TSV Burgdorf II ging zum Jahresende die Puste aus

Hendrik Pollex kann seine Stärken im Rückraum ausspielen und einen Treffer für die TSV Burgdorf II erzielen. (Foto: st)

Nach vier Niederlagen in Folge ist Platz 5 dennoch positiv

BURGDORF (st). Die Ausbildungsmannschaft der TSV Burgdorf hat in der laufenden Saison 2014/2015 gezeigt, was in ihr steckt. Besonders in der Anfangsphase der Serie konnten die Spieler um die Zwillinge Yannik und Maurice Dräger starke Leistungen abliefern und spielten sich immer mehr in den Vordergrund der 3. Liga Ost. Nach 15 Partien stehen sie derzeit auf einem Platz im vorderen Mittelfeld und wollen den in der Anfang Januar beginnenden Rückrunde auch verteidigen.
Nach einer turbulenten Spielzeit 2013/2014 konnte die TSV Burgdorf II gerade noch den Abstieg vermeiden, die Zugehörigkeit zur 3. Liga sichern und damit einen wichtigen Baustein für die Nachwuchsarbeit rund um den Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf sichern. Trainer Sven Lakenmacher entschied sich aber zu einem Wechsel zum aufstrebenden Team HF Springe und machte Platz für Heidmar Felixson, den ehemaligen Bundesligaspieler der TSV. Die Staffeleinteilung vor der Saison sorgte dann für weitere Schlagzeilen, denn die Nachbarn HSV Hannover, TS Großburgwedel, HF Springe und die TSV II wurden in verschiedenen Staffeln eingeteilt. Alle Proteste der beteiligten Vereine halfen nichts und so startete die TSV mit Wut im Bauch in die 3. Liga Ost.
Und die Serie begann für die Felixson-Schützlinge klasse. Robin Gogol und Jannis Finke hatten die Mannschaft verlassen, aber mit Dominik Kalafut und Lars Eichelmann kamen zwei neue Feldspieler ins Team. Wichtiger war aber noch die Verpflichtung von Torwart Jendrik Meyer von HF Springe. Der Rückkehrer nach Burgdorf sollte in der Hinrunde für den großen Rückhalt im Team sorgen.
Nach zwei wichtigen Auftaktsiegen bei HG Köthen (25:24) und gegen HSV Bad Blankenburg (26:18) kassierte die TSV zwar im Auswärtsspiel beim Dessau-Roßlauer HV mit 22:26-Toren die erste Niederlage, danach folgte aber eine tolle Erfolgsserie, die vorher nicht zu erwarten war. Timo Kastening und seine Mitspieler schafften in acht Partien 14:2-Punkte und mussten sich zwischenzeitlich nur im Derby beim HSV Hannover eine 21:35-Pleite gefallen lassen. Das Resultat war ein 4. Tabellenplatz mit Kontakt zu den Topteams SC Magdeburg II, HC Elbflorenz und HSG Rodgau Nieder-Roden.
Die Mannschaft hatte bewiesen, dass die schlechte vorherige Spielzeit nur ein Ausrutscher war und konnte spielerisch und kämpferisch überzeugen. Auch die vielen Einsätze der jungen Talente Kastening, Hendrik Pollex, Yannik und Maurice Dräger im Bundesligateam schwächten die Mannschaft nur wenig. Allerdings kamen dann auch im eigenen Kader einige Verletzungen von Leistungsträgern nicht zum richtigen Zeitpunkt. Niklas Herrmann und Jonathan Semisch fielen lange Zeit aus und auch Frederic Repke steht noch nicht vor einem Comeback. In der Endphase des Jahres musste das Team deshalb, vielleicht auch aufgrund von Kräfteverschleiß, vier Niederlagen in Folge einstecken.
Seit dem 23. November verloren die Burgdorfer gegen MSG Groß Bieberau/Modau (28:31), bei HSG Rodgau Nieder-Roden (24:26), bei SG LVB Leipzig (29:33) und gegen SC Magdeburg II (28:29) jeweils knapp. Durch die gute Anfangsphase der Serie stehen Trainer Felixson und seine Nachwuchskräfte aber immer noch auf dem 5. Tabellenplatz. Mit 18:12-Punkten und einem positiven Torkonto ist die Mannschaft im Soll und kann zuversichtlich auf die Rückrunde schauen. Jendrik Meyer und Co haben viel Einsatz und Engagement gezeigt und sich in der neuen Liga behauptet. Gelingt das auch nur annähernd in der Rückserie, dann ist das Ziel, die Entwicklung der Spieler fortzuführen, erreicht. Die Erfahrungen, die die Talente in der neuen Umgebung gesammelt haben, wird ihnen keiner mehr nehmen können und ihnen im weiteren Verlauf ihrer Karriere weiterhelfen.