TSG will die Hinspielpleite wieder gutmachen

Im Tiefflug auf das Tor! Gunnar Jassim von der TS Großburgwedel schließt einen schnellen Gegenstoß erfolgreich ab. (Foto: Holger Staab)

Im Heimspiel gegen SC Magdeburg II hofft Großburgwedel auf einen Erfolg

BURGWEDEL (hs). Im nächsten Heimspiel am Sonnabend, 3. März, hat die Turnerschaft Großburgwedel noch etwas gutzumachen. Gegen die Bundesligareserve des SC Magdeburg kassierte die Mannschaft um Trainer Heidmar Felixson im Hinspiel in Magdeburg eine derbe Abfuhr und will sich in eigener Halle dafür revanchieren. Ganz so einfach wird das aber sicher nicht werden, denn die Magdeburger laufen selten mit der gleichen Mannschaft auf, es sind viele junge Talente im Team, die Gäste sind immerhin Tabellennachbar der TSG und stehen damit auf einer ähnlichen Leistungsstufe. Damit ist Spannung und Engagement vorprogrammiert und die vermutlich zahlreichen TSG-Fans dürfen auf eine interessante Begegnung hoffen.
Mit einer 21:36-Pleite musste die TSG Mitte Oktober des vergangenen Jahres die Heimreise aus Magdeburg antreten. Das war schon eine Demütigung, die Andrius Stelmokas und seine Mitspieler über sich ergehen lassen mussten. Diese Niederlage ist noch nicht vergessen und ist für die TSG eine Warnung. Am Sonnabend ab 19 Uhr soll das Spiel in der Sporthalle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ ganz anders laufen. Der Gastgeber will sich von Beginn an stark präsentieren, gelungene Spielkonzeptionen zeigen und die jungen wilden Magdeburger mit einer Niederlage nach Hause schicken.
Dazu ist allerdings eine Leistung nötig, die Fehler vermeidet und die SCM-Spieler nicht zu schnellen Kontern einlädt. Der SCM nutzt immer wieder Fehlwürfe oder technische Fehler des Gegners zu schnellen Gegenstößen und kommt dadurch zu leichten Treffern. TSG-Coach Felixson wird seine Mannschaft dementsprechend einstellen, ihr Selbstvertrauen einhauchen und zu konstruktivem Spielaufbau anhalten. Die Chancen sollen zunächst erarbeitet und dann auch konsequent in Tore umgewandelt werden.
Die Magdeburger haben sich in der 3.Liga im Mittelfeld festgesetzt und haben viele Akteure in ihrem Team, die im Magdeburger Handballinternat groß geworden sind. Sie hoffen auf Spielanteile in der Bundesligamannschaft um den ehemaligen Burgdorfer Trainer Frank Carstens. Dazu müssen sie konstant gute Vorstellungen in der Reserve abliefern und so ist das SCM-Team immer hoch motiviert. Allerdings müssen sie auch Spieler mit Doppelspielrecht abstellen und treten selten mit der gleichen Zusammensetzung auf.
Das erschwert nicht nur den Gästen das Spiel, auch die Gegner können sich schwer auf die Magdeburger einstellen. Die TSG will aber keine Ausflüchte suchen, sondern konzentriert sich voll auf den Gegner und will ihrem Publikum ein gutes und erfolgreiches Spiel bieten. Der augenblickliche Tabellenstand nach dem 25:25-Unentschieden am vergangenen Sonnabend bei HSV Insel Usedom ist der Leistungsstärke entsprechend. Bjarni Aron Thordarsson und Thomas Bergmann sollen aus dem Rückraum für Gefahr sorgen. Oder mit schnellem Aufbauspiel Kreisläufer Stelmokas in eine günstige Wurfposition bringen. Gelingen dann noch einige gute Vorstöße über die Außen Niko Blanke, Gunnar Jassim und Jan Krüger, dann sollte der SCM II in Burgwedel in Schwierigkeiten geraten, die TSG die Revanche gewinnen und sich weiter im gesicherten Mittelfeld halten können. Leider haben die TSGer durch die Verletzung von Spielmacher Paul Schrimer (Knieprobleme) wieder einmal weniger Alternativen im Spielaufbau.
Vor der kleinen Osterpause stehen dann noch die Begegnungen beim Oranienburger HC am 10. März und gegen die Reinickendorfer Füche II am 24. März auf dem Spielplan. Auch in diesen Partien werden Mittelfeldduelle für knappe Ergebnisse sorgen.