TSV Burgdorf kann 1. FC Magdeburg eine Stunde lang Paroli bieten

Einstiger Europapokalsieger bringt über die Hälfte der Zuschauer mit

BURGDORF (de). In einem Auswärtsspiel fühlten sich am Mittwochabend nicht nur Burgdorfs Manager Ulrich Pigulla, sondern auch zahlreiche Anhänger der TSV Burgdorf versetzt, als sie die Stadiontore passierten, um bei dem Gastspiel des Regionalligisten 1. FC Magdeburg mit dabei zu sein. Nahezu die Hälfte der insgesamt 350 Zuschauer war extra aus Magdeburg angereist, um das Burgdorfer Stadion in ein Blau-weißes Fahnenmeer umzuwandeln.
Zahlreiche mitgebrachte Transparente der FCM-Fans dokumentierten einmal mehr, dass die Liebe der Fans zum Europapokalsieger der Pokalsieger aus dem Jahre 1974 ungebrochen ist. Das wird auch durch die Tatsache dokumentiert, dass die Magdeburger bereits 1000 Dauerkarten absetzen konnten. Den Abstecher nach Burgdorf nutzten die Magdeburger, um zu einem erschwinglichen Preis in Burgdorf anzutreten, da sie sich zur Zeit in Wesendorf (Kreis Gifhorn) im Trainingslager befinden. Eine knappe Stunde lang konnte die TSV Burgdorf dem zwei Klassen höher spielenden Gegner Paroli bieten, um am Ende doch noch mit 0:5 (0:1) das Nachsehen zu haben.
Pech für den Sechstligisten aus Burgdorf, dass er bereits in der 5. Minute durch einen sehenswerten Direktschuss von Florian Beil mit 0:1 in Rückstand geriet. Im weiteren Verlauf der 1. Halbzeit tat sich der FCM schwer mit den kampfstarken Burgdorfern, die Pech hatten, dass Tarek Rudolph nur den Pfosten traf. In der 2. Halbzeit setzten sich dann die größeren Kraftreserven der Gäste durch. Der Widerstand der TSV Burgdorf, die mit Patrick Hiber und Fabian Hoheisel auf wichtige Leistungsträger verzichten musste, erlahmte endgültig, als Marius Sowislo in der 62. Minute auf 2:0 erhöhen konnte. Fabio Viteritti (65.), Fabian Burdenski (74.) und Peter Hackenberg (90.) sorgten für den am Ende noch deutlichen 5:0-Sieg, den Ulrich Pigulla um drei Tore zu hoch empfand.
TSV Burgdorf: Homann (46. Kaffeya) - Yüksel, Jackowski, Yeboah (46. Redemann), Nnane - Matheusz Duraj, Rudolph (70. Marc Omelan) - Ehlert, Marvin Omelan, Heldt (76. Reinecke) - Michael Duraj.