TSV-Handballer wollen sich schöne Ostertage bereiten

Mit seiner Power hat er in dieser Saison aus dem Rückraum bereits einige wichtige Treffer für die Recken erzielt – Vasko Sevaljevic. (Foto: st)

Heimspiel gegen VfL Gummersbach könnte zwei Pluspunkte bescheren

BURGDORF (st). Mit einem Sieg im Heimspiel gegen den VfL Gummersbach will sich die TSV Hannover-Burgdorf am Gründonnerstag, 2. April 2015, ab 19.00 Uhr selbst ein vorgezogenes Ostergeschenk und mit zwei Pluspunkten einen wichtigen Schritt zurück ins Mittelfeld machen. Allerdings wird das gegen den Traditionsclub keine leichte Aufgabe, denn die Mannschaft um Trainer Emir Kurtagic hat gute Chancen auf einen einstelligen Tabellenplatz und will alle Möglichkeiten für dieses Ziel nutzen.
Die Spiele zwischen dem VfL Gummersbach und den Recken sind meist spannend und oft sogar hochdramatisch. Der Leistungsstand der Teams ist auf Augenhöhe und die Spielanlage ähnlich. So kam es in den letzten Duellen zu meist knappen Ergebnissen.
Wie auch in der Hinrunde, als die TSV durch einen Last-Minute-Treffer von Kai Häfner eine Sekunde vor Abpfiff noch den 29:29-Ausgleich erzielte und die TSV aus der neuen Schwalbe-Arena in Gummersbach einen Punkt entführen konnte. Dabei hatten die Spieler um den achtfachen Torschützen Lars Lehnhoff drei Minuten vor Schluss noch mit 26:29-Toren zurückgelegen.
Diese Moral erhofft sich Coach Christopher Nordmeyer auch am Donnerstag, für ihn wäre es aber zielgerichtet, wenn das Ergebnis zugunsten der TSV dann doch etwas höher ausfallen könnte. Aber die Aussage „Hauptsache gewonnen“ würde auch bei einem Ein-Tore-Vorsprung zutreffen und für zwei Punkte ausreichen.
Damit ein Sieg geschafft werden kann, müssen aber in der Swiss-Life Hall einige Faktoren zutreffen und die Spieler um den, nach der Saison zu Toulouse wechselnden, Rückraumspieler Vasko Sevaljevic werden ein Topleistung abliefern müssen.
Bei den Gästen steht mit Carsten Lichtlein ein exzellenter Keeper zwischen den Pfosten, der an guten Tagen die Angreifer des Gegners zur Verzweiflung bringen und viele gute Tormöglichkeiten vereiteln kann. Allerdings hatten die Burgdorfer im Hinspiel nur wenig Mühe und besonders die Kreisläufer Joakim Hykkerud und Juan Andreu konnten Lichtlein vom Kreis insgesamt achtmal überwinden. Bei einer guten Chancenverwertung und gezielten Würfen ist auch der Nationaltorwart nicht unüberwindbar.
Die Defensive der Recken kann ein weiterer Pluspunkt werden. Gelingt es der TSV die starken Angreifer der Oberbergischen frühzeitig am Wurf zu hindern oder schnelle Gegenstöße zu unterbinden, dann liegt ein weiterer Vorteil beim Gastgeber. Dazu müssen aber die überfallartigen Konter des Linksaußen Raul Santos unterbunden werden. Sicherer Spielaufbau bis zu einer guten Abschlussmöglichkeit wird dabei entscheidend sein und auch die technische Fehlerquote sollte niedrig gehalten werden.
Neben Santos, der in Gummersbach sieben Treffer erzielte, sind die Rückraumspieler Mark Bult (6) und Andreas Schröder (5) zu beachten. Gegen die Shooter aus der Fernwurfzone ist beherztes Zufassen und eine bewegliche 6:0-Abwehrformation gefragt. Die Deckung wird dann auch noch den Kreisläufer Joakim Larsson abschirmen müssen, damit auch vom Kreis nur wenig Treffer fallen können.
Alle Spieler der Gummersbacher zu neutralisieren ist sicherlich nicht möglich, denn dann würden die Gäste keine Tore erzielen, aber die Differenz der nicht erfolgreichen Angriffe des VfL im Vergleich zu den erfolgreichen Angriffen der TSV wird letztlich über Sieg und Niederlage entscheiden.
Gelingt es Timo Kastening und Co schon früh, die eigenen Fans auf ihre Seite zu ziehen und mit ihrer Kampfkraft und Einsatzfreude die Herzen der Zuschauer zu gewinnen, dann wird den Gummersbachern auch noch die Stimmung in der Halle entgegenstehen und ein Erfolg von Hannover-Burgdorf käme in greifbare Nähe.
Auf ihren Rückraumspieler Kai Häfner müssen die TSVer allerdings voraussichtlich verzichten. Er zog sich bei der 22:31-Niederlage bei GWD Minden eine Knieverletzung zu.
Ein Sieg vor dem schweren Auswärtsspiel am 11. April bei Frisch Auf Göppingen wäre ein wichtiger Schritt in Richtung Mittelfeld und würde die Abstiegsgefahr nach dem schlechten Start ins Jahr und dem Sieg gegen HC Erlangen in den letzten Begegnungen wohl endgültig bannen.