TSV Burgdorf spielte nur eine Nebenrolle

TSV Barsinghausen gewann das Sportbuzzer Masters

BURGDORF (kd). Keine Rolle spielten beim Sportbuzzer Masters in diesem Jahr die Altkreismannschaften. Vor mehr als 3.100 Zuschauern fanden am Sonntag in der hannoverschen Swiss-Life-Hall die Entscheidungen statt. Nachdem bereits in den Vorrundenturnieren Teams wie der SV Ramlingen/Ehlershausen, Heesseler SV, FC Lehrte oder 06 Lehrte nicht auf die erforderliche Punktezahl kamen und sich damit nicht für die Endrunde der besten 12 Mannschaften qualifizieren konnten, ruhten die Hoffnungen allein auf der TSV Burgdorf, die sich für die Endrunde der besten zwölf Mannschaften qualifizieren konnte.
Doch auch für die TSV Burgdorf lief es am Sonntag in den Finalspielen nicht nach Wunsch, obwohl die TSVer vor einem Jahr als Dritter das Turnier beendeten und daher zum erweiterten Kreis der Titelanwärter zählten. Dabei verlief der Auftakt ganz nach Wunsch von Trainer Holger Kaiser. In ihrem ersten Vorrundenspiel der Gruppe C kamen die Burgdorfer durch Tore von Jason Mau (5.) und Patrick Hiber (12.) zu einem 2:0-Sieg über den FC Springe.
Damit hätte den TSVern bereits ein Remis im abschließenden Gruppenspiel gegen den SV B-E Steimbke gereicht, um ins Viertelfinale einzuziehen. Doch es kam anders. „Wir haben uns selber abgeschossen, weil uns wieder dieselben Fehler unterlaufen sind“, meinte TSV-Trainer Holger Kaiser sarkastisch. So ließen sich die TSVer von dem Klassengefährten aus Steimbke überrumpeln. Bereits nach fünf Minuten war durch die Tore von Mirko Theiss (1.) und Oliver Poltier (2. und 5.) mit einer 3:0-Führung mehr als eine Vorentscheidung zu Gunsten der Mannschaft aus dem Kreis Nienburg gefallen, die bei einer Spielzeit von 12 Minuten in der 8. Minute durch Patrick Pachonik sogar noch auf 4:0 erhöhte.
Nun musste die TSV Burgdorf im abschließenden Gruppenspiel zwischen dem SV B-E Steimbke und dem FC Springe auf die Mithilfe der Steimbker hoffen. Bis zur Schlussminute sah es nach Toren des Springers Kay Wedderke (6.) und Patrick Pachonik (9.) beim Stande von 1:1 noch so aus, als wenn die TSV Burgdorf ins Viertelfinale einziehen würde. Doch gelang dem Springer Sascha Buchholz (12.) buchstäblich mit der Schlusssekunde noch der 2:1-Siegtreffer.
Damit waren alle drei Mannschaften mit drei Zählern punktgleich, so dass das Torverhältnis über das Weiterkommen entscheiden musste. Das sprach durch die 0:4- Niederlage gegen Steimbke zu Ungunsten der TSVer, die zusammen mit dem HSC Hannover, SC Hemmingen/Westerfeld und dem FC Eldagsen bereits nach der Vorrunde ausscheiden mussten. Als Gruppenerster konnten dagegen der SV B-E Steimbke und der FC Springe als Gruppenzweiter ins Viertelfinale einziehen, wo für den SV B-E Steimbke mit 0:3 gegen den TSV Barsinghausen und für FC Springe mit 1:3 gegen den TSV Havelse das Aus kam. Genauso wie für den TuS Davenstedt mit 0:1 gegen den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide und den OSV Hannover mit 2:3 gegen den TSV Stelingen.
Im Halbfinale scheiterte der Pokalverteidiger TSV Krähenwinkel/Kaltenweide mit 5:6 nach Neunmeterschießen am TSV Barsinghausen. In der zweiten Begegnung setzte sich der TSV Havelse glatt mit 4:1 gegen den TSV Stelingen durch, so dass es zum Endspiel zwischen dem TSV Barsinghausen und dem TSV Havelse kam, dass der Außenseiter aus dem Deister mit 6:5 nach Neunmeterschießen für sich entschied und damit das Sportbuzzer Masters gewann.
Für den Sieg wurde der TSV Barsinghausen von Madsack Verlagsleiter Günter Evert neben dem Wanderpokal noch mit einer Siegprämie von 2.500 Euro belohnt, während der Regionalligist aus Havelse sich für die unglückliche Niederlage als Zweiter noch mit 1.500 Euro trösten durfte. Dritter wurde der TSV Stelingen, der gegen den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide das Neunmeterschießen mit 3:2 gewann und dafür noch 1.000 Euro in Empfang nahm.