TSG ist gegen Stralsund in der Favoritenrolle

Trainer Jürgen Bätjer zeigt seinen Spielern der TS Großburgwedel wo es lang geht. (Foto: Holger Staab)

Turnerschaft Großburgwedel benötigt zwei Pluspunkte

BURGWEDEL (hs). Wenn nicht jetzt, wann dann? So sollte die Frage lauten, die der Turnerschaft Großburgwedel für das letzte Spiel des Jahres gestellt werden kann. Am Sonnabend, 15. Dezember, ab 19 Uhr steht das Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Stralsunder HV auf dem Spielplan. Trainer Jürgen Bätjer fordert von seinen Schützlingen eine deutliche Leistungssteigerung und einen doppelten Punktgewinn - ohne wenn und aber. Damit könnte die TSG zumindest beruhigt in die Pause zum Jahreswechsel gehen, denn im Januar 2013 folgen gleich wieder schwere Heimaufgaben.
Ende Mai gehörte die TS Großburgwedel noch zu den etablierten Vereinen der 3. Liga und erreichte nach einer durchwachsenen Saison einen guten sechsten Tabellenplatz. Dann kam der Umbruch im Team, ein neuer Trainer und die Ziele wurden verständlicherweise in einen frühzeitigen Klassenerhalt nach unten korrigiert. Nach den letzten drei Begegnungen bei HSG Tarp-Wanderup, gegen VfL Fredenbeck und beim 1. VfL Potsdam ist die Abstiegszone allerdings nicht mehr weit entfernt. Immerhin sind es noch vier Punkte, die die TSG von einem Abstiegsplatz trennt.
Im Blick haben Bätjer und seine Spieler deshalb die nächsten drei Spiele. Am Sonnabend sowie am 12. Januar gegen SV Beckdorf und am 26. Januar gegen den Oranienburger HC stehen in der Halle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ gleich drei Heimspiele auf dem Spielplan. Eine gute Ausgangsposition für Punktgewinne, wenn die Mannschaft ihre Stärken erkennt und sie umsetzen kann. Auch wenn die Gegner keinesfalls im Vorbeigehen bezwungen werden können, so ist in eigener Halle mit den Burgwedeler Fans doch etwas möglich.
Durch den Weggang von Stefan Schmidt-Kollberg, dem Fehlen von Thomas Bergmann und einigen anderen Ausfällen bot der Kader der TSG in einigen Partien kaum Alternativen und damit für Trainer Bätjer wenig Möglichkeiten zu wechseln. Schwache Phasen im Spiel boten dem Gegner die Chance, aus einem Rückstand einen Vorsprung zu machen und die TSG kassierte vermeidbar Niederlagen. Das soll am Sonnabend nicht passieren und die komplette Mannschaft ist heiß auf zwei Pluspunkte.
Gegen den Abstiegskandidat ist das auch schon eine Pflichtaufgabe. Die Gäste um Trainer Jörn Schläger mussten ihre Mannschaft vor der Saison komplett umbauen, verloren neun Akteure und verpflichteten sieben Neuzugänge. Mit einem alles andere als eingespielten Team ging der HV in die Saison, wird aber mittlerweile stärker und auch die lange Anreise wird die TSG-Gäste eher motivieren als lähmen. Die Stralsunder werden alles versuchen, um die Punkte aus Burgwedel zu entführen.
Dennoch hat es die TSG selbst in der Hand, für einen halbwegs beruhigenden Jahreswechsel zu sorgen. Mit einer engagierten Defensivleistung können der erfahrene Kreisläufer Andrius Stelmokas und seine Nebenleute die Angriffsbemühungen des HV um die Rückraumspieler Martin Brandt, Torben Ehlers und Christian Schwerin behindern. Gelingen dann im Angriff auch noch die notwendigen Treffer und eine gute Erfolgsquote bei den Torwürfen, dann steht dem Gewinn von zwei Punkten nichts mehr im Weg.