muss besonders auf Kreisläufer Sebastian Linder und Rückraumspieler Spyros Balomenos achten. Sie sorgen in Dormagen dafür, dass der Klassenerhalt noch in Reichweite ist. Dormagen hat keinen überragenden Torschützen, der sich bis jetzt in der Torschützenliste bis nach vorn vorarbeiten konnte. Dafür tritt die Mannschaft geschlossen auf und hat mit Trainer Kai Wandschneider einen echten Motivationskünstler auf der Bank. Er kann sein Team mitreißen und zu außergewöhnlichen Leistungen treiben. Die mannschaftliche Geschlossenheit ist wohl der entscheidende Faktor. Da hat auch der Weggang von Christoph Schindler zum VfL Gummersbach Anfang des Jahres nicht zu einem Bruch geführt. Das zeigt allein schon der 30:28-Auswärtssieg bei HBW Balingen-Weilstetten.
Dormagen ist ein Abstiegskandidat und damit jederzeit gefährlich für die TSV. Es ist höchste Vorsicht geboten. Auch die Torwarte Jens Vortmann und Daniel Schlingmann können gerade in eigener Halle über sich hinauswachsen und die heimische Kulisse wird ihren Beitrag dazu leisten, dass der Gastgeber seine Chance auf einen Erfolg suchen wird. Die TSV ist bisher in Auswärtsspielen ein gern gesehener Gast. Nur ein Unentschieden bei TuS N-Lübbecke ist die magere Ausbeute in der Fremde. Am morgigen Donnerstag wäre ein Durchbruch dieser Negativserie angebracht.
Da bei Dormagen auch noch Rechtsaußen Tobias Plaz seit der Partie gegen TV Großwallstadt verletzt ist, sind die Chancen auf den ersten doppelten Punktgewinn in Auswärtsbegegnungen weiter gestiegen. Bei der TSV klagte Rückraumshooter Piotr Przybecki nach dem Spiel gegen Düsseldorf wieder mit Rückenschmerzen. Er wird sich aber durchbeißen und dann auf die dreiwöchige Pause nach Dormagen hoffen.