TSV Burgdorf II kann sich im heutigem Topspiel weiter absetzen

Kann Kreisläufer Robin Kothe von der TSV Burgdorf II gegen TuS GW Himmelsthür immer so frei zum Torwurf kommen, dann sollte eine weiterer Heimerfolg gelingen. (Foto: Holger Staab)

TSV-Frauen sind gegen Knetterheide nicht chancenlos

ALTKREIS (hs). In der Handballoberliga Niedersachsen hat die TSV Burgdorf II auch weiterhin die besten Karten und steht an der Tabellenspitze. Nur der Lehrter SV, VfL Hameln und die HSG Northeim scheinen dem Spitzenreiter gefährlich werden zu können. Heute und am kommenden Wochenende stehen zum Ende der Hinrunde sowohl für die TSV II (beim VfL Hameln und gegen TuS GW Himmelsthür) als auch für den Lehrter SV (bei MTV Großenheidorn) schwere aber lösbare Aufgaben auf dem Spielplan. In der 3. Liga der Frauen hat die TSV Burgdorf die SG Knetterheide-Schötmar zu Gast und will eine Überraschung schaffen.
Der unangefochtene Spitzenreiter TSV Burgdorf gastiert heute ab 20 Uhr beim Tabellenzweiten VfL Hameln. Ein Topspiel mit vorentscheidendem Charakter. Auf das absolute Spitzenspiel der Oberliga freuen sich viele Handballer in der Region Hannover. Die beiden augenblicklich wohl besten Teams der höchsten niedersächsischen Spielklasse, der VfL Hameln und die Bundesligareserve der TSV Burgdorf treffen im Nachholspiel in der Sporthalle Nord in Hameln aufeinander. Beide Teams trennen nur vier Punkte voneinander. Schon deshalb könnte die Partie auch für eine Vorentscheidung sorgen, denn Spitzenreiter TSV hat noch keinen Verlustpunkt. Gewinnen die Spieler um Sven Lakenmacher auch die Begegnung in Hameln, haben sie sechs Punkte Vorsprung vor den Verfolgern. Ein Ruhekissen für die nächsten Aufgaben und ein großer Schritt in Richtung Niedersachsenmeisterschaft und Aufstieg in die 3. Liga.
Das versuchten die Gastgeber aber zu verhindern. Ein Hamelner Sieg könnte die Oberliga noch einmal spannend machen. Gerade in Spitzenspielen trat die TSV II allerdings in der Hinrunde bisher sehr konzentriert auf und schockte die Gegner mit ihrem aggressiven und schnellen Spiel. Sie werden dabei aber in der Deckungsarbeit wachsam sein müssen, denn die Hamelner Angreifer sind brandgefährlich und nach der Auftaktniederlage beim MTV Vorsfelde legte der VfL eine ähnlich beeindruckende Siegesserie hin wie der Tabellenführer. In diesem Spiel wird alles drin sein, was ein Handballherz höher schlagen lässt, deshalb werden eine Menge Zuschauer erwartet und die Stimmung in der Hamelner Halle dementsprechend aufgeladen sein.
Mit einem Sieg und einem guten Gefühl könnte die TSV II dann in die letzte Partie der Hinrunde in der Oberliga gehen. Am Sonntag, 22. Januar, ab 17 Uhr stellt sich TuS GW Himmelsthür in der Burgdorfer Halle an der Grünewaldstraße vor und ist nach der Platzierung der Zwischentabelle eher chancenlos. Aber die jungen TSV-Spieler sollten sich von der Tabellenkonstellation nicht täuschen lassen und müssen engagiert und hoch motiviert zur Sache gehen, um keine negative Überraschung zu erleben.
„Das die Mannschaft nicht nachlässig wird, ist meine Aufgabe“, meint Trainer Sven Lakenmacher, „wir wollen keinen Gegner vorführen, aber die Mannschaft hat Spaß am schnellen Spiel und zieht es bis zum Ende durch.“ Gelingt das auch gegen den Abstiegskandidaten Himmelsthür, dann springt ein deutlicher Erfolg heraus. In jedem Falle ist die TSV hoher Favorit und sollte zwei weitere Punkte in Richtung Niedersachsenmeisterschaft sammeln können.
Der Lehrter SV will der TSV auf den Fersen bleiben und am Sonnabend, 21. Januar, ab 19 Uhr beim MTV Großenheidorn einen Sieg einspielen. Einfach wird die Aufgabe nicht, aber der LSV geht, trotz eines nur knappen 25:24-Sieg gegen MTV Vorsfelde, voller Zuversicht ins Spiel. Die Großenheidorner sind in dieser Saison nicht so stark, wie zuletzt, aber sie stehen im gesicherten Mittelfeld und sind in eigener Halle immer gefährlich und heimstark. LSV-Trainer Lutz Ewert will sein Team motivieren und in den nächsten Begegnungen Erfolge verbuchen.
Damit können sie am Sonnabend starten und Till Dreißigacker, Leonardo Meomartino und ihre Mitspieler sind individuell stärker als der Gastgeber. Ein doppelter Punktgewinn würde dem Team für die ersten Partien der Rückrunde bei TuS GW Himmelsthür (28. Januar) und im Spitzenspiel in Lehrte gegen den VfL Hameln (4. Februar) sicher Auftrieb geben.
Den würden auch die Frauen der TSV Burgdorf dringend benötigen. Am Sonntag haben sie bereits ab 11:30 Uhr die Möglichkeit dazu. Mit der SG Knetterheide/Schötmar kommt ein Team aus dem Mittelfeld nach Burgdorf. Im Hinspiel musste die Mannschaft von Coach Thomas zwar eine deutliche 28:35-Niederlage einstecken, aber in der Burgdorfer Halle der Gudrun-Pausewang-Schule ist das junge Team nicht chancenlos. Mit schnellen Gegenstößen und guter Abwehrarbeit könnten Carina Aselmeyer und ihre Mitspielerinnen das Spiel ausgeglichen gestalten und zum Schluss mit ein wenig Glück vielleicht die entscheidenden Treffer für einen Sieg erzielen.