TSV Hannover-Burgdorf ist beim Traditionsclub Favorit

Tamas Mocsai will mit seinem Team im Auswärtsspiel beim VfL Gummersbach mit kraftvollem Einsatz einen Erfolg verbuchen. (Foto: Holger Staab)

Auswärtssieg beim VfL Gummersbach soll 6. Platz sichern

BURGDORF (hs). In der Saison 2011/2012 landete der Traditionsclub der DKB Handball-Bundesliga, der VfL Gummersbach, noch auf dem 11.Platz und damit zwei Plätze vor der TSV Hannover-Burgdorf. Die Vorzeichen haben sich in dieser Spielzeit grundlegend geändert, der VfL schwebt noch in Abstiegsgefahr, während die Recken der TSV noch auf einen Europapokalplatz schielen. So hat die Partie am Sonntag, 28. April, ab 17.30 Uhr, einen überraschenden Favoriten, der vor der Saison so wohl nicht genannt werden worden wäre – die TSV.
Dies bedeutet aber keinesfalls ein leichtes Spiel für die Mannschaft um Trainer Christopher Nordmeyer. Der Recken-Coach fordert deshalb energisch eine konzentrierte Vorstellung seines Teams. Der VfL wurde in der SwissLife-Hall, ehemals AWD-Hall, in Hannover im November 2012 im Hinspiel mit 33:28-Toren bezwungen, wird sich am Sonntag aber mit aller Macht gegen eine Niederlage stemmen. In der Eugen-Haas-Sporthalle in Gummersbach soll, wenn es nach Gummersbach geht, mit einem Sieg der Klassenerhalt fast schon perfekt gemacht werden.
Da hat die TSV aber einiges entgegen zu setzen, will ihrerseits einen doppelten Punktgewinn verbuchen und ihren bisher grandiosen 6.Platz verteidigen und sichern. Im April stehen für die TSV nur zwei Auswärtsspiele auf dem Spielplan. Im ersten Spiel bei der SG Flensburg/Handewitt mussten sich die Nordmeyer-Schützlinge mit einer 26:32-Niederlage abfinden und so ist der Vorsprung auf den Tabellensiebten SC Magdeburg auf nur noch fünf Punkte geschrumpft. Eine weitere Niederlage würde den Kampf um den 6. Platz fünf Spieltage vor Ende der Saison noch einmal spannend machen. Das wollen Torwart Martin Ziemer und seine Mannschaftskameraden gern vermeiden.
Deshalb ist Vorsicht vor dem VfL geboten. Gummersbachs Coach Emir Kurtagic hat ein Team mit Potenzial. Vor der Serie musste die Mannschaft aufgrund eines krassen Sparkurses einige wichtige Spieler ziehen lassen. Igor Anic (zum französischen Club Cesson Rennes HB), Jonathan Eisenkrätzer (TV Großwallstadt), Vjenceslav Somic (Croatia Zagreb nach Kroatien) und Patrick Wiencek (THW Kiel) wechselten den Verein und mit Michal Kopco (von Tatran Presov aus der Slowakei), Torwart Borko Ristovski (HC Vardar Skopje aus Mazedonien) und Ivan Dimitrijevic (vom serbischen Club Partizan Belgrad) konnten nur wenig bekannte Neuzugänge verpflichtet werden.
Aber es stehen immer noch erstklassige Akteure im VfL-Team. Die Rückraumspieler Adrian Pfahl, Barna Putics oder Christoph Schindler, sowie Außenspieler Vedran Zrnic oder Kreisläufer Jörg Lützelberger sind Qualität. Im Hinspiel sorgte auch Dennis Krause aus dem Rückraum mit sechs Treffern für erhebliche Gefahr. Zudem stehen mit Borko Ristovski und Aljosa Rezar zwei gute Keeper zwischen den Pfosten, die den TSV-Angreifern so manchen Wurf entschärfen wollen.
Es wird also kein Spaziergang in Gummersbach und das ist den Recken bewusst. Nur mit einer über die gesamte Spielzeit gut gestaffelten Abwehr und einer guten Chancenverwertung in der Offensive ist die Partie im bergischen Land erfolgreich zu bewältigen. Lohn für eine engagierte Leistung wären nicht nur zwei Pluspunkte und eine fröhliche Rückreise, sondern zunächst ein gesicherter und nicht erwarteter 6.Platz im Zwischenklassement der spannenden Bundesligasaison.