TSV Hannover-Burgdorf kämpft gegen Aufsteiger HC Erlangen

Linkshänder Runar Karason kommt bei der TSV Hannover-Burgdorf immer besser in Schwung und ist wichtiger Torschütze. (Foto: st)

Revanche für Niederlage im Hinspiel wäre ein wichtiger Schritt

BURGDORF (st). Die Mannschaft freut sich auf den Gegner und die Zuschauer können sich auf eine packende Partie einstellen. Die TSV Hannover-Burgdorf hat am Sonnabend, 21. März, ab 19 Uhr HC Erlangen zu Gast in der Swiss Life Hall. Eigentlich kein Leckerbissen für die Handballfans, aber im Hinspiel kassierten die Recken eine nicht einkalkulierte 29:32-Pleite und dafür wollen sich Lars Lehnhoff und seine Mitspieler in jedem Fall revanchieren.
Wenn es nach Trainer Christopher Nordmeyer geht, würden die TSVer den Gegner mal so richtig aus der Halle in Hannover fegen. Aber der HC Erlangen wird etwas dagegen haben, kämpft noch mit allen Mitteln gegen den Abstieg und will etwas Zählbares aus der Swiss Life Hall mitnehmen. Beste Voraussetzungen für ein echten Fight in der DKB Handball-Bundesliga. Hannover-Burgdorf wird sich trotz immer noch großen Verletzungssorgen kämpferisch präsentieren und die bisherigen Ergebnisse in diesem Jahr ausblenden müssen.
In den sechs Spielen im Jahr 2015 holte die Mannschaft nur beim 25:25-Unentscheiden bei TuS Nettelstedt-Lübbecke und beim Bergischen HC (31:31) am vergangenen Wochenende Punktgewinne und steht nur noch im unteren Mittelfeld der Tabelle. Bis zu einem Abstiegsrang sind es aber immer noch sechs Punkte und so besteht noch kein Grund zur Sorge. Eine weitere Niederlage gegen Erlangen würde aber nicht vorteilhaft sein und in einer Woche tritt die TSV dann beim ebenfalls abstiegsbedrohten Team TSV GWD Minden an. Ein deutliches Zeichen in Richtung gesichertem Mittelfeld wäre da am Sonnabend schon angebracht.
Im Hinspiel ließen die Burgdorfer dem Aufsteiger einfach zu viele Räume und lagen bereits zum Pausentee mit 13:15-Toren zurück. Besonders Spielmacher Martin Stranovsky mit insgesamt sieben Treffern, Linksaußen Martin Morawski (5) sowie Kreisläufer Sebastian Preiß (4) ließen die Recken nicht zum Zuge kommen. In der 55. Spielminute war die Partie beim 24:30-Zwischenstand zugunsten des HC entschieden und die TSV konnte nur noch eine Ergebniskorrektur erreichen.
Neben vielen technischen Fehlern in der Offensive machten Joakim Hykkerud und seinen Mitspielern auch die Chancenauswertung zu schaffen. Erlangens Keeper Nikolas Katsigiannis, ehemaliger Burgdorfer und ab Sommer 2015 Torwart des THW Kiel, entschärfte viele Würfe. Diese Faktoren sorgten summiert für die verdiente Niederlage gegen einen keinesfalls übermächtigen Aufsteiger.
Die Franken kämpfen noch um den Klassenerhalt und haben dazu durchaus gute Chancen. Immer wieder schaffen sie achtbare Ergebnisse und auch wichtige Punktgewinne. Aber die Konkurrenz im Abstiegskampf ist in der Bundesliga vielfältig. Die SG Bietigheim scheint als Tabellenletzter abgeschlagen, aber dann ist das Feld der Kandidaten mit TSV GWD Minden, TSG Friesenheim, TBV Lemgo, TuS Nettelstedt-Lübbecke und dem HC Erlangen schon groß. In dieser Saison werden vier Teams den Weg in die 2. Bundesliga antreten.
Die TSV muss aus den Fehlern des Hinspiels lernen und sich effektiv auf die Partie vorbereiten. In eigener Halle können sie den Rückenwind von voraussichtlich 3000 eigenen Fans spüren und werden auch aufgrund der vermeidbaren Niederlage in Nürnberg hoch motiviert ins Spiel gehen. Können Juan Andreu und Co sich von den Zuschauern tragen lassen und finden sie schnell zu ihrem Spiel, dann sollten zwei Pluspunkte in Hannover bleiben. Das ist aber nur möglich, wenn alle TSV-Akteure eine gute Form erwischen und Trainer Nordmeyer mit den richtigen taktischen Mitteln die Gäste überraschen kann. Die Recken können zwar jedes Team in der Bundesliga bezwingen, aber die Leistungsdichte aller Mannschaften liegt eng zusammen und deshalb können sie auch gegen vermeintlich leichtere Gegner eine Pleite einstecken, wenn sie nicht engagiert und mit dem Willen zum Erfolg ins Spiel gehen.