TSG orientiert sich durch Klassenerhalt nach oben

Lennart Carstens versucht im Heimspiel gegen den SV Beckdorf einen Wurf abzublocken. (Foto: st)

Bundesligareserve des THW Kiel trotz Oberligaabstieg kampfbereit

BURGWEDEL (st). Die Turnerschaft Großburgwedel kann am kommenden Wochenende die doch etwas verunglückte Saison mit einem Erfolg gegen den THW Kiel II noch mit einem guten Heimspiel fast abschließen, obwohl noch eine weitere Begegnung auswärts beim Meister Wilhelmshavener HV ansteht. Am Sonnabend, 2. Mai, ab 19 Uhr kann der Klassenerhalt gefeiert werden und das dürfte dann der wohl wichtigste Faktor der Serie sein, obwohl sich das Team nach dem 31:22-Sieg bei der SG Achim/Baden noch einen einstelligen Tabellenplatz sichern will. Zunächst stehen aber nochmal 60 harte Minuten auf dem Programm und in denen möchten sich Kay Behnke und seine Mitspieler ihren Fans kämpferisch und erfolgreich präsentieren.
Um aber erfolgreich sein zu können ist auch Konstanz über die gesamte Spielzeit nötig und das vermisste man bei der TSG in der zu Ende gehenden Saison phasenweise. Immer wieder gab es in den Partien Unterbrechungen im Spielfluss und so konnten die Gegner aufgebaut werden und sich in den Vordergrund spielen. Am Sonnabend soll das nicht passieren. Der THW II ist bereits abgestiegen und muss den Weg in die Oberliga antreten. In der Halle des Burgwedeler Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ wird wohl eine Nachwuchsmannschaft auflaufen. Auch der Einsatz von Spielern aus der A-Jugend, die in der Jugendbundesliga spielt, ist durchaus wahrscheinlich, da die Jugend die Saison bereits beendet hat.
Im Hinspiel konnte sich die TSG in Kiel mit 27:26-Toren durchsetzen und zeigte ein engagiertes Spiel. Mit diesem Ergebnis wäre Trainer Jürgen Bätjer vermutlich auch am Sonnabend zufrieden. Allerdings brauchen es Andrius Stelmokas und seine Mitspieler nicht ganz so spannend machen, wenn sie vom Start weg eine konzentrierte Partie zeigen.
Wichtig für einen doppelten Punktgewinn wird die Deckungsarbeit sein. Gegen die THWer Jonas Ottsen aus dem Rückraum und die Außenspielern Johannes Clausing und Lukas Wucherpfennig müssen Steffen Dunekacke und Co aggressiv in die Zweikämpfe gehen und zeigen, wer in Burgwedel die Fäden in der Hand hält.
Nur so dürfte die junge Garde aus dem hohen Norden in ihren Angriffen gestört werden können. Zudem gilt es eigene Fehler im Spielaufbau zu vermeiden. Diese würden von den flinken Kieler Angreifern mit schnellen Gegenstößen beantwortet und in leichte Treffer umgesetzt werden. Damit das nicht passiert, haben eine gute Chancenverwertung und Sicherheit im Aufbauspiel höchste Priorität.
Mit den eigenen Fans im Rücken sollte die individuelle Klasse der TSG-Akteure aber zusammen mit dem Teamgeist für eine Entscheidung zugunsten der Heimmannschaft sorgen und die Bätjer-Schützlinge könnten schon vor dem letzten Spiel ihre Saisonabschlussfeier starten. Bis dahin liegt aber noch viel Arbeit vor dem Team und diese wollen Keeper Markus Hammerschmidt und seine Vorderleute gern annehmen, damit sie auch in der nächsten Serie in der 3.Liga zeigen können, das die Saison 2014/2015 nur ein Ausrutscher gewesen ist.
Bätjer war nach dem Sieg in Achim denn auch voll des Lobes für sein Team und zeigte sich auch für das Spiel gegen Kiel optimistisch: „Jetzt freuen wir uns auf das letzte Heimspiel gegen den THW Kiel II. Da wollen wir uns vom eigenen Publikum mit einer guten Leistung verabschieden und weitere zwei Zähler einfahren“, meinte er.
Im letzten Spiel der Serie trifft die Mannschaft der TSG dann am 9. Mai, ab 19 Uhr in der Nordfrost Arena in Wilhelmshaven auf den Meister der 3.Liga Nord, den Wilhelmshavener HV.