TSG kann die Füchse Berlin auf Distanz halten

Erik Gülzow hofft, mit einem Heimsieg gegen die Füchse Berlin in der Tabelle der 3.Liga wieder besser dazustehen. (Foto: st)

Team aus der Hauptstadt kommt mit vielen jungen Talenten

BURGWEDEL (st). In den ersten Spielen des Jahres 2016 mussten die Handballer der Turnerschaft Großburgwedel in der 3.Liga eine Niederlagenserie hinnehmen. Auch beim Stralsunder HV konnte das Team um Trainer Jürgen Bätjer zuletzt keinen Punktgewinn verbuchen, startete so mit 0:8-Punkten in das Jahr und wartet demnach noch auf den ersten Punktgewinn. Am Sonnabend, 20. Februar, ab 19 Uhr soll das im Heimspiel gegen die Füchse Berlin II jetzt aber einen Sieg bringen.
Die Mannschaft der TSG hat sich nicht so schlecht präsentiert, wie es die Ergebnisse bei der TSV Burgdorf II (27:29), gegen Eintracht Hildesheim (22:32), bei DHK Flensborg (26:33) und beim Stralsunder HV (19:21) vielleicht vermuten lassen. Die Gegner hatten aber immer eine Antwort auf die Angriffsversuche der TSG parat und bestraften Nachlässigkeiten und Fehler der Burgwedeler sofort. Für das Spiel gegen die Berliner wollen Lennart Carstens und seine Mitspieler deshalb konzentrierter agieren, Fehler vermeiden und in der Abwehr aggressiv auf die Gegenspieler heraustreten.
Sicherlich wird sich Coach Bätjer auch wieder eine gegnerspezifische Taktik ausdenken, aber das Teamverhalten und die Geschlossenheit der Spieler werden den Ausschlag geben, ob die Mannschaft erfolgreich sein kann.
Die TSG trifft auf einen Gegner, der schnelle Angriffe einleiten kann, temporeiche Gegenstöße liebt und einfache Treffer erzielen möchte. Die Füchse stecken im Abstiegskampf der 3. Liga fest und wollen in den nächsten Partien Punkte sammeln. Der Anschluss an das Mittelfeld soll gelingen und dieses Ziel hat Vorrang für das Team um Trainer Max Rinderle. Dazu werden die jungen Füchse alles versuchen und sich auch auswärts kämpferisch präsentieren.
Wie man die Berliner bezwingt, hat die TSG im Hinspiel gezeigt, als in der Hauptstadt eine 28:25-Erfolg gelang. Daran wollen sich Keeper Markus Hammerschmidt und Co orientieren und nicht auch noch die fünfte Niederlage in Folge kassieren. Dann wären sie seit dem 19. Dezember 2015 ohne Sieg und die Bätjer-Schützlinge würden langsam in das untere Mittelfeld absinken und den Abstiegsplätzen bedrohlich nah kommen. Davon ist bisher aber keine Rede und die Burgwedeler haben genug Potenzial und ein Team, dass in den nächsten Begegnungen wieder Boden gutmachen kann.
Das meinte auch TSG-Trainer Jürgen Bätjer nach dem doch enttäuschenden Ergebnis beim abstiegsbedrohten Stralsunder HV am vergangenen Wochenenden: „Mit unserer Abwehrleistung in Stralsund bin ich sehr zufrieden. Die Defensive war gut, 21 Tore sind top, Patrick Anders war gut, Markus Hammerschmidt sogar überragend. Im Angriff tun wir uns nach wie vor schwer. In Stralsund war es oft die letzte Entscheidung vor dem Wurf, die falsch war. Der finale Pass kam manchmal nicht mehr an oder war so schlecht, dass uns der Ball auf die Füße viel oder wir einen technischen Fehler bekamen. Mit 19 Toren kann man heutzutage kein Spiel mehr gewinnen. Das ist mir klar. Ich halte an unserm Ziel fest. Platz 6 ist der Tabellenplatz, an dem wir uns messen wollen und unser Blick geht auch weiterhin nach oben. Mit den Abstiegsplätzen beschäftigen wir uns nicht. Nächste Woche werden wir wieder unter die Punktesammler gehen.“