TSV Burgdorf gewinnt gegen 1. FC Egestorf/Langreder

Erste Niederlage für den Landesliga-Spitzenreiter

BURGDORF (de). Unglaublich, aber wahr. Die TSV Burgdorf ist unter ihrem neuen Trainer Volker Herfort zu neuem Leben erwacht. Seitdem der frühere Kotrainer bei der TSV Burgdorf als Chefcoach das alleinige Sagen hat, holte die Mannschaft aus den letzten acht Spielen 22 von möglichen 24 Punkten. Das I-Tüpfelchen setzte die Burgdorfer Mannschaft am Sonntag mit ihrem 2:0 (0:0)-Sieg bei dem bis dato noch verlustpunktfreien Tabellenführer 1. Egestorf/Langreder. Statt in eine Verfolgerrolle mit dann 13 Punkten Rückstand gegenüber dem Primus aus dem Deister abzurutschen, konnten die TSVer durch den Sieg den Meisterschaftskampf in der Fußball-Landesliga wieder spannend machen. Mit nur noch sieben Punkten Rückstand auf die beiden führenden Mannschaften aus Egestorf und Bavenestedt können die TSver nun selber noch in den Titelkampf eingreifen.
Das Gipfeltreffen am Rande des Deisters war am Sonntag von einigen Kuriositäten geprägt. So sah Egestorfs Spieler Lukas Kelle bereits in der 28. Minute nach einem Foulspiel an Richard Becker die Rote Karte. Trotz Unterzahl brachten die Egestorfer die Burgdorfer in Bedrängnis und holten in der 36. Minute nach einem Foulspiel von Franklin Nnane an Sascha Derr einen Strafstoß heraus, mit dem der gefoulte Spieler aber an Torhüter Jan-Hendrik Kaffeya scheiterte. Nachdem der Tabellenführer diese Riesenmöglichkeit ausließ, in Führung zu gehen, machten es die TSVer besser. So in der 67. Minute, als der in der Halbzeit für Tobias Redemann eingewechselte Hüsseyin Yüksel die 1:0-Führung für seine Mannschaft erzielte. Die sichtlich konsternierten Hausherren mussten in der Schlussminute dann sogar noch das 2:0 der TSV Burgdorf durch den ebenfalls eingewechselten Christopher Reinecke hinnehmen.
Am Sonntag erwartet die TSV Burgdorf von 14 Uhr an zu Hause die SSG Havestorf, die bis vor einer Woche noch Tabellenletzter war, ehe den Halvestorfern mit einem 3:1-Sieg über den OSV Hannover der Sprung auf den 14. Platz gelang, der aber ebenfalls den Abstieg bedeuten würde. „Unser Sieg in Egestorf ist nichts wert, wenn wir am Sonntag nicht die SSG Halvestorf besiegen sollten“, legte sich Trainer Volker Herfort bereits fest, dass für ihn nur ein Sieg über den Hamelner Vorortverein zählt.