TSV Hannover-Burgdorf ist gleich zweimal gefordert

Der Siebenmeterschütze ist verletzt. Auf Lars Lehnhoff müssen die Recken voraussichtlich noch vier bis sechs Wochen verzichten. (Foto: st)

Beim SC DHfK Leipzig und gegen HSG Wetzlar sollen Erfolge gelingen

BURGDORF (st). Die TSV Hannover-Burgdorf hat gleich zwei Partien innerhalb von nur fünf Tagen vor der Brust. Zunächst geht die Reise nach Leipzig wo sich die Recken beim starken SC DHfK weiter verbessern und einen Auswärtssieg feiern wollen. Einige Tage später steht das Heimspiel gegen die HSG Wetzlar auf dem Plan. Auch hier wird sich die Mannschaft um Trainer Jens Bürkle nur mit einer überdurchschnittlichen Leistung mit Punkten belohnen können.
Der Saisonstart für Bundesligist Hannover-Burgdorf ist kein Zuckerschlecken. Nach den Begegnungen bei FrischAuf! Göppingen (34:23) und gegen SC Flensburg-Handewitt (20:35) stehen jetzt innerhalb von wenigen Tagen zwei weitere harte Brocken auf dem Spielplan. Auch hier werden die Bürkle-Schützlinge alles geben müssen, um einen Punktgewinn zu schaffen. Es drohen zwei Niederlagen, aber das gilt es mit vollem Einsatz zu verhindern und Kapitän Torge Johannsen und seine Mitspieler wollen nach der Pleite gegen Flensburg bessere Vorstellungen bieten.
Am heutigen Mittwoch, 14. September reisen die Recken nach Leipzig, um gegen den letztjährigen Aufsteiger SC DHfK ab 19 Uhr einen Erfolg anzustreben. Dazu werden viele Faktoren wichtig sein. Zunächst hoffen die Burgdorfer wieder auf die starken Olympiateilnehmer. Nach den Strapazen in Rio sind Kai Häfner, Casper Mortensen und Morten Olsen wieder voll im Team integriert und wollen sich stark präsentieren. Dann muss aber die Organisation in der Abwehr verbessert sein und die Chancenverwertung gegenüber dem Flensburg-Spiel optimiert sein.
Gegen Leipzig haben die TSVer in der vergangenen Saison eine bittere 25:31-Heimniederlage kassiert. Im Rückspiel in Leipzig gelang ein 29:29-Remis. Der Gastgeber hat sich mit Andreas Rojewski vom SC Magdeburg, Spielmacher Roman Becvar von Empor Rostock, Tobias Rivesjö vom HC Erlangen und Niclas Pieczkowski vom Absteiger TuS Nettelstedt-Lübbecke ausnahmslos im Rückraum verstärkt. Die Leipziger mussten aber auch sechs Spieler zu anderen Vereinen ziehen lassen. Der 13. Platz in der vergangenen Spielzeit, zeigt die Qualität des SC, der auch in dieser Serie nicht an Abstieg denkt. Für Fabian Böhm und Co also ein ganz schweres Auswärtsspiel, das sie nur mit viel Einsatz und dem Willen zum Erfolg positiv abschließen können. Die über 4000 Zuschauer in der Arena Leipzig werden den Recken aber das Siegen schwer machen, denn sie stehen wie ein Mann hinter ihrem Team.
Am Sonntag, 18. September, ab 17.15 Uhr erwartet die TSV dann in der Swiss Life Hall die HSG Wetzlar. Das letzte Spiel und damit das Rückspiel in der Serie 2015/2016 ist bereits im Dezember vergangenen Jahres gewesen. In Hannover konnten sich die Spieler um Keeper Martin Ziemer mit 28:24-Toren durchsetzen. Das wäre wohl auch für Sonntag das Wunschergebnis. Die Wetzlarer haben einen Umbruch vollzogen. Acht Abgängen stehen zehn Neuzugänge gegenüber und drei Jugendspieler sollen im Bundesligateam integriert werden. Ob das gelingt, wird sich wohl erst in den nächsten Wochen zeigen. Die HSG ist jetzt noch eine Wundertüte, kann aber in Hannover optimistisch auftreten.
Die Recken hoffen auf ihre Heimstärke und das hannoversche Publikum, das wie eine Wand hinter den Spielern stehen und eine tolle Stimmung erzeugen kann. Wichtiger wird aber sicherlich noch die Qualität, die nach dem Mittwochspiel auf dem Hallenboden gezeigt wird. Wenn die Defensive steht und die Torwart Martin Ziemer und Malte Semisch mit guten Paraden glänzen können, dann ist ein Sieg realisierbar.