TSV Burgdorf hat gegen Leipzig noch etwas gutzumachen

Yannick Dräger hat in dieser Saison bereits einige Einsätze im Bundesligateam hinter sich, möglicherweise wird er auch in Leipzig Erfahrungen sammeln können. (Foto: st)

Recken gastieren beim starken Aufsteiger und wollen einen Sieg

BURGDORF (st). Für die TSV Hannover-Burgdorf wird das Pfingstwochenende nicht dazu genutzt, um sich auszuruhen und die Seele ein wenig baumeln zu lassen. Die Mannschaft um Trainer Jens Bürkle wird sich intensiv auf das drittletzte Pflichtspiel der Saison 2015/2016 vorbereiten und deshalb auch am Pfingstsonntag trainieren. Am Montag, 16. Mai, wird dann um 15 Uhr die Partie beim SC DHfK Leipzig angepfiffen und da haben die Recken noch etwas gutzumachen.
Noch hat Handballbundesligist TSV Hannover-Burgdorf drei Saisonspiele, in denen sie nicht nur sechs Punkte, sondern auch viel Respekt erarbeiten kann. In vielen Partien der langen Serie haben die TSVer mit guten Leistungen von sich reden gemacht und ihre Fans überzeugen können. Das soll am Montag in der Arena Leipzig ebenfalls so sein. Mait Patrail und seine Mitspieler haben aber nach dem beeindruckenden 25:22-Erfolg gegen die Füchse Berlin, nur noch drei Begegnungen, in denen sie sich auszeichnen können. Nach Leipzig werden für die TSVer gegen den TBV Lemgo und bei den Rhein-Neckar Löwen noch schwere Aufgaben folgen. Bereits am 29. Mai wird dann der Schlusspfiff für die Saison ertönen, da das Heimspiel gegen den HSV Hamburg wegen der Insolvenz des HSV abgesetzt wurde. Alle anderen Bundesligisten beschließen erst eine Woche später ihr Programm.
In der näheren Betrachtung steht für Bürkle und seine Spieler jetzt aber ganz klar die Partie in Leipzig. Die Mannschaft fährt mit Wut im Bauch in die Messestadt, denn im Hinspiel kassierten sie in der hannoverschen Swiss Life Hall eine bittere 25:31-Niederlage. Das war ein gebrauchter Tag und die Recken trauerten dieser Niederlage Mitte Oktober noch lange nach. Erst im Dezember hatten sie die Schmach nach einer Erfolgsserie überwunden.
Deshalb werden sie sich auf Leipzig besonders vorbereiten und wollen eine Wiedergutmachung. Dazu ist nicht nur eine durchschnittliche Vorstellung abzuliefern. Die Spieler um Keeper Martin Ziemer werden in allen Mannschaftsteilen und auch in der Abwehr und der Offensive eine optimale Qualität abliefern müssen. Die Leipziger sind als Aufsteiger mit mächtigem Schwung in ihre erste Bundesligasaison gestartet und stehen ungefährdet vom Abstieg auf dem 11. Tabellenplatz. Die Mannschaft um Coach Christian Prokop hat gerade in Heimspielen viel zu bieten und kann mit einer geschlossenen Teamleistung jeder Mannschaft gefährlich werden.
Im Spiel in Hannover überraschten die Gäste um Torwart Milos Putera schon in der ersten Spielhälfte und nahmen einen 14:10-Vorsprung mit in die Kabine. Auch im zweiten Spielabschnitt fanden die TSVer kein Mittel gegen die aggressiven und motivierten Leipziger und lagen bereits in der 48. Spielminute uneinholbar mit 18:24-Toren zurück. Besonders der Ex-Recke Aivis Jurdzs zeigte gegen seine ehemaligen Kameraden eine Klasseleistung und schenkte der TSV sieben Treffer ein.
Auf Jurdzs, aber auch auf Lucas Krzikalla, Alen Milosevic, Marvin Sommer und Maximilian Janke wird die Recken-Defensive eingestellt sein müssen. Nur wenn die Angreifer des SC früh am Wurf gestört werden und die Leipziger von Beginn an unter Druck gesetzt werden, kann die TSV ihrerseits für Gefahr sorgen und sich für das Hinspiel revanchieren. Ein doppelter Punktgewinn in diesem Auswärtsspiel würde die Recken nochmal ins Gespräch bringen, aber mehr als der 7.Platz wird wohl nicht mehr möglich sein. Bei einer Niederlage hingegen, werden sich die Bürkle-Schützlinge wohl mit einem einstelligen Tabellenplatz begnügen müssen, was die Leistungen der Saison allerdings nicht schmälert, denn das war das Ziel für die Serie 2015/2016.